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Kommentar von Jürgen Stauber, Geschäftsführer IT Solutions & Outsourcing bei Computacenter Private und Public Clouds zum Anwendervorteil miteinander verknüpfen

Redakteur: Nico Litzel

„Haben Sie sich schon zu einem Standpunkt bei der Debatte um Cloud an sich, Private Cloud oder Public Cloud durchgerungen? Der würde mich sehr interessieren, da wir bei Storage-Insider demnächst ein Kompendium zum Thema Cloud Storage herausgeben werden“, schrieb Storage-Insider-Chefredakteur Rainer Graefen kürzlich in einem Editorial. Hier kommt die Antwort von Jürgen Stauber, Geschäftsführer IT Solutions & Outsourcing beim IT-Dienstleister Computacenter.

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Jürgen Stauber, Geschäftsführer IT Solutions & Outsourcing bei Computacenter
Jürgen Stauber, Geschäftsführer IT Solutions & Outsourcing bei Computacenter
( Archiv: Vogel Business Media )

Ob Public, Virtual Private oder Private Cloud – maßgeblich sind doch letztlich die konkret umzusetzenden Anforderungen und die Fähigkeit, verschiedene Lösungen stabil und Gewinn bringend in die Unternehmens-IT einzubinden. Cloud Computing basiert auf einem hohen Standardisierungsgrad bei Tools, Prozessen und Infrastrukturen sowie skalierbaren, virtualisierten, mandantenfähigen Infrastrukturen – auf denen verbrauchsabhängig abrechnungsfähige End-to-End-Services angeboten werden.

Höherer Individualisierungsbedarf

Public-Cloud-Anbieter wie Amazon oder Google adressieren vielfach Bedarfe mit geringerer Servicegüte und Komplexität in den Anforderungen. Trifft das Angebot die Kundenbedürfnisse, dann ist es durchaus attraktiv. Die ausschließliche Nutzung öffentlicher Cloudangebote ist jedoch derzeit für Geschäftskunden nicht interessant. Genau hier sehen wir als IT-Dienstleister ein sehr interessantes Potenzial. Dies umfasst sowohl die Bereitstellung von Diensten mit einem höheren Individualisierungsbedarf und umfassenden Servicegüte-Anforderungen aus der Private und der Virtual Private Cloud wie auch die Integration von Public-Cloud-Angeboten. Ziel eines intelligenten IT-Managements ist dabei, die Vielfalt unterschiedlicher Dienste und Anbieter zu einem Hybridmodell zu formen. Für die Praxis heißt das, Private und Public Clouds miteinander zu verknüpfen, um so deren Vorteile für Anwender nutzbringend zu vereinen. Das bietet ihnen einen größeren Mehrwert als eine Single-Mailbox à la „ich bin billig, kauf mich“.

Wir sehen die Cloudservices grundsätzlich als Weg der kommenden Jahre, auf den sich Computacenter bereits eingestellt hat. Aus unserer Sicht sind das End-to-End-Services, die verbrauchsabhängig bezahlt werden und sich bezüglich der erforderlichen Volumen dynamisch den Businessanforderungen anpassen – also das, was wir bereits mit unseren Outsourcing-2.0- und -flex+-Services anbieten. Auch sind viele Kunden bezüglich der Vor- und Nachteile von Cloud Computing noch unsicher und es gibt noch einen hohen Beratungs- und Aufklärungsbedarf. Wir sehen uns daher überall dort, wo Beratungs- und auch Integrationsleistungen gefragt sind.

Prozesse, Tools und Infrastrukturen mandantenfähig bereitstellen

Im Zuge der sich wandelnden Anforderungen an die IT als Service gliedern wir unser Outsourcingportfolio in die Bereiche Managed Workplace Solutions, Service Desk, Applications, Communications und Datacenter. Serviceprozesse, Tools und Infrastrukturen werden mandantenfähig bereitgestellt, sodass diese regularienkonform voneinander abgegrenzt sind. Durch die Abbildung in Private und Virtual Private Clouds sind Datenhaltung und die Möglichkeit des Datenzugriffs für Kunden transparent und technisch wie auch prozessual abgesichert. Public-Cloud-Angebote können dies ergänzen, sodass Anwender die Vorteile der unterschiedlichen Formen nutzen können.

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