Umfrage der Experton Group unter DOAG-Mitgliedern

Oracle-Community sieht Optimierungsbedarf bei Engineered Systems

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

Vor allem eine einfache Implementierung und die höhere Performance gelten als Vorteile.
Vor allem eine einfache Implementierung und die höhere Performance gelten als Vorteile. (Grafik: Experton Group, DOAG)

Das Interesse an vorkonfigurierten und integrierten IT-Lösungen, Engineered Systems, ist einer Umfrage der Experton-Group zufolge bei Oracle-Anwendern „sehr stark“. Es gibt jedoch auch Vorbehalte und Wünsche.

Bezüglich Engineered Systems (integrierte Server/Storage/Network-Systeme) hat eine Studie Ergebnisse zu Tage gefördert, die „klare Signale an Oracle sind“, wie Andreas Zilch, Lead Advisor und Vorstand der Experton Group, sagt. Aber auch andere Hersteller seien aufgerufen, die Makel zu adressieren, die manche Nutzer oder Interessenten mit diesen Systemen verbinden.

Abhängigkeit befürchtet

In der Deutschen Oracle-Anwendergruppe (DOAG) gibt es vor allem Vorbehalte wegen Bedenken einer möglichen Abhängigkeit. Sowohl die enge Anbindung an einen Hersteller bei künftigen IT-Entscheidungen als auch bei Support und Monitoring sind mögliche Kehrseiten, die die rund 500 von der Experton Group befragten DOAG-Mitglieder und Oracle-Anwender mit den Appliances verbinden.

Auf einer Skala von 1 bis 5 für „Trifft zu“ bis „Trifft nicht zu“ bei der Frage, ob das Nachteile seien, erreichten die Abhängigkeiten von Hersteller, Support und Monitoring Werte um die 2 herum. Ebenfalls Skepsis gibt es bezüglich der Flexibilität (mangelnde Flexibilität, Wert: 2,3), während beim Thema Performance das Vertrauen groß ist (Wert 4).

Bei den Unternehmen, die Engineered Systems bereits einsetzen, fällt auf, dass kleinere Unternehmen in der Regel weniger damit zufrieden sind als größere mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

„Es gibt Verbesserungspotenziale“, fasst Zilch diese Ergebnisse zusammen. Allerdings seien die den Systemen zugeschriebenen Vorteile gegenüber den Nachteilen „übergewichtet“.

„Sehr hohes Interesse“

Der Vorstandsvorsitzende der DOAG, Dr. Dietmar Neugebauer, betont darüber hinaus, dass die Studie gezeigt habe, dass Oracles Engineered Systems sowohl im klassischen Projekt- als auch Cloud-Umfeld einsetzbar seien: „Außerdem wurde deutlich, dass die Oracle-Community sehr hohes Interesse daran hat.“

Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnet das Appliance-Konzept grundsätzlich als „interessant“ (56 Prozent). Von diesen prüfen derzeit 20 Prozent den Einsatz, 14 Prozent berücksichtigen solche Angebote schon bei ihren aktuellen Investitionsplanungen.

Welche Stärken haben die integrierten Systeme aus Sicht der DOAG-Mitglieder? Ebenfalls auf einer Skala von 1 bis 5 für „Trifft zu“ bis „Trifft nicht zu“ bei der Frage, ob das ein Vorteil ist, wurden die einfache Implementierung (rund 2,3) und die besseren Antwortzeiten der Systeme (ebenfalls rund 2,3) als größte Vorteile bezeichnet. Auch die Vereinfachung und bessere Auslastung der Infrastrukturen ebenso wie die mögliche Einsparung von Ressourcen sind weitere wesentliche Treiber.

„Für viele der befragten Anwender ist die Optimierung beziehungsweise Reduzierung der Kosten ein wichtiges Vorhaben, auf das die Appliances eine Antwort sein könnten,“ fasst Björn Bröhl, Leiter der DOAG Infrastruktur & Middleware Community, zusammen.

Eine Frage des Geldes

Ein Wunsch – trotz der aus Sicht der Studienautoren „soliden Chance für Oracle Engineered Systems in der Oracle-Community“ – bleibt: Diesen kennt Bröhl aus Gesprächen mit den Oracle-Appliances-Anwendern: „Ich kann in erster Linie über Erfahrungen von Nutzern berichten, die Exadata und Database Appliance einsetzen. Qualität und Zuverlässigkeit sind für sie keinerlei Problem.“ Im Vorfeld der Projekte seien jede Menge Überlegungen nötig, um sie strategisch sinnvoll umsetzen zu können. „Wenn die Systeme dann einmal eingeführt sind, sind die Anwender hochzufrieden“, so Bröhl. Aber: Inbesondere für Mittelständler seien derzeit die teilweise „hohen Lizenzkosten“, „ebenso wie die Folgekosten“ – wie Neugebauer ergänzt – eine Hürde.

Wie viele Oracle-Anwender und DOAG-Mitglieder die Oracle-Appliances tatsächlich schon nutzen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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