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Revival des Direct Attached Storage PCIe-Speicher macht mit niedrigen Latenzzeiten Anwendungen schneller

| Autor / Redakteur: Tony Afshary / Rainer Graefen

Silostrukturen in der IT? Das behindert die Virtualisierung, Hochverfügbarkeit ist nur mit extremen Aufwand herzustellen und die Wartungskosten sind kaum bezahlbar, so hieß es bis vor kurzem. Jetzt werden die Uhren zurückgestellt. Immer mehr Oracle Datenbankserver bekommen eine interne Speicherkarte.

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Der Turbofaktor und die niedrigen Kosten für RAID-Cache führen zum Umdenken bei der IT-Architektur.
Der Turbofaktor und die niedrigen Kosten für RAID-Cache führen zum Umdenken bei der IT-Architektur.
(Grafik: LSI)

In den vergangenen Jahren sind Storage Area Networks (SAN) und Network-Attached Storage (NAS) aufgrund ihrer Skalierbarkeit, Einsatzmöglichkeiten und Datenverwaltungsfunktionen immer beliebter geworden.

Es gibt jedoch zahlreiche Fälle, in denen sich die Verwendung eines SAN oder NAS für die Erbringung hoher Leistung als zu teuer erweist, und Direct Attached Storage (DAS) gegebenenfalls die kostengünstigere Lösung darstellt.

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Neue Technologien treiben diese Entwicklung voran und zahlreiche Beispiel zeugen von einem wahren Revival des DAS-Speichers. Vor allem Oracle-Datenbanken verstehen sich gut mit der bis vor kurzem noch als antiquiert geltenden Technik.

Trotz der Popularität von SAN und NAS wurde die DAS-Technologie im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Vorreiter waren und sind hier vor allem Mega-Rechenzentren, die fast ausschließlich DAS-Architekturen nutzen.

Auch Datenbankadministratoren (DBAs) kleinerer Rechenzentren können schon jetzt extrem umfangreiche DAS-Konfigurationen mit hunderten von Laufwerken durch die Hinzufügung von SAS-Expandern und -Switches (SAS) erstellen.

Auch die Verwaltung von DAS hat sich erheblich vereinfacht, vor allem durch die Einführung von Verwaltungs-Tools, die grafische Benutzer- und Befehlszeilenoberflächen verwenden. Zwar stimmt es, dass DAS mit Blick auf die Art der Ressourcennutzung schlechter abschneidet als Netzwerkspeicher und in ungenutzten Spindeln resultieren kann.

DAS bietet Kostenvorteile

DAS kann jedoch Vorteile für Anwendungen bieten, die teure Lizenzen pro Server benötigen. Außerdem können DBAs in DAS-Speichern freie Spindeln bereitstellen, um Objekte in Datenbanken für eine bessere Leistung zu isolieren und diese über weitere Spindeln zu verteilen. Dies bedeutet eine Reduzierung der Latenzzeit und eine Erhöhung der I/O-Operationen pro Sekunde (IOPS).

Generell sind DAS günstiger in der Anschaffung, da Host-Bus-Adapter (HBAs), Switches und sonstige Infrastruktur, die für SAN-/NAS-Umgebungen notwendig sind nicht benötigt werden. Ein DAS kann aber auch generell dabei helfen, Betriebskosten zu senken.

Bei der Verwaltung der weitaus komplexeren SAN- oder NAS-Architekturen werden diese durch die Notwendigkeit eines Speicheradministrators in die Höhe getrieben, und können mitunter weit über die Investitionsausgaben hinausgehen. Ein einfach zu verwaltendes DAS benötigt hingegen normalerweise keinen Speicheradministrator.

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