Suchen

Workload-Notfallsicherung und Disaster-Simulation durch den Einsatz von Virtualisierung Platespins „Forge“ ist eine neue Disaster-Recovery-Appliance für bis zu 25 Server

| Redakteur: Ulrich Roderer

Die Appliance Forge basiert auf Hardware von Dell PowerEdge-Servern. Durch den Einsatz der Virtualisierungstechnologie von VMwares Infrastructure benötigt Forge keine kostspielige komplette Redundanz von Hardware- und Software der zu sichernden Systeme. Die Appliance konsolidiert bis zu 25 Server und enthält alles Notwendige an Hardware, Speicherressourcen, Applikationen und Virtualisierungstechnologie, um im Notfall Systeme wiederherzustellen.

Firma zum Thema

Virtualisierung ermöglicht flexible Sicherung von Servern
Virtualisierung ermöglicht flexible Sicherung von Servern
( Archiv: Vogel Business Media )

Platespin hat sich darauf spezialisiert, Managementlösungen für virtualisierte Umgebungen zu entwickeln, aber auch die Virtualisierung zu nutzen, um heterogene Umgebungen effizienter zu verwalten. Die ersten Appliance von Platespin, Forge, nutzt Virtualisierung für eine kostengünstige Disaster-Recovery-Lösung. Bei einem Systemversagen muss ein Administrator nur den entsprechenden virtuellen Ersatzserver in Forge starten. Es genügt ein Mausklick, um bei Ausfallalarm via Email, Blackberry oder in einer Web-gestützten Anwendung den virtuellen Server zu starten. Neben der jetzt vorgestellten Version plant Platespin nach seinen CEO Stephen Pollack auch „größere und kleinere Varianten auf den Markt zu bringen, technisch ist das kein Problem.“

Die integrierte Platespin-Technologie ist in der Lage, Workloads zwischen heterogenen Plattformen zu portieren (Workload Portability), so dass die Notwendigkeit identischer Ausfallssysteme entfällt. Mit dem Workload-Failback kann ein virtuelles Sicherungssystem schnell auf jedem physischen oder virtuellen Host – gleich welchen Herstellers, Fabrikats oder Modells – ausgeführt werden.

Eine Web-basierte Konsole bietet Zugriff auf den Status des Sicherungssystems. Vorkonfigurierte Analysen ermöglichen es Anwendern, schnell auf diejenigen Metriken zugreifen, die für den Status ihrer Systemwiederherstellungs- und Sicherungskonzepte relevant sind. Hierzu gehört der Soll- und Ist-Status der Wiederherstellungsvorgaben, der Abstand der Replikationsintervalle und Sicherungsprotokolle für Prüfungszwecke. Alle Berichte können in Microsoft Excel exportiert und zu weiteren Analysen verwendet werden. Rohdatenprotokolle lassen sich mittels einer einfachen Open Database Connectivity (ODBC)-Verbindung durchsuchen.

Replikation des gesamten Servers

Platespin Forge sichert sowohl Systeme als auch Daten innerhalb einer Recovery-Einheit. So entfallen die Schwierigkeiten getrennter System- und Daten-Wiederherstellung. Um unterschiedliche Recovery Point Objectives (RPO) festzusetzen, kann eine abgestufte Workload-Replikation auf Datei- oder Blockebene nach Zeitplan eingestellt werden. Server lassen sich für ein Wide Area Netzwerk lokal oder über Fernzugriff geschützen, sodass eine Wiederherstellung im Fall eines sogenannten „Big D“ Desasters auch an entfernten Standorten möglich ist. „Fast alle Anwendungen lassen sich virtuell sichern, auch Datenbanken. Sie laufen etwas langsamer, aber Administratoren gewinnen damit Zeit, das alte System wiederherzustellen“, sagt Pollack.

Simulation von Disaster

Ein Vorteil der Platespin Appliance ist die Simulation von Disastern. Für den Testfall einer Wiederherstellung im Rechenzentrum genügt ein einfacher Klick, mit dem Anwender die Workload-Replikation schnell auf einwandfreies Funktionieren testen können. Mit einem Mausklick kann der Anwender eine virtuelle Momentaufnahme der Recovery-Arbeitlast erstellen, sie innerhalb eines abgeschirmten internen Netzwerks aktivieren und die Recovery-Vorgaben schnell validieren. Da die Test-Momentaufnahme vom produktiven Netzwerk abgeschottet ist, kann der Anwender damit arbeiten, ohne dass er eine Störung der Produktivumgebung befürchten muss. Da für die Tests eine unabhängige Momentaufnahme benutzt wird, die mit Abschluss des Tests gelöscht werden kann, ist – im Unterschied zu den meisten anderen Replikationslösungen – eine vollständige Replikation nicht erforderlich.

Im Fall eines Alarms in der Produktivumgebung können die Verantwortlichen die Ersatz-Server in einem abgeschotteten Netzwerk starten, während die Bestätigung für einen Ausfall abgewartet wird. Je nach Ergebnis können die zuständigen Anwender dann die Server auf regulären Betrieb schalten und die Abschottung umgehend aufheben, um die Ersatz-Server im Produktivsystem verfügbar zu machen, oder die Recovery-Arbeitslast einfach ausschalten, wenn sich der Ausfall als falscher Alarm erweist.

In Nordamerika wird Platespin Forge ab 15. Januar 2008 erhältlich sein. Der Preis von 50.000 Dollar beinhaltet die Kosten für Hardware, Speicherressourcen und Applikationen. In EMEA, APAC und allen anderen Regionen wird Platespin Forge ab dem zweiten April 2008 auf den Markt kommen. Kunden außerhalb von Nordamerika können am Platespin Early Access Program teilnehmen.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2009531)