Midrange Arrays

Primärspeicher für den Mittelstand

15.11.2006 | Redakteur: Claudia Wissing

Ein Midrange Array: Hitachi Thunder 9520V
Ein Midrange Array: Hitachi Thunder 9520V

12. Sun StorageTek FlexLine FLA200

Storagetek erweiterte von etwa einem Jahr ihre Flexline Produkte und verbindet sie noch enger mit ihren Bandspeicher-Produkten und dem Mainframe-Storage. Nach der Übernahme von StorageTek wird das Gerät nun von Sun vertrieben.

Um die Storage Technology (Storagetek) Flexline-Baureihe vollständig einschätzen zu können, müssten sie durch die Stammbäume verschiedener Firmen und Technologien gehen. Beide momentan erhältlichen Baureihen (FLA200- und FLA300) sind umbenannte Versionen der D-Baureihe von Storagetek. Wobei die zugrunde liegende Technologie von der Firma LSI Logic kommt, die jetzt unter dem Namen „Engenio Information Technologies“ firmiert.

Diese Technologie wird durch neue Chipsätze, weiterentwickelte Software und mehr Redundanz aufgebessert. Zusätzlich hat Storagetek das Produkt derart neu gestaltet, das es nun in Verbindung mit Bandspeichergeräten und Mainframe-Storage als Teil eines vollständigen ILM (Information-Lifecycle-Management)-Angebots integrierbar ist.

Die Reaktion der Analysten war hauptsächlich positiv: „Wir denken, dass die Flexline-200- und -300-Baureihe das Potential haben, aus Storagetek einen ernsthaften Anbieter werden zu lassen,“ sagt Dave Reine, Director of Enterprise Systems bei The Clipper Group. „Mit SATA und Fibre Channel (FC) im gleichen Gehäuse verwenden sie eine gängige Architektur. Man kann mit einer preiswerten Version starten und das Produkt erweitern, sobald es nötig wird. Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist der ideale Ansatz für eine ILM Strategie.“

Auch die Enterprise Strategy Group (ESG) begrüßt die neuen Baureihen, die eine Wiederbelebung für Storageteks Plattenspeicher-Reihe darstellen. „Wie der Clariion (von EMC), ist die Storagetek Flexline in Verbindung mit einer Reihe von Unternehmen, Anwendungen und Netzwerkumgebungen Benutzer-geprüft worden. Sie verfügt über umfangreiche Software-Features, ist einfach zu benutzen und bietet eine wettbewerbsfähige Leistung,“ sagt Tony Asaro, Senior Analyst bei ESG.

Sowohl die FLA200- als auch die FLA300-Baureihe bestehen aus 2-Gigabyte/s-Fibre-Channel-Switched-FlexLine-Disk-Arrays. Die FLA200-Baureihe startet mit 14 SATA-Festplatten und kann insgesamt auf bis zu 112 Laufwerke ausgebaut werden. Die Produkte sind zu einer Maximalrate von 53.200 IOPS (FC) oder 6.000 IOPS (SATA) in der Lage. Geräte der FLA200-Baureihe sind ab einem Preis von ungefähr 10.000 US-Dollar erhältlich.

Zusätzlich sind die Arrays mit der SAN-Tricity Software von Storagetek ausgestattet, die es dem Benutzer ermöglicht, verschiedene Festplattentypen im gleichen System zu verbinden und eine asynchrone Remote-Disc-To-Disc-Spiegelung durchzuführen.

Ohne Zweifel wurde die Produktreihe aufpoliert, doch fehlt es immer noch an Thin-Provisioning und der iSCSI-Verbindungsmöglichkeit. Asaro hielt jedoch fest, dass sie vielleicht von dem größeren Cachespeicher profitieren könnte. Zudem arbeitet StorageTek zusammen mit der Bluearc und Onstor daran, für die Datenspeicherung einen NAS-Head in das System zu integrieren.

13. Sun Storedge 6920

Durch Isolierung der hardwarespezifischen Eigenschaften von den File-Services, wird die Leistung des Storedge 6920 verbessert und die Virtualisierung des gesamten verbundenen Speichers ermöglicht.

Der Storedge 6920 ist das erste Array von Sun Microsystems Inc. mit Virtualisierungstechniken, die auf einer Technologie der 2002 erworbenen Firma Pirus Networks aufbauen. Der 6920 ermöglicht die Zusammenführung des Speicherplatzes von internen Festplatten und externen Arrays in einem Pool durch einen Hardware-Abstraction-Layer (HAL), der File-Services wie Replikation- oder Snapshot-Software von den hardwarespezifischen Eigenschaften trennt.

Hardware-Abstraction-Layer

„Der Hardware Abstraction Layer [HAL] erlaubt dem Benutzer, jede gewünschte Hardware am anderen Ende des Systems anzuschließen und bietet genug Power, um Hochleistungs-Anwendungen laufen zu lassen,“ sagt Chris Wood, technischer Vertriebsleiter des Global Network Storage Bereichs bei Sun.

Während der 6920 zunächst nur mit Suns Stor-Edge 6120 und 6130 kompatibel war, geht Wood davon aus, dass bald alle Arrays von Sun und auch Produkte anderer Hersteller unterstützt werden. Der 6920 startet bei vier Terabyte, ist erweiterbar auf 65 Terabyte und bietet bis zu 28 2-Gigabit/s-FC-Ports. Er kann Storage-Pools mit bis zu 14 verschiedenen Einsatzgebietsabgrenzungen erstellen, mit Ein-Ausgabe- und Cachespeicher für viele Zwecke abgestimmt. Die Möglichkeit, Speicherpartitionen genau zu bestimmen, ist hilfreich für die Quality of Service (QoS) und das SLA-Management. Der Preis des 6920 liegt zwischen 190.000 für 2 Terabyte und 421.000 US-Dollar für 8 Terabyte.

