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Rückkehr zu altem Preisniveau ausgeschlossen Preise für Festplatten bleiben hoch

Redakteur: Martin Fryba

Auch sieben Monate nach der Flutkatastrophe in Thailand verharren die Preise für Festplatten auf Rekordniveau. Die Kosten des Wiederaufbaus der zerstörten Fabriken geben die Speicher-Hersteller weiter.

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Laut dem ITK-Branchenverband BITKOM blieben die Preise für Festplatten im ersten Quartal 2012 nahezu unverändert auf hohem Niveau. Mit einer Entspannung ist frühestens im September zu rechnen, wenn die dortigen Hersteller nach und nach wieder ihre alten Produktionskapazitäten erreicht haben werden. Hoffnungen auf eine Rückkehr zum Preisniveau vor der Flutkatastrophe in Thailand gibt es allerdings nicht: Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die Hersteller ihre Kosten für den Wiederaufbau zerstörter Fabriken, rund eine Milliarde US-Dollar, an die Komponentenhändler und PC-Hersteller weitergeben. Diese wiederum können die gestiegenen Einkaufspreise nicht auf Computerkäufer abwälzen. Das würde sich in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt rächen und zu Verlusten von Marktanteilen führen. Der Druck auf die ohnehin geringen Margen der PC-Fertiger wird sich noch erhöhen.

Außerdem steigt der Aufwand, die Preisentwicklung tagesaktuell zu verfolgen. Das kann sich durchaus lohnen, denn die Preise für einzelne Komponenten sind äußerst volatil. Nach der Flutkatastrophe in Thailand waren im vierten Quartal vergangenen Jahres die weltweiten Auslieferungen von Festplatten im Vergleich zum Vorquartal um fast ein Drittel eingebrochen. Daraufhin kletterten die Preise für Speicherlaufwerke im Durchschnitt um 40 Prozent. Für 3,5-Zoll-Festplatten mussten Händler sogar das Doppelte bezahlen. Aus Thailand kommt rund ein Viertel der weltweiten Festplattenproduktion.

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