„Global .Next Digital Experience 2021“ Nutanix gibt Ausblick auf neue Cloud-Plattform

Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Nutanix hat auf seiner virtuellen Kunden- und Partnerkonferenz „Global .Next Digital Experience 2021“ Neuerungen in seiner Cloud-Platform vorgestellt. Viele davon befinden sich noch in der Entwicklung.

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Nutanix hat auf seiner virtuellen Kunden- und Partnerkonferenz „Global .Next Digital Experience 2021“ Neuerungen in seiner Cloud Platform vorgestellt.
Nutanix hat auf seiner virtuellen Kunden- und Partnerkonferenz „Global .Next Digital Experience 2021“ Neuerungen in seiner Cloud Platform vorgestellt.
(Bild: Müller)

Der frisch ernannte Field CTO EMEA Markus Pleier nannte an erster Stelle die neue Version 6 des Betriebssystems AOS. Aber auch ein automatisiertes Regelwerk für Zero-Trust-Security findet seinen größten Applaus.

„Mit unseren neuen Funktionalitäten wollten wir vor allem die allgemeinen Herausforderungen angehen, denen viele Unternehmen in Hybrid-Multi-Cloud-Umgebungen gegenüberstehen. Dazu zählen insbesondere die Themen Sicherheit, Disaster Recovery und Netzwerkvirtualisierung“, so Rajiv Mirani, Chief Technology Officer von Nutanix, auf der Konferenz.

In AOS 6 findet sich demnächst neu ein „Flow Networking“ – eine Funktionalität zur Netzwerkvirtualisierung auf Basis des Hypervisors AHV. Kunden können dadurch ihr Netzwerkmanagement über eine zentrale Software-gestützte Managementumgebung vereinfachen. Flow Networking bietet zudem VPN-Fähigkeiten, mit denen virtuelle Netzwerke erweitert und mit jeder beliebigen Public- und Private-Cloud-Infrastruktur verbunden werden können.

Peter Goldbrunner, Nutanix Country Manager of Central Europe.
Peter Goldbrunner, Nutanix Country Manager of Central Europe.
(Bild: Müller)

Davon zeigte sich insbesondere der Country Manager of Central Europe, Peter Goldbrunner, begeistert: „Je nach Bedarf Cloud-Konnektivität herstellen zu können, ohne dafür auf dedizierte physische Appliances und andere komplexe Konfigurationen angewiesen zu sein – genau das hat der Markt von uns verlangt. Mittlerweile verfügen wir über rund 20.000 Kunden weltweit, und in Gesprächen wurde immer eine größere Flexibilität angefragt.“

Zero Trust begeistert Pleier

Laut Dr. Markus Pleier, der zur Konferenz zum Field CTO EMEA ernannt wurde, planen immer mehr Unternehmen, einen Zero-Trust-Sicherheitsansatz zu verfolgen. Daher freue ihn besonders, dass die Nutanix Cloud Platform als Teil der SaaS-Plattform Flow Security Central demnächst Funktionalitäten bieten werde, mit deren Hilfe sich automatisch Regeln für „Flow Microsegmentation“ erstellen lassen. Dies soll eine Planungs-Engine ermöglichen, die mit Hilfe von maschinellem Lernen den Netzwerkverkehr einer Organisation analysiert und Sicherheitsregeln vorschlägt.

Nutanix Field CTO EMEA Markus Pleier.
Nutanix Field CTO EMEA Markus Pleier.
(Bild: Nutanix)

Darüber hinaus sei die Integration der Nutanix Cloud Platform mit der Lösung für Vulnerability Management Detection and Response (VMDR) von Qualys geplant. Durch die Bedrohungserkennung auf der Ebene der virtuellen Maschinen und die Visualisierung des Risikos von Sicherheitslücken sollen Kunden ihre Patch-Prozesse zum Schließen von Sicherheitslücken verbessern können.

Business Continuity und Disaster Recovery

Kunden der Nutanix Cloud Platform bekommen zudem künftig Funktionalitäten für unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb und Disaster Recovery (DR), die bislang nur in Speziallösungen zur Verfügung standen. Dazu zählen in AOS 6 die Nutzung der Public Cloud als Sicherungsort, natives Metro-Clustering für den integrierten AHV-Hypervisor – was im Katastrophenfall ein automatisches Failover ermöglicht – und die durchgängige Verschlüsselung des DR-Datenverkehrs. Darüber hinaus soll ein neues DR-Dashboard eine umfassende Sicht auf DR-Konfiguration und -Status der Primär- und Sekundärstandorte der Kunden verschaffen. Diese können dadurch auf spezielle DR-Hardware und -Software verzichten.

