Preisgünstiges Solid State Drive mit QLC-Flash

NVMe-Debüt: Crucial bringt P1-SSD

| Redakteur: Tina Billo

Die Micron-Tochter erweitert das bestehende SSD-Angebot jetzt um NVMe-PCIe-SSDs.
Die Micron-Tochter erweitert das bestehende SSD-Angebot jetzt um NVMe-PCIe-SSDs. (Bild: Crucial)

Mit der P1 bringt die Micron-Tochter Crucial eine SSD mit PCIe 3.0 x4-Schnittstelle auf den Markt, die das NVMe-Protokoll in der Version 1.3 unterstützt. Gedacht ist die Steckkarte in M.2-Bauweise für Anwender, die ihr System kostengünstig aufrüsten wollen.

Als Flashspeicher verbaut Crucial 3D-NAND QLC- (Quadruple Level Cell) Chips aus der hauseigenen Micron-Fertigung. Dies hebt der Hersteller auch als Besonderheit hervor und betont, dass es sich um eine der ersten SSDs handelt, die vier Bits pro Zelle speichern können. Der ehemalige Kooperationspartner Intel war hier jedoch ein wenig schneller und führt mit der SSD 660p schon länger eine vergleichbare Lösung im Programm.

Beide Steckkarten weisen übrigens nicht nur optisch, sondern auch technisch Ähnlichkeiten auf. So verbauen beide Hersteller mit dem Silicon Motion SM2263EN mit vier NAND-Kanälen beispielsweise den gleichen Speichercontroller.

Nicht rekordverdächtig, aber gutes Mittelfeld

Mit der 500-Gigabyte- und der 1-Terabyte- (TB) Variante sind bereits zwei Modelle der Crucial P1-SSD-Reihe erhältlich, ein weiteres mit 2 TB Speicherkapazität soll in Kürze folgen. Die Solid State Drives erreichen abhängig von der jeweiligen Lösung maximale sequentielle Lese- und Schreibrate in Höhe von 1.900 MB/s schreibend und 950 MB/s lesend (P1 mit 500 GB) beziehungsweise 2.000 MB/s im Schreib- und 1.700 MB/s im Lesemodus (P1 mit 1 TB). Die zufälligen Schreib-/Lesevorgängen von 4K-Blöcken liegen bei der 500-GB-Variante bei 90.000 und 170.000 IOPS, bei dem 1-TB-Modell bei 220.000 beziehungsweise 240.000 IOPS.

Crucial bezeichnet die Wert als "solide" und das trifft den Punkt: High-End-SSDs wie beispielsweise die Samsung 970 EVO oder die WD Black von Western Digital schneiden in Benchmark-Tests besser ab, kosten allerdings auch einen Tick mehr. Aber mit diesen will sich der Hersteller auch nicht messen, sondern will vielmehr mit einem attraktiveren Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.

Weitere Leistungsmerkmale

Zur Ausstattung der P1-SSDs gehört ein dynamischer SLC-Cache, der die üblicherweise langsameren mit QLC-Flash erzielbaren Schreib-Lese-Werte ausgleichen und für eine "hybrid-dynamische Schreibbeschleunigung" sorgen soll. Bei der 1-TB-Variante ist dieser bis zu 150 GByte groß. Da fünf bis zwölf Prozent davon als permanenter Anwendungs-Cache geschaltet und weitere sieben Prozent frei verfügbar seien, würden Anwender stets von voller Geschwindigkeit profitieren, so Crucial.

Die Lebensdauer der P1-SSD mit 500 GB Kapazität gibt Crucial mit 100 geschriebenen TB Bytes insgesamt und damit etwa 54 GB pro Tag in einem Zeitraum von fünf Jahren an. Bei der 1-TB-Variante erhöhen sich die Werte auf 200 TB und 109 GB - gleiches gilt für das bereits angekündigte 2-TB-Modell. Diese Angaben sind auch für die Garantieleistung entscheidend, die Crucial auf fünf Jahren oder eben das Erreichen der garantierten Mindestschreibmenge (Total Bytes Written, kurz TBW) anberaumt.

Verfügbarkeit und Preise

Die P1-SSDs lassen sich ab sofort im Online-Store von Crucial beziehen. Das Modell mit 500 Gigabyte Speicherkapazität bietet der Hersteller für 114,23 Euro an, die 1-TB-Variante kostet 228,47 Euro (Preisangaben inklusive Mehrwertsteuer).

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