Sun stellte auch schon die zweite Version des 6920 vor, die mit synchroner und asynchroner Datenfernreplikation sowie verbesserten Snapshot Management Möglichkeiten ausgestattet ist. Diese bietet auch eine Unterstützung für Konsistenz-Bereiche, das ist wichtig für Datenbankanwendungen.

Der 6920 verfügt über eine Scale-Out-Architektur, die es ermöglicht, Controller und Kapazitäten hinzuzufügen und dabei das Image des Storage-Systems nicht zu verändern. „Das vereinfacht die Administration des Produktes“, sagt Randy Kerns, Senior Partner der Evaluator Group, „im Gegensatz dazu stehen andere Herstellern, wo ein zusätzliches Komplettsystem nötig ist, dass dann separat verwaltet werden muss.“

Momentan unterstützt der 6920 nur 1.024 LUNs (Logic Unit Number), doch soll diese Zahl auf 16.000 ansteigen. Zusätzlich fehlt dem 6920 eine Clone-Copy Funktion, die es Datenbankbenutzern ermöglicht, eine Speicheranalyse anhand einer Kopie laufen zu lassen, während die Produktionsdaten online bleiben.

14. Xiotech Magnitude 3D

Xiotech benutzt eine dezentrale Cluster-Technik, um eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten und einfache Skalierbarkeit zubieten. .

Die Cluster-Architektur ist eine Speichertechnik, die entwickelt wurde, um höhere Flexibilität, einfachere Skalierbarkeit und mehr Sicherheit zu bieten. Durch die dezentrale Cluster-Architektur lassen sich Kapazität und Leistung bei laufendem Betrieb erweitern, um höheren Anforderungen zu entsprechen.

In der N-Way-Dimensional-Storage-Cluster-Architektur von Xiotech sind die einzelnen Cluster locker miteinander verbunden, um eine Ausfallsicherung und Datenmigrationsdienste anzubieten. Jeder Kontrollknoten ist durch Dual-FC-Verbindungen mit allen im System installierten Laufwerkgehäusen verbunden und verwaltet auch seine eigenen Speicherfunktionen.

Jedes der Laufwerksgehäuse des Magnitude 3D bietet Platz für zwei bis 14 Festplatten (12 bei SATA), wobei die Festplatten in Kapazität und Leistung variieren können. Der Magnitude 3D unterstützt FC-Festplatten bis zu einer Größe von 300 Gigabyte und SATA-Laufwerke bis 400 Gigabyte. Zusätzlich zu den SATA-Angeboten, bietet Xiotech auch zwei Arten FC-Festplatten an, die mit 10.000 und 15.000 Umdrehungen pro Minute laufen.

Rob Peglar, Vizepräsident für Technical Solutions und Chief Technologist bei Xiotech, sagt allerdings, dass in der dezentralen Cluster-Architektur des Magnitude 3Ds an sich keine Schichtung der Speicherressourcen jedes Controllers stattfinde. Das komme daher, dass jeder Controller im Cluster jederzeit die Aufgaben eines anderen übernehmen könne, ohne dabei Anwendungen zu unterbrechen oder Ausfallszeiten hervorzurufen. Jedoch kann ein virtueller Port an einen bestimmten Controller angeschlossen werden, der es einem Administrator ermöglicht, die Ebene der Eingabe- und Ausgabe-Datenströme eines Servers relativ zu dem eines anderen zu kontrollieren.

Zusätzlich verfügt der Magnitude 3D über eine hohe eingebaute Redundanz-Absicherung. Falls ein Controller versagen oder für die Instandhaltung offline sein sollte, können die verbliebenen aktiven Schaltkreise seine Aufgaben mit übernehmen.

Der Magnitude 3D unterstützt auch eine Vielzahl von Server-Betriebssystemen: Windows, Linux, Novell, NetWare und eine Vielzahl von Unix-Varianten wie, HP-UX, IBM AIX, Sun Solaris und SGI IRIX. Zudem bietet Xiotech das Magnitude RAC Pack an, eine Version des Produkts speziell für das RAC-System von Oracle. Des Weiteren gab Xiotech die Veröffentlichung einer NAS Version des Magnitude 3Ds bekannt, die auf dem Microsoft Windows Storage Server 2003 basiert.

Verwaltet wird der Magnitude 3D von Xiotechs Intelligent-Control (ICON)-Applikation, ein Browser-basierendes Programm, das Band-extern auf einem Ethernet-Management Weg läuft. Eine einzige ICON-Software kann bis zu sechs Cluster verwalten.

Lange Zeit konnte der Magnitude 3D nur mit maximal vier Controllern ausgestattet werden, doch plant der Hersteller, bis auf 16 aufzustocken. In ihrer Produktbeurteilung vermerkt die Enterprise Strategy Group (ESG), dass „der Magnitude 3D äußerst skalierbar wird, sobald er mehr Knoten unterstützt.“

Vor einiger Zeit veröffentlichte Xiotech ein Einstiegs-Modell, den Magnitude 3D 1000e. Das ist ein Dual-Controller-Array, das für kleine Unternehmen und erstmalige SAN-Benutzer vorgesehen ist und bei einem Einstiegspreis von unter 50.000 US-Dollar liegt.

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