ZS3-Storage-Systeme und Storagetek T10000D

Oracle aktualisiert Storage-Portfolio

| Redakteur: Nico Litzel

Oracles Sun-ZS3-Appliances leisten 17.224 SPC-2 MBPS und erzielen eine SPC-2-Price Performance von 22,5 US-Dollar.
Oracles Sun-ZS3-Appliances leisten 17.224 SPC-2 MBPS und erzielen eine SPC-2-Price Performance von 22,5 US-Dollar. (Bild: Oracle)

Oracle mustert die Sun ZFS Appliances 7120 und 7320 aus. An deren Stelle treten die beiden Systeme Oracle ZS3-2 und ZS3-4, die mit der jüngsten Betriebssystemversion OS 8 arbeiten. Darüber hinaus hat der Hersteller das T10000D-Bandlaufwerk vorgestellt, das unkomprimiert 8,5 Terabyte Speicherkapazität bereitstellt.

Oracles schickt die Sun ZFS Appliances 7120 und 7320 aufs Altenteil. Abgelöst werden die Speicher von der ZS3-Reihe, die aus dem Midrange-Modell ZS3-2 und dem Highend-Modell ZS3-4 besteht. Oracle liefert sowohl das Midrange- als auch das Enterprise-Modell wahlweise in einer Single- oder eine Dual-Controller-Konfiguration aus. An Bord des kleineren ZS3-2-Systems sind 512 Gigabyte DRAM, acht PCIe Slots sowie zwölf Terabyte Read Flash und vier Terabyte Write Flash.

Beim Highend-Modell ZS3-4, das über 80 Prozessoren verfügt, hat Oracle stattliche zwei Terabyte DRAM verbaut. Zwölf Terabyte Read Flash und zehn Terabyte Write Flash runden das Gerät Hardware-seitig ab.

Tiefe Integration in Oracle-Datenbanken

Für einen enormen Leistungszuwachs – die ZS3-Systeme sind im SPC-2 Benchmark zwei- bis dreimal schneller als die Sun ZFS Appliances und leisten 17.224 SPC-2 MBPS (Megabytes per Second) – sorgt neben der Hardware die jüngste Betriebssystemversion OS8. „OS8 bietet eine tiefere Integration in Oracle-Datenbanken“, erklärt Arndt Müller, Storage Business Development Manager Europe North bei Oracle, gegenüber Storage-Insider. „Darüber hinaus sorgt die jüngste Version für einen zweimal schnelleren Cache und erstmals deduplizieren wir auch im Cache“, so Müller weiter.

Die ZS3-Serie bezeichnet Oracle als „Application Engineered Storage“, als Speichersysteme, die auf Software von Oracle wie die Oracle Database 12c zugeschnitten ist. So ist die jüngste Generation mit „OISP“ ausgestattet, dem „Oracle Intelligent Storage Protocol“. Müller: „OISP spart Hunderte Stunden von Tuningarbeit ein. Normalerweise designen Datenbankadministratoren die Datenbank und müssen sich mit Speicheradministratoren abstimmen. Das entfällt jetzt mit OISP.“

Austausch von Metadaten

OISP sorgt für einen Austausch von Metadaten zwischen Oracle Database 12c und den Z3-Speichern. Anhand dieser Daten könnten dann die Speicher-Appliances wichtige Speicherparameter automatisch festlegen, wodurch eine mühsame Handarbeit entfalle.

Ebenfalls neu ist „ADO – Automatic Data Optimization“. Diese Funktion steigert Oracle zufolge die Effizienz und die Performance von Oracle-12c-Datenbanken mithilfe von Komprimierungsalgorithmen und indem Daten über Speicherebenen hinweg verlagert werden. Diese Funktion arbeitet eng mit der bereits aus früheren Versionen bekannten Funktion „Hybrid Columnar Compression (HCC)“ zusammen, mit der wenig genutzte Daten komprimiert werden. Mit HCC, so Arndt Müller, lassen sich Datenbanken um den Faktor zehn bis hin zum Faktor 50 komprimieren und Abfragen um den Faktor zwei bis fünf beschleunigen.

Die ZS3-2- und ZS3-4-Appliances können nach Angaben von Oracle ab sofort bestellt werden und sollen ab dem 8. Oktober ausgeliefert werden. Der Einstiegspreis liegt beim Midrange-Modell bei etwa 35.000 US-Dollar. Preise in Euro stehen derzeit noch nicht fest.

Storagetek T10000D

Oracle hat ebenfalls das Enterprise-Bandlaufwerk T10000 aktualisiert. Die aktuelle Generation des für einen Rund-um-die –Uhr-Betrieb konzipierten Geräts trägt die Bezeichnung T10000D und stellt unkomprimiert 8,5 Terabyte auf einer T10000-T2-Cartridge zur Verfügung. Zum Vergleich: IBMs TS1140 bietet vier Terabyte und die aktuelle LTO-6-Generation 2,5 Terabyte. Auch beim Durchsatz – ebenfalls unkomprimiert – liegt das T10000D-Laufwerk mit 252 Megabyte pro Sekunde an der Spitze, wenn auch nur knapp im Vergleich zu IBMs Laufwerk (250 Megabyte pro Sekunde).

Zu den weiteren Stärken der T10000D-Laufwerke zählen Oracle zufolge die Rückwärtskompatibilität. Die aktuelle Generation kann dabei nicht nur die T10000-T2-Cartridges der Modelle T10000B und C, sondern auch T10000-T1-Cartridges der T10000A-Generation auslesen. Darüber hinaus hat die T10000-Technik einige Vorteile gegenüber LTO-6 an Bord, beispielsweise eine Medienüberprüfung im Laufwerk, bei der keine Netzwerk- oder Server-Ressourcen beansprucht werden oder eine fortschrittliche Fehlerkorrektur, mit der im Vergleich zur LTO-6 die Hundertfache Datenmenge geschrieben werden kann, ehe ein nicht zu korrigierender Bitfehler auftritt.

Die T10000D-Laufwerke sind nach Angaben von Oracle ab sofort verfügbar. Zu Preisen hat das Unternehmen keine Angaben gemacht.

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