Midrange Arrays

Primärspeicher für den Mittelstand

15.11.2006 | Redakteur: Claudia Wissing

Ein Midrange Array: Hitachi Thunder 9520V
Ein Midrange Array: Hitachi Thunder 9520V

2. Bluearc Titan Silicon Server

Der mit einer leicht erweiterbaren Blade-Architektur ausgestattete Titan Silicon Server baut auf ein leistungsstarkes NAS-System.

Wenn Hersteller von modularen Storage-Systeme sprechen, meinen sie gerne nur die Kapazitätserweiterung durch zusätzliche Laufwerke. Dabei wird das Storage-System von einem Controller verwaltet und es werden immer wieder neue Festplatten eingefügt – bis Gehäuse und Elektronik an ihre Leistungsgrenzen stoßen.

Wenn das der Fall ist, wird ein weiteres Array gekauft und in das System eingebaut. „Wahre Modularität heißt für mich, dass das geplante Storage-System in der Lage sein muss – wenn ich es sehr bildlich ausgedrücke –, so weiterentwickelt und ausgebaut werden zu können, als würde ich ein Haus bauen und dabei mit einer kleinen Wohnung im Erdgeschoß beginnen und dort einzuziehen. Dieser kleine Beginn hindert mich bei einem modularen System später jedoch nicht, bei Bedarf und Nachfrage dieses bis hin zu einer Penthouse Wohnung auszubauen. Das ist Modularität“, sagt Arun Taneja, Grüder von Taneja Group in Hokinton, Massachusetts. „

Beim Storage-System der in San Jose, Kalifornien, beheimateten Bluearc Corp. ist nicht nur die Kapazität erweiterbar, sondern der Besitzer kann auch die Konnektivität und der Datendurchfluss schrittweise verbessern. Ihr Hochleistungs-NAS-Array „ Titan-Siliconserver“ verfügt über eine Basisgeschwindigkeit von bis zu 5 Gigabit pro Sekunde beim übertragen und speichern. Die Basisigeschwindigkeit lässt sich aber jederzeit bis auf 20 Gigabyte/s beschleunigen. Für dieses Speichergeschwindigkeitsangebot verwendet der Titan ein Single-File-System mit 256 Terabyte Speicherplatz, verteilt auf vier verschiedenen Tiers (Laufwerksebenen). In jeder der Ebenen sind unterschiedliche Festplattenlaufwerke untergebracht. Auf zwei Ebenen arbeiten Fibre-Channel (FC)-Laufwerke, die einen mit 15.000 und die anderen mit 10.000 Umdrehungen pro Minute; die übrigen Ebenen bieten Speicherplatz auf SATA-Laufwerken mit 7.200 und 5.400 Umdrehungen pro Minute.

Durch die Verwendung der innovativen Blade-Architektur ist der Titan für die Zukunft gut gerüstet. Beispielsweise verbindet Bluearc den Titan momentan über Gigabit-Ethernet-(GbE-)Blades mit dem Host, doch wenn eine 10 GbE Verbindung der neue Standard werden sollte, kann man die GbE-Blades einfach durch die 10-Gigabit-Modelle ersetzen. „Wir sind nur ‚ein Blade’ davon entfernt,“ sagt Mike Gustafson, Präsident von Bluearc.

Eine Bluearc-Innovation, die vor dem Titan kam, war die Implementierung ihres Dateisystems „in Silikon“, also auf einem Field-Programmable-Gate-Array (FPGA)-Chip. Vor dem Titan ermöglichten diese auf Datensysteme im FPGA eine höhere Leistung zu erreichen als alle anderen NAS-Arrays auf dem Markt. Jetzt wurden eben diese FPGAs an zwei unterschiedliche Blades angeschlossen.

Vereinfacht gesagt, sind die Bluearc-Systeme für Benutzer gedacht, die einen leistungsstarken Datenzugriff benötigen, wie der Bereich Umweltwissenschaft und -forschung oder Internet-Provider.

weiter mit: Dot Hill, EMC und Equallogic

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