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Produktionsausfälle bei NAND-Chips, Flash-Speichern und LCD-Panels Preissteigerungen und Engpässe bei elektronischen Bauteilen erwartet

Redakteur: Sylvia Lösel

Dutzende japanischer Firmen haben ihre Produktion eingestellt. Wer nicht direkt von Erdbeben, Tsunami und Atom-Katastrophe betroffen ist, der versucht durch die Schließung der Fabriken Strom einzusparen. Dies hat Auswirkungen auf Preise und Verfügbarkeiten.

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Japan wird von der schwersten Krise seit dem 2. Weltkrieg heimgesucht.
Japan wird von der schwersten Krise seit dem 2. Weltkrieg heimgesucht.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Marktforscher von iSuppli sehen eine drastische Verknappung bei bestimmten elektronischen Bauteilen auf den Markt zukommen. Dies gehe einher mit steigenden Preisen. Vor allem betroffen sind Komponenten wie NAND-Flashspeicher, DRAM-Module sowie LCD-Panels und -Bauteile. Nachdem die Preise für NAND-Chips am Montag bereits um 20 Prozent gestiegen waren, ging die Preisspirale heute nochmals nach oben. Gleiches gilt für die DRAM-Module, die am Montag sieben Prozent mehr kosteten.

In Japan befindet sich rund ein Fünftel der weltweiten Halbleiter-Produktion, inklusive rund 40 Prozent Marktanteil bei den Flash-Speichern. Diese kommen vor allem in Geräten wie Smartphones und Tablets wie dem neuen iPad 2 zum Einsatz.

Einige Fabriken von Toshiba, Texas Instruments, Canon und Sony sind geschlossen. Wann der Betrieb dort wieder aufgenommen werden kann, ist weiterhin unklar.

SAP und Infineon ziehen Mitarbeiter ab

Inzwischen haben mehrere IT-Firmen, die in Tokyo Mitarbeiter beschäftigen, Konsequenzen gezogen. Sowohl Infineon als auch SAP haben ihren Mitarbeitern angeboten, in den Süden des Landes zu fliehen. SAP hat dort ein Hotel angemietet und bietet seinen 1.100 Mitarbeitern an mit ihren Familien dorthin zu reisen. Infineon bietet seinen rund 100 Mitarbeitern in Tokio an, in den Niederlassungen im Süden des Landes zu arbeiten.

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