Weitere geplante Funktionen

In der Entwicklung sind darüber hinaus Funktionalitäten wie das Tiering unstrukturierter Daten in On-Premises- wie auch in Cloud-Umgebungen. Eine weitere Neuerung ist „Nutanix Data Lens“, ein neuer Governance-Service für unstrukturierte Daten. Darüber hinaus erlaube es der Datenbankservice Nutanix Era ab sofort, Speicherressourcen einfach per Mausklick zu skalieren und den Zugriff auf das Datenbankmanagement in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen mit Datenbank-Engines wie PostgreSQL, MySQL, Microsoft SQL Server und Oracle Database auf der Basis von Rollen zu steuern.

Zusätzlich vereinfacht Nutanix den Betrieb von Workloads zur Datenanalyse einschließlich Hadoop- und SAS-Grid-Workloads. Ein neuer Replikationsfaktor im Storage-Modus der Nutanix Enterprise Platform ermögliche eine um bis zu dreimal schnellere Datenverarbeitung bei gleichzeitig niedrigeren Kosten, so Pleier. Außerdem unterstütze die S3-kompatible Objektspeicherlösung Nutanix Objects Anforderungen an High-Performance-Storage im Petabyte-Bereich für den Aufbau von Data Lakes. Kunden, die mit modernen Analyseanwendungen wie Apache Spark arbeiten, würden durch die Unterstützung von S3 Select und einen optimierten S3A-Support von massiven Leistungsverbesserungen bei Suchabfragen und großvolumigen Batch-Verarbeitungen profitieren.

Strategische Partnerschaft mit Red Hat

Auf der .Next wurde auch die unlängst verkündete neue Partnerschaft mit Red Hat thematisiert. Das gemeinsame Ziel sei eine Lösung für Erstellung, Skalierung und Management Cloud-nativer Applikationen sowohl On-Premises als auch in hybriden Cloud-Umgebungen. Konkreter Vorteil: Red Hat OpenShift und Red Hat Enterprise Linux lassen sich nun auf der Nutanix Cloud Platform einschließlich des Betriebssystems Nutanix AOS und des Hypervisors Nutanix AHV installieren.

„Zusammen bieten unsere Lösungen Kunden eine Full-Stack-Plattform, mit der sie containerisierte und virtualisierte Cloud-native Applikationen in einer hybriden Multi-Cloud-Umgebung erstellen, skalieren und managen können“, so Rajiv Ramaswami, Präsident und CEO bei Nutanix.

Ebenfalls neu: Adam Tarbox nun Vice President of EMEA Channel Sales

Als weitere und letzte Neuerung gab Thomas Huber, verantwortlich für die Channel-Organisation und OEM-Partnerschaften in Deutschland und Österreich, die Beförderung von Adam Tarbox zum Vice President of EMEA Channel Sales bekannt: „Endlich habe ich einen neuen Chef!“ In seiner neuen Position wird Tarbox die Gesamtverantwortung für die Go-to-Market-Strategien von Nutanix für Reseller, Distributoren, OEM-Plattformpartner, Systemintegratoren und Technologiepartner in EMEA übernehmen.

Thomas Huber, bei Nutanix verantwortlich für die Channel-Organisation und OEM-Partnerschaften in Deutschland und Österreich.
Thomas Huber, bei Nutanix verantwortlich für die Channel-Organisation und OEM-Partnerschaften in Deutschland und Österreich.
(Bild: Müller)

„Partner waren und werden auch weiterhin ein Grundpfeiler unseres Erfolgs sein. Die Leidenschaft und Motivation, die das Channel-Team von Nutanix auszeichnet, inspirieren mich. Ich sehe es als meine oberste Pflicht an, zuzuhören, zu lernen und mit Hilfe unserer Partner zu führen, so dass sie auch weiterhin positive Geschäftsergebnisse erzielen, erstklassige Transformationslösungen liefern und Kunden ein ,digital first‘-Erlebnis verschaffen können. Ich freue mich darauf, die engen Geschäftsbeziehungen mit unseren Partnern weiter zu vertiefen und damit das beiderseitige Wachstum zu steigern“, ließ Tarbox anlässlich seiner Ernennung verlauten.

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