Suchen

Lehrgang – Backup für fortgeschrittene Datensicherer Nur die Datensicherung kann Verlustängste reduzieren

| Autor / Redakteur: Holger Straube*, Comparex PC-Ware Deutschland, und Rainer Graefen / Rainer Graefen

Dieser Backup-Lehrgang in sechs Bildern unseres Autors Holger Straube gibt praktische Tipps für die Kosten senkende Einhaltung von Serviceleveln bei der Datensicherung. Wichtig ist ihm aber vor allem die Wiederherstellbarkeit sehr großer unstrukturierter Datenmengen.

Firmen zum Thema

Datensicherung ist die Kunst aufzuhören, wenn es am Schönsten ist.
Datensicherung ist die Kunst aufzuhören, wenn es am Schönsten ist.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Datensicherung eines File Servers könnte, wie in der Grafik angedeutet, entweder über das SAN oder LAN erfolgen.

Theoretisch lassen sich in einem 1 GbE LAN etwa 100 MByte Daten pro Sekunde auf ein zweites Speichermedium übertragen, in einem 4 Gbit SAN dementsprechend 400 MByte Daten pro Sekunde.

Diese Bandbreiten müssten eigentlich auch für einen Hochleistungsstreamer ausreichend sein, der wie das LTO-5-Laufwerk 140 Megabyte pro Sekunde ohne Kompression speichert. Leider weit gefehlt.

(Archiv: Vogel Business Media)

Backup-Kennzahlen:

In der Praxis werden diese theoretischen Werte nicht einmal annähernd erreicht, da die Transfergeschwindigkeit vom Dateisystem abhängt. Das Filesystem, aus dem die Daten gesichert bzw. transportiert werden, ist der größte Hemmschuh für ein flottes Backup, selbst wenn mehrere SAN Target Devices über den Backup Server bedient werden.

Erzielbar sind in der Praxis beim Backup etwa 60 MByte/s. Selbst wenn man ein LTO-5-Laufwerk direkt an den File Server anschließen würde, ergäben sich keine besseren Werte.

Noch geringer ist allerdings die Restore-Geschwindigkeit. Bei der Wiederherstellung von Daten in einem neu aufzubauenden Dateisystem sind 20 MByte/s eine gute Leistung. Bei einem Restore von 1 Terabyte Daten müsste man insofern mit einer Dauer von 14 Stunden rechnen; bei 20 Terabyte ist von 280 Stunden auszugehen.

(Archiv: Vogel Business Media)

NAS-Snapshots:

Um das Restore-Problem grundlegend zu lösen, eignet sich ein dezidiertes NAS-Gateway, das einen Globalen Namespace bis in den Petabyte-Bereich bereitstellt. Ein denkbares Produkt ist das Hitachi NAS-System HNAS mit BlueArc-Software. Das einzelne Filesystem kann bis 256 Terabyte groß werden, die kontinuierliche Transferrate beträgt 1.600 MByte/s und die I/O-Performance liegt bei 200.000 IOPS.

Um den Restore zu beschleunigen, eignen sich Snapshots. Dabei wird der Zustand eines Dateisystems „eingefroren“, jeder danach folgende Schreibzugriff wird zu einem anderen Speicherbereich weitergeleitet. Snapshots lassen sich in einer Sekunde nehmen, die BlueArc-Software verwaltet maximal 1024.

Würde man 12 Snaps am Tag machen, ließen sich 84 Arbeitstage abspeichern. Der maximale Datenverlust würde sich auf knapp zwei Stunden reduzieren.

Der Vorteil: Jeder „eingefrorene“ Zustand lässt sich in wenigen Sekunden wiederherstellen.

Der Nachteil: Ein Snapshot ist kein Backup.

weiter mit: Blockbasierende NAS-Datensicherung

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 2045273)