Auf Digitalisierungskurs mit Netapp und Cisco

NZZ-Mediengruppe modernisiert Rechenzentren mit Flexpod

| Redakteur: Tina Billo

Mit der auf Netapp- und Cisco-Lösungen aufsetzenden neuen hyperkonvergenten Infrastruktur kann das IT-Team der NZZ-Mediengruppe aktuell aufkommende Anforderungen einfacher und mit geringerem Ressourcenaufwand umsetzen.
Mit der auf Netapp- und Cisco-Lösungen aufsetzenden neuen hyperkonvergenten Infrastruktur kann das IT-Team der NZZ-Mediengruppe aktuell aufkommende Anforderungen einfacher und mit geringerem Ressourcenaufwand umsetzen. (Bild: © NZZ-Mediengruppe)

Die NZZ-Mediengruppe steht unter einem hohen Digitalisierungs- und Kostendruck. Die beständige Einführung neuer oder verbesserter Angebote ist zwingend nötig, um die Marktposition zu behaupten und weiteres Wachstum zu sichern. Dies fordert konvergente IT-Infrastrukturen, die sich ohne großen Ressourcenaufwand schnell an aktuelle Anforderungen anpassen lassen. Die Basis hierfür stellen heute Netapp und Cisco.

Die 1780 unter dem Namen Zürcher Zeitung gegründete und heute unter dem Namen gehandelte Neue Zürcher Zeitung ist das dienstälteste Schweizer Tagesblatt. Sie bildet den Markenkern der NZZ-Mediengruppe, die aufgrund ihres breiten Spektrums an Print- und digitalen Medien, Rundfunk, Informationsdiensten, Events und Fachmedien zu den größten der Schweiz zählt.

Die Grundlage für den Geschäftsbetrieb stellen schon längst digitale Prozesse. Analog dazu steigt die Abhängigkeit von Daten, Applikationen sowie Prozessen und damit auch die an Technik gestellten Anforderungen. Daher war für das Infrastrukturteam der NZZ-Mediengruppe klar, dass sich das unternehmerische Ziel der Digitalisierung nur mit einer modernen und effizienten Rechenzentren-IT umsetzen lässt.

Betriebssicherheit ist ein Muß

Anknüpfungspunkte gab es einige. Ressourcenverbrauch, Wartungskosten und Admin-Aufwand waren zu hoch. Zudem war die bestehende Infrastruktur für heutige Entwicklungszyklen zu wenig agil. Kapazität, Performance und Disaster Recovery mussten ebenso verbessert werden. Denn das Mediengeschäft ist auf einen unterbrechungsfreien Rund-um-die-Uhr-Betrieb angewiesen.

40 Auslandskorrespondenten berichten aus aller Welt. Einige der insgesamt 2.000 IT-Nutzer sind immer online und brauchen Zugriff auf die Gruppendienste. Zudem muss das immer wichtigere E-Paper für die digitalen Kunden rechtzeitig aufgeschaltet werden. Und auch die Produktion der Druckerzeugnisse muss laufen. Mehr als eine Stunde Pause zwischen vier und fünf Uhr früh ist nicht machbar.

Damit die NZZ rechzeitig auf dem Tisch landet, muss der Druck laufen.
Damit die NZZ rechzeitig auf dem Tisch landet, muss der Druck laufen. (Bild: © NZZ-Mediengruppe)

Wechsel auf eine konvergente Infrastruktur

Dass eine konvergente Infrastruktur das beste Konzept sein würde, stand für das Team fest. "Wir wollten Einfachheit und Homogenität. Die Komponenten sollten den gleichen Lifecycle haben und technisch auf einer Höhe sein", erklärt Bernd Hornig, Technologieleiter System Service bei der NZZ-Mediengruppe. "Alles andere wäre nur Stückwerk gewesen und hätte immer wieder zu Anpassungen und Mehraufwand geführt."

Zu den bei der Evaluierung angelegten Kriterien gehörten Preis, Support, Investitionssicherheit, Bordmittel, Lizenzmodelle und Komplexitätsgrad. Flexpod von Netapp und Cisco kristallisierte sich unter diesen Gesichtspunkten als das passende Fundament heraus.

