Zentrale Kontrolle verschiedener Dienste schwierig

Personal-Cloud-Services machen IT-Verantwortlichen Sorgen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Personal-Cloud-Dienste sorgen für Kopfzerbrechen bei IT-Verantwortlichen.
Personal-Cloud-Dienste sorgen für Kopfzerbrechen bei IT-Verantwortlichen. (Centracon)

Unkomplizierte Cloud-Services wie Dropbox erfüllen meist nicht professionelle Sicherheitsanforderungen, sind aber auch in Unternehmen weitverbreitet. Das ist IT-Verantwortlichen ein Dorn im Auge.

Der freie Einzug von Cloud-Archiven in Unternehmen bereitet immer mehr IT-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Dennoch wollen sie die Hoheit über diesen Bereich zurückgewinnen und künftig verstärkt eigene Cloud-basierte Lösungen anbieten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Beratungshauses Centracon.

Unkontrollierte Verbreitung

Jeder fünfte Befragte glaubt demnach, dass Cloud-Dienste quer durch das ganze Unternehmen verbreitet sind. Weitere 28 Prozent gehen zumindest von einem Einsatz in bestimmten Geschäftsbereichen aus. Nur jeder siebte Umfrageteilnehmer geht davon aus, dass keine Personal-Cloud-Services in der Firma genutzt werden. Die Hälfte der IT-Verantwortlichen sieht in der Nutzung solcher Dienste ein hohes oder geschäftskritisches Risiko. Als Gegenmaßnahme planen rund 50 Prozent der Firmen den Einsatz eigener Cloud-Plattformen innerhalb der kommenden zwei Jahre. Für diese Maßnahme spielt vor allem der Wunsch nach höherer Datensicherheit eine entscheidende Rolle.

„Die Unternehmen haben die Gefahr erkannt, dass über die Cloud-Archive kaum kontrollierbare Sicherheitsrisiken in die Organisation getragen werden und sie dem nicht tatenlos zuschauen können“, erläutert Robert Gerhards, Vorstand der Centracon AG. Der Wunsch nach Sicherheit sollte bei der Einführung eigener Dienste aber nicht das alleinige Kriterium sein: „Cloud-Archive bieten ganz neue Möglichkeiten der kollaborativen Unterstützung, deshalb darf sich eine Nutzenbetrachtung nicht allein auf die Informationssicherheit beschränken“, betont Gerhards.

Die Studienergebnisse im Überblick:

Wie schätzen Sie den derzeitigen Nutzungsgrad von Personal Cloud Services wie Dropbox etc. in Ihrem Unternehmen ein?

• Nutzung überall im Unternehmen 21%

• Nutzung in einzelnen Geschäftsbereichen 28%

• geringe/keine Verbreitung 13%

• nicht bekannt 38%

(n = 203 Unternehmen; Quelle: Centracon AG)

Welches Sicherheitsrisiko entsteht durch die Nutzung dieser Services?

• geschäftskritisches Risiko 17%

• hohes Risiko 35%

• mittleres Risiko 20%

• geringes Risiko 16%

• kein Risiko 12%

Planen Sie, Ihren Mitarbeitern ein Online File Sharing und Collaboration zur geschäftlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen?

• auf jeden Fall 24%

• wahrscheinlich 33%

• nein 14%

• keine Einschätzung 29%

Innerhalb welchen Zeitraums planen Sie einen solchen Service?

• Projektierung bereits gestartet 11%

• in den nächsten 12 Monaten 18%

• in 1 bis 2 Jahren 24%

• später 21%

• gar nicht 26%

Welche Motive begründen solche Personal Cloud Services?

• Kundenbindung durch innovativen Service 46%

• Differenzierung im Markt 32%

• höhere Datensicherheit 68%

• Steigerung des Wertbeitrags der IT 9%

• Anforderung durch die Fachbereiche 53%

• andere Motive 22%

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