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Neues von der Accelerate Pure Storage stellt disaggregierte Plattform FlashBlade//S vor

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Auf Pures jährlich stattfindender Konferenz Accelerate techfest22 gibt es diesmal eine ganze Reihe neuer Produkte. Nach zweijähriger Präsenzpause kamen dieses Jahr wieder einige Tausend Partner und Kunden nach Los Angeles.

Die neue Pure-Plattform FlashBlade//S disaggregiert Storage und Compute.
Die neue Pure-Plattform FlashBlade//S disaggregiert Storage und Compute.
(Bild: Pure Storage )

In den vergangenen Jahren mussten Kunden und Partner auf die jährliche Pure-Konferenz Accelerate verzichten oder mit einer virtuellen Version vorlieb nehmen. Nun können sie sich wieder in der kalifornischen Filmstadt Los Angeles an der Westküste der USA versammeln.

Pure präsentiert in diesem Jahr eine ganze Reihe Neuerungen. Zudem sind viele der im Herbst angekündigten Erweiterungen des Produkt- und Servicespektrums mittlerweile verfügbar, beispielsweise die Selbstbedienungsplattform für Pure-Services Pure Fusion, das Kubernetes-Backup als AWS-Service oder eine neue Variante des Portworx-Backups, das jetzt auf beliebiger Hardware läuft.

Disaggregierte Plattform FlashBlade//S

Kernstück der Neuankündigungen auf der Accelerate techfest22 ist die Produktserie FlashBlade//S. Mit ihr versucht Pure, den Anwendern entgegenzukommen, die asymmetrisch skalierende Applikationen auf ihren Systemen betreiben. „Anwendungen wie EDA brauchen sehr viel Leistung, während beispielsweise Datensicherung, die schnelle Wiederherstellung von Backups oder die medizinische Bildverarbeitung vor allem große Kapazitäten benötigen“, erklärt Markus Grau, Principal Systems Engineer in EMEA im Videocall mit Storage-Insider.

Diesem Bedarf kommt Pure nun mit dem disaggregierten System FlashBlade//S entgegen, das zwei Ausprägungen hat. Erstens gibt es Effizienz-/Kapazitäts-Blades mit Intel-Xeon-Prozessoren der aktuellen Generation. Zweitens bietet Pure Performance-Blades an, deren Prozessoren (ebenfalls Intel Xeon Scalable der aktuellen Generation) erheblich mehr Knoten haben und daher die Arbeitslast besser bewältigen. Alle Blades fassen pro Blade bis zu vier separate Storage-Module mit 24 oder 48 Terabyte Kapazität.

Speichermodule unabhängig vom Blade

Die Speichermodule, die bei einem späteren Tausch der Blade-Hardware weiterverwendbar sind, bestehen wie bei Pure üblich aus TLC- oder QLC-Flash. Sie besitzen also keinen vom Flash-Hersteller mitgelieferten Controller. Die Steuerung der Flash-Bausteine gehört seit jeher zum Kern-Know-how von Pure. Der Hersteller erreicht durch seine speziellen Software-Mechanismen mehr Leistung und längere Haltbarkeit der Flash-Hardware. Im Format gleichen die Speichermodule aber Standard-SSDs.

„Mit FlashBlade//S verbessern wir uns in allen Dimensionen“, betont Grau. So werde eine doppelt so hohe Packungsdichte erreicht, die Leistung verdoppele sich. Auch die Netzanbindung ist jetzt schneller als bei Vorläufersystemen. Die Connectivity ist auf Geschwindigkeiten von 50 und 100 Gbe ausgelegt und auf noch schnellere Geschwindigkeiten vorbereitet.

Kunden können sich über einen Stromverbrauch von 1,3 Watt pro TB freuen. Auch die Bandbreite pro Watt und die Kapazität pro Rack-Einheit wurden erhöht. Weil sie nicht alle Storage-Slots auf den Blades füllen müssen, können sie die Systeme feinkörniger skalieren und so Kosten sparen.

