Update für Virtualisierungsplattform Proxmox Virtual Environment 6.4 veröffentlicht

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Der Software-Hersteller Proxmox hat Version 6.4 seiner Virtualisierungsplattform Proxmox Virtual Environment veröffentlicht. Zu den Neuerungen zählen unter anderem Funktionen wie Live Restore und Single File Restore sowie ausgebaute Ceph-Unterstützung.

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Das Proxmox Virtual Environment ist jetzt in Version 6.4 erhältlich.
Das Proxmox Virtual Environment ist jetzt in Version 6.4 erhältlich.
(Bild: Proxmox)

Version 6.4 basiert auf Debian Buster 10.9, setzt aber standardmäßig auf den langfristig unterstützten Linux-Kernel 5.4. Optional lässt sich auch der Kernel 5.11 nutzen. Zudem sind aktuelle Open-Source-Virtualisierungslösungen an Bord, darunter etwa QEMU 5.2, LXC 4.0 und OpenZFS 2.0.4. Zudem können Nutzer künftig zwischen zwei Versionen des verteilten Storage-Systems Ceph wählen: Unterstützt werden Ceph Octopus 15.2.11 und Ceph Nautilus 14.2.20.

Neuheiten im Überblick

Proxmox ermöglicht in Version 6.4 Live Restore für alle VM-Backups, die auf einem Proxmox Backup Server gespeichert sind. Das Feature lässt sich per GUI oder Kommandozeile auslösen und eignet sich besonders für große VMs wie etwa Webserver, die nur eine kleine Datenmenge für die Inbetriebnahme benötigen. Die VM ist betriebsbereit, sobald Betriebssystem und Services gestartet sind. Weniger genutzte Daten werden zeitgleich im Hintergrund wiederhergestellt.

Ebenfalls neu an Bord ist Single-File Restore: Die Funktion ermöglicht die Wiederherstellung einzelner Dateien aus virtuellen Maschinen und Containern, die auf einem Proxmox Backup Server liegen. Benötigte Dateien oder Ordner lassen sich über das Web-Interface von Proxmox Virtual Environment auswählen und herunterladen. Der Download kompletter Archive ist nicht notwendig.

Weitere Neuerungen umfassen beispielsweise eine verbesserte Integration des Placement-Group-Auto-Scalers (PG), die Konfiguration von Target Size und Target Ratio per GUI sowie einen ISO-Installer, der nun ZFS-Installationen auf Legacy-Hardware besser unterstützt. Proxmox hat zudem die VM-Verwaltung sowie die Benutzeroberfläche optimiert und einige Bugfixes vorgenommen.

Verfügbarkeit

Proxmox Virtual Environment 6.4 ist als Open-Source-Lösung frei zugänglich und steht in Form eines ISO-Image auf der Proxmox-Website zum Download bereit. Für Unternehmensanwender steht zudem ein Abo-Modell mit Zugang zu einem Enterprise-Repository und technischem Support zur Verfügung. Die Preise beginnen dabei bei 90 Euro pro Jahr und CPU.

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