IBM schöpft das Innovationspotenzial bei seinen Produkten aus

Parallelität, Big Data Performance und ein Filesystem für die Tape-Archive

18.08.2011 | Autor / Redakteur: Rudi Kulzer / Rainer Graefen

IBM entwickelt sich.
IBM entwickelt sich.

Im Rahmen seiner „Smart Computing“ genannten Strategie hat IBM neben einem kleineren Mainframe-Server (z114) mit IBM XIV Storage 3Gen sowie Verbesserungen bei den Tapes eine Reihe wichtiger Neuerungen für die Speicherung großer Datenmengen vorgestellt.

Können Computerspeicher mit der raschen Zunahme der Datenbestände der Unternehmen Schritt halten? Diese im Fachjargon mit „Big Data“ apostrophierte Frage beschäftigt alle Verantwortlichen der IT-Branche.

Moderne Datenspeicher müssen in der Lage sein, die enormen, und weiter wachsenden Datenmengen, effizient zu verarbeiten, zu analysieren und zu speichern, führen doch ineffiziente Speicherlösungen zu erheblichen Problemen bei der Anwendungsleistung. Das wiederum resultiert in zu geringerer Produktivität, sinkender Kundenzufriedenheit und Umsatzverlusten.

Die IBM-Antwort auf Big Data: 14

Auf das exorbitante Datenwachstum versucht IBM schon seit 2008 mit seinem aus einer Übernahme stammenden XIV Storage System eine überzeugende Antwort zu geben.

Das Highend-Plattenspeichersystem mit einer virtualisierten Grid-Architektur ist darauf ausgelegt, Höchstleistung, Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Funktionalität mit einfacher Handhabung und geringen Gesamtkosten zu verbinden.

XIV stammt von dem israelischen IT-Pionier Moshe Yanai, der sich mit der Erfindung des System mit seiner speziellen Grid-Architektur einen Namen gemacht. Er beschäftigte sich schon seit den 70er Jahren mit IBM-kompatiblen Mainframe-Speichern.

Modulares Grid

1987 kam er zu EMC und leitete bis kurz vor dem Verlassen des Unternehmens im Jahr 2001 die Entwicklung des in der Branche bekannten Speichersystem Symmetrix.

Später gründete er das israelische Storage Startup-Unternehmen XIV.

Die römische Ziffer steht eigentlich für 14, nach der Kompanie in der Yanai in der israelischen Armee diente, ausgesprochen wird es jedoch „eXeIVee“. Der Startup wurde im Januar von der IBM 2008 übernommen.

Davon stammt das IBM XIV Storage System. 2010 verließ Yanai Big Blue, dem Vernehmen nach in Auseinandersetzung über die künftigen Möglichkeiten der XIV Produkte. Technisch basierte Yanais Plattenspeicher-System XIV auf einer hoch skalierbaren, leistungsstarken Grid-Idee (Grid = Raster) und damit auf neuen Wegen.

Lastzuteilung

Es arbeitet mit einem parallelen Konzept für Controller, Switches und Laufwerke. Ähnlich wie beim Grid Computing werden die Daten stets über alle verfügbaren Controller, Verbindungen und Laufwerke gleichmäßig verteilt, Hotspots durch diese Architektur vermieden und alle Controller, Verbindungen, Platten gleichmäßig ausgelastet.

Auch bei Konfigurationsänderungen, Erweiterungen und Ausfall einzelner Komponenten wird selbständig, ohne Eingriffe eines Administrators, nach dem Grid-Prinzip der optimale (gleichmäßig verteilte) Zustand wiederhergestellt.

Die Sicherungsfunktionen Thin Provisioning, Snapshots & Metro Mirror sind nach Angaben von IBM bereits in der Standardausstattung des Lieferumfangs enthalten. Thin-Provisioning kann einzelnen Rechnern und vor allem virtuellen Maschinen mehr Speicherplatz zuordnen als tatsächlich zur Verfügung steht.

Experten rechnen mit durchschnittlich 20 bis 50 Prozent Einsparungspotenzial. Sicherheits-Snapshots seien in quasi beliebiger Anzahl und ohne Verzögerung möglich. Eine Metro Mirror Funktion, mit der man Daten zwischen zwei Standorten spiegeln kann, ist nach Angaben von IBM selbstverständlich.

weiter mit:Disksystem- und Tape-Update

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