Die Komponenten

Mit Netzwerklösungen und Servern von Cisco sowie Storage- und Datenmanagement-Produkten von Netapp wurde die IT-Infrastruktur der Mediengruppe in Luzern und Zürich komplett neu aufgesetzt und durchgängig auf Redundanz ausgerichtet.

Das heute betriebene Netzwerk ist mittels Cisco ACI virtualisiert und arbeitet mit 40-Gigabit-Links. Cisco Interconnect regelt die Kommunikation zwischen Switches und Servern. Pro Datacenter hosten in je 16 UCS 5108-Chassis eingesetzte Blade-Server des Typs B200 M4 die zu fast hundert Prozent virtualisierte Umgebung unter VMware vSphere.

Auf der Datenebene sorgt die Netapp Data Fabric für automatisierbares Management und regelbasierte Synchronisation der Datenstände. Von Content Management über Produktion und Auslieferung bis SAP ERP sind heute alle Applikationen der Mediengruppe auf der Flexpod-Infrastruktur konsolidiert.

Bedarfsgerechte Ressourcenzuweisung

In Folge des Wechsels ließ sich die Kapazität und Performance der Infrastruktur erhöhen. Dank der Netapp Hybrid-Technologie aus Flash und Festplatten lässt sich Anwendungen die von ihnen geforderte Performance bedarfsgerecht zuweisen und bei häufigem Zugriff automatisch beschleunigen. Die SAP-Systeme nutzen beispielsweise Flash-Medien, für Files und Backup sind SATA-Platten vorgesehen. Die nutzbare Speicherkapazität beträgt insgesamt knapp ein Petabyte.

Die Sicherung der konsolidierten Daten erfolgt mit auf Snapshot-Technologie beruhenden Netapp-Bordmitteln. Bei Bedarf können diese um eine damit integrierte Backup-Software wie Commvault Intellisnap oder auch eine Cloud-Lösung ergänzt werden.

Konsolidierte, flexibel justierbare Infrastruktur

"Mit Flexpod können wir in der Infrastruktur alles abbilden, was wir wollen", sagt Malik Amrein, Projektleiter bei der NZZ-Mediengruppe. "Da der Bedarf an Kapazität und I/O-Leistung schneller stieg als erwartet, haben wir ein paar Mal mit Erfolg nachjustiert. Das Reporting aus SAP BW läuft nun zum Beispiel sechsmal schneller ab, als zuvor." Mit diesem Performance-Sprung kann das Team Investitionen in SAP HANA vertagen. Dabei ist die HANA-Komponente jederzeit integrierbar. Denn die Flexpod-Infrastruktur ist dank Zertifizierung "SAP HANA-ready".

Ebenso ist der Effizienzgewinn hoch: Aus 40 Racks wurden acht, aus 60 ESX-Servern gerade einmal 32. Hornig ist damit sehr zufrieden: „80 Prozent weniger Datacenter-Footprint reduziert Rack-Miete und Stromverbrauch und verringert zudem die Wartungskosten.“

Tragfähige Basis für die digitale Medienzukunft

Mit dem Wechsel auf die Flexpod-Infrastruktur erreicht die NZZ-Mediengruppe höchste Betriebssicherheit. Denn jede Komponente hat ein Backup, das im Disaster-Fall übernimmt. Dies stellt einen unterbrechungsfreien Betrieb sicher. Hinzu kommt, dass sich Anfragen der Fachbereiche schneller umsetzen und Prozesse mittels Automatisierung und Self-Service optimieren lassen

Die Mitarbeiter der NZZ-Mediengruppe müssen jederzeit auf Gruppendienste zugreifen können. Daher ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass die IT-Infrastruktur rund um die Uhr unterbrechungsfrei läuft.
Die Mitarbeiter der NZZ-Mediengruppe müssen jederzeit auf Gruppendienste zugreifen können. Daher ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass die IT-Infrastruktur rund um die Uhr unterbrechungsfrei läuft. (Bild: ©NZZ-Mediengruppe)

"Langfristiger Erfolg erfordert Investitionen in Wachstumschancen und in Maßnahmen, die die Kosten senken und die Effizienz steigern. Die Weiterentwicklung unserer Datacenter mit einer Flexpod-Infrastruktur macht sich hier bezahlt“, lautet das Fazit von Bernd Hornig.

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