Revival des Direct Attached Storage

PCIe-Speicher macht mit niedrigen Latenzzeiten Anwendungen schneller

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Das gestiegene Interesse vieler Unternehmen an DAS hat zahlreiche Hersteller dazu veranlasst, neue DAS-Lösungen einzuführen oder bestehende Produkte zu erweitern, sodass diese DAS unterstützen. Ein Ansatz ist beispielsweise die Kombination von DAS mit Solid-State-Speichertechnik, RAID-Datenschutz und intelligenter Cache-Technologie.

Damit kann man ein DAS enorm beschleunigen, indem „Hot Data“ (die Daten, auf die am häufigsten zugegriffen wird) kontinuierlich in dem Flash-Cache auf der Hauptplatine platziert werden. Die neue Architektur, DAS-Speicher für mehrere Server zu teilen, brachte außerdem die Möglichkeit auch im DAS-Umfeld Hochverfügbarkeit zu erreichen.

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DAS ist bevorzugte Option für Oracle-Datenbanken

In Anbetracht geringerer Kosten und niedriger Latenzzeiten ist es keine Überraschung, dass sich DAS zu einer bevorzugten Option für Oracle-Datenbanken entwickelt. DAS ermöglicht nicht nur eine optimale Nutzung von Software-Lizenzen, sondern ist auch einfacher zu verwalten, insbesondere anhand des Automatic Storage Management (ASM) von Oracle, das vor allem dabei hilft die laufenden Betriebskosten gering zu halten.

Die Aufgaben vieler Administratoren von Oracle-Datenbanken verändern sich seit einiger Zeit rapide, wodurch sich DAS zu einer attraktiven Alternative entwickelt. Zum Beispiel erfordert der Versuch, die Leistung des Systems durch die Minimierung der Latenzzeiten zu verbessern, eine ganze Reihe von Schritten. Vor allem die Verschiebung von Hot Data auf Offline-Datenträger oder eine schnellere Leistungsstufe, etwa schnellere HDDs oder SSDs, war bisher eine wahre Sysiphusaufgabe für Administratoren auf der Suche nach mehr Performance.

Beständiges manuelles Tuning kostet viel Zeit

Diese aufwändige, und vor allem andauernde, Feinabstimmung war notwendig um festzustellen, welche Daten denn „hot“ sind und welche nicht. Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, ist der Einsatz serverseitiger Flash-Speicherlösungen, die direkt an den PCIe-Bus angeschlossen werden und intelligentes Caching mit DAS-Unterstützung in RAID-Konfigurationen integrieren.

Eine solche intelligente Caching-Software verschiebt Daten automatisch und transparent von HDDs auf schnelle Flash-Speicher und belässt weniger häufig genutzte Daten auf den HDDs. Die Ergänzung von DAS mit intelligenten serverseitigen Flash-Cache-Beschleunigerkarten trägt zur Minimierung der I/O-Latenzzeit und Maximierung der IOPS bei.

Zudem unterstützt sie Unternehmen bei der Implementierung einer kostengünstigeren Kombination von Hochleistungs-Flash-Speicher und Festplattenspeicher mit hoher Kapazität, um die Kosten pro IOPS und pro Gigabyte Speicherplatz zu optimieren.

Shared DAS

Es gibt eine Reihe von Gründen für dieses DAS-Revival. Ganz oben auf der Liste steht die Performance. Dank einer niedrigeren Latenzzeit bietet DAS mehr Leistung als viele Netzwerkspeicher-Formen. Außerdem kann DAS oft weitaus einfacher implementiert und verwaltet werden als SAN und NAS, was Kosten bei Verwaltung und Anschaffung gering hält.

Auch die gemeinsame Nutzung von DAS durch mehrere Server ist neuerdings möglich und bietet damit ganz neue Möglichkeiten, zum Beispiel die Implementierung von Hochverfügbarkeit auch im DAS-Umfeld. Unternehmen müssen also ganz genau hinsehen, ob sie denn überhaupt ein teures SAN benötigen.

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