Die Engineered Systems X5 von Oracle für Rechenzentren Oracle-Appliances versprechen weniger Kosten, Risiken und Verwaltung aber mehr Power als bisher

Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Rainer Graefen

Oracles CTO und Chairman Larry Ellison hat Oracles aktuelle X5-Komplettsysteme vorgestellt. Mit denen glaubt Oracle gegen die Konkurrenz von Red Hat, Microsoft und Cisco gerüstet zu sein.

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Oracle stellt neue X5-Appliance-Familie vor
Oracle stellt neue X5-Appliance-Familie vor
( www.oracle.com)

Oracle hat die Generation X5 der Engineered Systems für Datenbanken vorgestellt. Hierbei handelt es sich um Appliances mit aufeinander abgestimmter Hardware und Software.

Diese bietet Anwendern neben deutlich mehr Leistung laut Oracle vor allem beim Installieren und Verwalten erhebliches Einsparpotential. Neben dem Datenbank-System „Exadata“ in der nunmehr sechsten Generation, hat Oracle auch neue Systeme für Big Data, Recovery und Compute vorgestellt.

Laut Aussage von Larry Ellison sind die aktuelle Systeme die Zukunft des Rechenzentrums. Zudem seien Nutzer der Engineered Systems laut Oracle binnen kürzester Zeit in der Lage, die Systeme produktiv einzusetzen.

Anwender könnten beispielsweise in nur wenigen Stunden die „Oracle Virtual Compute Appliance X5 “ mit dem „Oracle FS1 Series Flash Storage System“ einsetzen, was Kosten, Risiken und Verwaltungsaufwand drastisch reduziere. Auch Anwendungen sollen sich somit deutlich schneller installieren lassen.

Die X5-Appliance-Famile

Die jüngste X5-Generation der Appliance-Familie setzt auf die Intel Haswell-Prozessorfamilie Xeon E5-2600 v3. Laut Aussage von Ellison komme die Verwendung von Intel-Xeon-Prozessoren einem Strategiewandel für Oracle gleich, sei aber nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Die Systeme unterstützen außerdem virtualisiertes Linux, Ethernet, Fabric Interconnect und DAS/NAS/SAN Storage und Cloud Management Software. Ferner unterstützen alle Systeme breitbandig angebundene NVMe Flash-Laufwerke.

Exadata X5-2

In diesem Zusammenhang aktualisiert Oracle auch seine Datenbank-Appliance Exadata X5-2. Hierbei handelt es sich um einen Server mit einer Höheneinheit und zwei Prozessor-Steckplätzen und integriertem Infiniband. Das System ist in erster Linie für Scale-out-Szenarien konzipiert und für virtualisierte Umgebungen mit hoher Packungsdichte gedacht.

Eine erhebliche Verbesserung der Datenbank-Performance will Oracle dabei durch Smart Flash Cache mit Hilfe von NVMe-Laufwerken erzielen. Software-seitig ist das System für das Betreiben von Oracle-Datenbanken in einer Cluster-Konfiguration optimiert, wozu Hardware, Datenbank-Server, Storage-Server und Netzwerk passend bereits konfiguriert sind.

LautExadata-Datenblatt passen in ein Rack maximal 19 Server mit bis zu 684 CPU-Kernen und 14,6 Terabyte Speicher.

Ferner unterstützt jedes Rack bis zu 230 Terabyte Flash-Storage. Darüber hinaus hat Oracle noch die Variante „X5-2L“ vorgestellt, ein System mit zwei Höheneinheiten für nicht-verteilte Datenbank-Installationen und Storage-Anwendungen im Enterprise-Segment. Die X5-2L-Systeme unterstützen bis zu 758 Gigabyte Speicher und bis zu 50,4 Terabyte Direct Attached Storage (DAS).

Oracles neue X5-Appliances
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( www.oracle.com)

NVMe-Design

Mit der verjüngten Appliance-Familie führt Oracle zudem das NVMe-Design (Non-Volatile Memory Express) ein, wozu bei der neuen X5-Generation PCIe Gen3 Small-Form-Factor NVMe-SSD-Laufwerke zum Einsatz kommen. Hiermit soll sich die Bandbreite älterer SAS1200-Schnittstellen laut Aussage von Oracle von 12 Gigabyte pro Sekunde auf bis zu 32 Gigabyte pro Sekunde steigern lassen.

Oracle hat sein NVMe-Design darüber hinaus für das Beschleunigen von Oracle-Datenbanken optimiert, wozu die Database-Smart-Flash-Cache-Technik des Herstellers zum Einsatz kommt. Diese sorgt dafür, dass Daten, auf die seltener zugegriffen wird, automatisch in langsamere Speichermedien geschrieben werden.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist