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Kostenloser Upgrade für Anwender möglich Oracle Fusion Applications: SaaS-fähig und rollenbasiert

Redakteur: Regina Böckle

Mit den Fusion Applications stellt Oracle eine komplette Suite für modulare Anwendungen bereit. Die Suite soll die bestehenden Applikationen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Für User, die auf die Fusion-Software upgraden möchten, stellt Oracle Migrations- und Konfigurations-Tools zur Verfügung.

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Oracles komplettes Software-Portfolio steht jetzt auf Basis von Fusion Middleware zur Verfügung.
Oracles komplettes Software-Portfolio steht jetzt auf Basis von Fusion Middleware zur Verfügung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Rund fünf Jahre Entwicklungszeit hat Oracle in die Fusion-Application-Plattform gesteckt. Nun steht das komplette Oracle-Software-Portfolio (Oracle E-Business Suite, Siebel CRM, PeopleSoft Enterprise, J.D. Edwards und die branchenspezifischen Geschäftsanwendungen) auch standardisiert auf der Fusion-Middleware zur Verfügung – und das SaaS-fähig. Das Portfolio umfasst insgesamt sieben Produktfamilien, die auf unterschiedliche Branchen und Regionen zugeschnitten sind, mit über 100 Modulen. Als komplette Suite positionieren sich die Oracle Fusion Applications neben existierenden Oracle-Anwendungen. Kunden haben die Wahl zwischen einem einzelnen Modul, der Produktfamilie oder der kompletten Suite.

Die Fusion Middleware unterstützt darüber hinaus auch Lösungen von Drittanbietern. „Mit Exalogic und der Fusion Application Suite deckt Oracle alle Komponenten für künftige Cloud-Konzepte so ab wie kein anderer“, kommentiert Jürgen Kunz, Senior Vice President Tech Sales Nordeuropa bei Oracle, das Angebot. Die Fusion-Applikationen werden im ersten Quartal 2011 zur Verfügung stehen.

Rollen-basierte Architektur

Den wesentlichen Vorteil der Fusion Suite bringt Christian von Stengel, Senior Director Application Sales, auf den Punkt: „Bislang folgen die meisten Applikationen einem transaktionsorientierten Ansatz. Das ist problematisch, denn der User arbeitet heutzutage eher prozessorientiert – das heißt, jede Applikation muss imstande sein, sich mit anderen Anwendungen abzugleichen.“ Exakt das verspricht die Fusion-Suite beziehungsweise die Fusion-Middleware. Ihr Design ist nicht mehr Einzel-User-bezogen, sondern arbeitet Social-Network-orientiert. Alle Fusion-Applikationen lassen sich obendrein sowohl On-Premise- als auch SaaS-basiert nutzen. Der Anwender behält also die Wahlfreiheit, wo seine Software-Prozesse laufen.

Kein Migrations-Zwang

Parallel zu den Fusion Applications will Oracle auch alle nicht auf Fusion migrierten Software-Lösungen, beispielsweise J.D.Edwards, Peoplesoft und Siebel, weiter unterstützen. „Wir haben unseren Kunden schon immer einen Lifetime-Support angeboten und an diesem Grundsatz halten wir fest. Keine Lösung wird jemals aus der Wartung genommen“, betonte Christian von Stengel, Senior Director Application Sales bei Oracle. „Die Fusion Applications sind eine zusätzliche Produktlinie. Sie sollen die bestehenden Linien nicht verdrängen oder ersetzen, sondern ergänzen.“

Oracle will offensichtlich Partner und deren Endkunden nicht zwingen, auf die Fusion-Plattform zu wechseln, sondern sie mit der Möglichkeit zur „sanften Migration“ zum Wechsel verlocken. Bestandskunden, die zum Beispiel J.D.Edwards, Peoplesoft oder Siebel einsetzen, können kostenlos auf die jeweilige Fusion-Version migrieren, sofern sie einen Service-Vertrag abgeschlossen haben. Der Wechsel ist in den Wartungsgebühren enthalten. „Wir stellen dazu Migrations- und Konfigurations-Tools zur Verfügung, um den Umstieg zu automatisieren. Der Umstieg auf Fusion wird für Anwender deshalb eher einem Upgrade gleichen als einer Neu-Implementierung“, erklärt von Stengel.

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