Sysinternal – kostenlose Tools für den Administrator, Teil 7

PageDefrag defragmentiert Systemdateien wie pagefile.sys, Registry & Co.

28.01.2008 | Autor / Redakteur: Markus Widl / Andreas Donner

Das kostenlose PageDefrag defragmentiert Systemdateien wie Auslagerungsdatei und Registry
Das kostenlose PageDefrag defragmentiert Systemdateien wie Auslagerungsdatei und Registry

Dass eine hohe Fragmentierung der Dateien auf der Festplatte zu einem Einbruch der Systemperformance führt ist eine Binsenweißheit. Dies gilt ganz besonders für die Auslagerungsdatei und die Systemregistrierung. Doch genau diese Dateien werden von zahlreichen Defragmentierungstools nicht bearbeitet. Ein kostenloses Sysinternal-Tool schafft Abhilfe.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass die Fragmentierung der Dateien immer weiter ansteigt, je länger mit dem Computer gearbeitet wird. Davon sind selbst moderne Dateisysteme wie NTFS nicht ausgenommen, auch wenn hier die Problematik nicht mehr so groß ist, wie in vergangenen FAT-Zeiten. Die Folge ist ein immer träger reagierendes Betriebssystem, da sich beim Bearbeiten stark fragmentierter Dateien die vergleichsweise langsame Zugriffszeit der Festplatten besonders nachteilig auswirkt.

Um diesem Verhalten entgegenzuwirken, werden Defragmentierungsprogramme eingesetzt, die auf der Festplatte wieder Ordnung herstellen sollen. Allerdings bietet so manches dieser Tools keine Möglichkeit, Dateien zu defragmentieren, die auf Grund der laufenden Benutzung durch das Betriebssystem oder Anwendungen gesperrt sind.

Gerade bei der Auslagerungsdatei und den Dateien der Systemregistrierung ist dies jedoch fatal, da das Betriebssystem diese Dateien ständig benutzt. Insbesondere die Auslagerungsdatei kann auch noch sehr groß und die Fragmentierung entsprechend hoch werden.

PageDefrag sorgt für Ordnung

An dieser Stelle sorgt das Sysinternal-Tool PageDefrag für Abhilfe. Es wird von Microsoft kostenlos verteilt und ist unter der unten angegebenen Adresse herunterladbar. Der Einsatz ist mit den Windows-Versionen NT, 2000, XP und 2003 möglich.

PageDefrag ist schlicht aufgebaut und defragmentiert neben der Auslagerungsdatei und den Dateien der Systemregistrierung auch noch die Eventlogs und die eventuell vorhandene Datei für den Ruhezustand. Andere Dateien werden nicht berücksichtigt.

Nach dem Programmstart erscheint eine Übersicht des Fragmentierungszustands. Der Anwender kann dann folgende Entscheidungen treffen (siehe Abbildung 1):

  • Einmalige Defragmentierung beim nächsten Booten
  • Defragmentierung bei jedem Booten. Hier kann der Anwender auch eine Zeitspanne festlegen, die ihm bleibt, um die Defragmentierung zu überspringen.
  • Keine weitere Defragmentierung

Da auch PageDefrag gesperrte Dateien nicht bearbeiten kann, ist ein Neustart notwendig. Die eigentliche Defragmentierung wird dann während des Bootvorgangs durchgeführt. Damit dabei keine Dateien versehentlich beschädigt werden, wird vorher noch ein CHKDSK ausgeführt. Abbildung 2 zeigt die Statusmeldungen von PageDefrag während des Bootens.

Zusätzliche Steuerung über die Kommandozeile

Das Verhalten von PageDefrag kann auch über die Kommandozeile bestimmt werden, etwa in Skripten oder Batchdateien. Dazu werden folgende Parameter verwendet, die sich mit den bereits angesprochenen Funktionen der Benutzeroberfläche decken:

  • -o: Einmalige Defragmentierung beim Booten
  • -e: Defragmentierung bei jedem Booten
  • -t: Timeout zum Überspringen der Defragmentierung
  • -n: Keine weitere Defragmentierung

PageDefrag stellt somit eine gute Ergänzung zu bereits vorhandenen Defragmentierungsprogrammen dar, die die hier besprochenen Funktionalitäten nicht selbst mitbringt.

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