ZFS ermöglicht Inline-Deduplizierung für den Primärspeicher Openstorage Startup Nexenta geht mit neuen Funktionen in die dritte Runde

Redakteur: Heidemarie Schuster

Open-Storage-Anbieter Nexenta Systems bietet Inline-Deduplizierung für Primary Storage. Nach VMware und Citrix Xen unterstützt der Hersteller nun auch Microsofts Virtualisierungsumgebung Hyper-V.

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Nexentastor 3.0 eignet sich unter anderem zur Deduplizierung virtualisierter Server.
Nexentastor 3.0 eignet sich unter anderem zur Deduplizierung virtualisierter Server.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hersteller Nexenta Systems, 2005 gegründet, nutzt das Umfeld von Open Solaris und Open Storage aus dem Hause Oracle/Sun und hat daraus nach eigenen Aussagen ein „Enterprise Class Open Storage“ entwickelt.

Anfang April wird der Hersteller die Version Nexentastor 3.0 auf den Markt bringen, die als „erste kommerzielle Speicherlösung, die auf dem Sun-Dateisystems ZFS basierte Inline-Deduplizierung integriert“ und die Servervirtualisierung diverser Hypervisoren unterstützt.

Die neue Version kann nun auch mit dem Dateiformat von Hyper-V umgehen und beherrscht die Inline-Deduplizierung des Primärspeichers, die allerdings viele Storage-Experten zwiespältig beurteilen.

Netapp hatte mal eine ähnliche Idee

Interessant an Nexenta ist die Ähnlichkeit mit dem ehemaligen Startup Netapp, das damals mit seinem NAS-Betriebssystem Ontap die Hardware-Steuerung von Speichersystemen überflüssig machte und vollständig auf die Skalierfähigkeit der Intel-Prozessortechnik vertraute.

Das von Nexenta entwickelte Betriebssystem Nexentacore macht ähnliches auf Basis des Dateisystems ZFS (ZettabyteFile System) und der Virtualisierungsplattform VMDC, Das Virtual Machine Datacenter (VDMC) ermöglicht es Storage-Administratoren ihre gesamte virtuelle Umgebung zu sehen und Speicherung sowie Storage-Richtlinien einschließlich Backup, Replikation und Richtlinien zentral zu verwalten, heißt es in der Pressemeldung.

Die Software-Speicherlösung Nexentastor steuert letztlich den Datenverkehr zwischen Servern, die am Frontend per CIFS, NFS, FC und iSCSI und im Backend mit den Speichersystemen per iSCSI, 10 GbE, SAS-600, FC, Infiniband und AoE (ATA over Ethernet) kommunizieren.

Alle Anforderungen von einer Lösung abgedeckt

Die Nexenta-Lösung stellt sich damit als Allround-Lösung für NAS und SAN dar und funktioniert durch VMDC auch in virtuellen Umgebungen. Der Hersteller setzt auf branchenübliche Hardware, auf die I/O-Hardware-Beschleunigung durch SSDs und die bidirektionale Replikation mit Kompression und Deduplizierung.

Wir haben „die hohe Performance und Zuverlässigkeit von OpenSolaris mit der Benutzerfreundlichkeit von Linux vereint“ lobt sich der Hersteller. Im Vergleich zu alternativen Markenlösungen sollen sich durch den Einsatz von x86-Hardware und hybriden Speicherpools 75 Prozent niedrigere Betriebskosten erzielen lassen.

Nexenta 3.0 soll ab Ende März 2010 verfügbar sein. Eine kostenfreie Testversion kann auf der Nexenta-Webseite heruntergeladen werden. Upgrades von Nexenta-Stor 3.0 werden für Bestandskunden kostenlos angeboten. Zertifizierte Partner in Deutschland sind seit einem Jahr Zstor aus Kaarst und seit kurzem auch Thomas-Krenn mit Sitz in Freyung.

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