Die Variante //S200 ist für Kapazität und Effektivität optimiert, die Variante //S500 auf Performance.
Die Variante //S200 ist für Kapazität und Effektivität optimiert, die Variante //S500 auf Performance.
(Bild: Pure Storage )

Das System ist derzeit in zwei Varianten erhältlich: Die Variante FlashBlade//S200 ist optimiert auf Effizienzanforderungen, das Modell //S500 auf Performance. Dessen Blades sind mit stärkeren Prozessoren ausgestattet. Beide sind ab sofort bestellbar. S200 ist im zweiten Quartal, S500 im dritten Quartal lieferbar.

Alle Blades und Module sind wie bei Pure üblich über die gesamte Lebenszeit der Systeme austauschbar.

Betriebssystem runderneuert

Dazu passend wurde auch das Betriebssystem Purity//FB in Version 4.0 neu aufgelegt und an die neuen Hardware-Fähigkeiten angepasst. Es läuft deshalb aktuell lediglich auf den neu vorgestellten Modellen. Dies soll sich aber mit den Versionen bis 4.2 ändern, so dass die Einheitlichkeit des Betriebssystems wieder über alle Pure-Plattformen gegeben ist.

Als Anwendungsbereiche für seine Lösung hat sich Pure Storage die besonders leistungshungrigen Segmente AI, Analytik, IoT, Rapid Restore, Ransomware Recovery, Logfile-Analyse zu Sicherheitszwecken, EDA, HPC und Simulation sowie medizinische Bildverarbeitung auserkoren.

AIRI jetzt in //S-Variante erhältlich

Die wichtige Partnerschaft mit Nvidia wurde vertieft: Die AIRI-Referenzarchitektur, die Pure- und Nvidia-Hardware zu einem leistungsstarken AI-System verbindet, wurde mit der Ankündigung der neuen Pure-Systeme aktualisiert. AIRI//S basiert auf FlashBlade//S-Hardware und Nvidias jüngstem KI-System DGX A100. Dazu kommen Ende-zu-Ende-Netzwerke auf Basis von Nvidias Quantum- und Spectrum-Netzwerkplattformen.

Anwender können damit komplette skalierbare KI-Pipelines aufbauen. Weil die Leistungsanforderungen beim Training neuronaler Netze ständig steigen, ist hier Skalierbarkeit besonders wichtig. In späteren Versionen soll auch Nvidia Magnum IO GPUDirect Storage unterstützt werden.

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Eine weitere wichtige Partnerschaft verbindet Pure mit Snowflake: Anwender können inzwischen Snowflakes Lösung zusammen mit Vor-Ort-Storage von Pure nutzen. So sind sie nicht mehr gezwungen, ihre Daten für eine Bearbeitung mit Snowflake zum Cloud-Provider zu verlegen.

Evergreen Flex: Mischung aus Kauf und Abo

Auch das Serviceportfolio von Pure erhält eine Erweiterung: Evergreen Flex ermöglicht Anwendern, die Wert darauf legen, IT-Ausgaben zumindest teilweise als Kapitalausgabe in ihren Büchern zu halten, eine Mischkalkulation: Sie erwerben die bei Anschaffung des Systems aktiv genutzte Hardware käuflich, die Software aber im Abo.

„So können unsere Kunden spätere Systemerweiterungen im As-a-Service-Modell dann kaufen, wenn sie die auch wirklich brauchen“, erklärt Grau.

Weiter gilt nunmehr, dass die Bindung zwischen Lizenzvertrag und Hardware aufgehoben wird, so dass die im Rahmen des Flex-Modells bezogenen Kapazitäten auf die gesamte Pure-Flotte verteilt sein dürfen. Genauso ist es beispielsweise möglich, FlashBlade/S-Speichermodule in ein anderes FlashBlade-System oder von einem FlashArray in ein anderes zu verlegen. Später sollen die Flexibilitäten weiter erhöht werden. Anwender sind dadurch flexibler, Hardware-Kapazitäten nachträglich so auf ihre Pure-Systeme zu verteilen, wie ihnen das für ihre jeweilige Umgebung und die Anforderungen am besten passt.

Services erhalten neuen Namen

Weitere Pure-Services erhalten nun einen neuen Namen: Aus dem reinen Service-Bezugsmodell „Pure as a Service“ wird „Evergreen//One“. Die dauerhafte Upgrade-Möglichkeit für Soft- und Hardware lief bislang unter dem Label „Evergreen Gold“. Sie heißt ab sofort „Evergreeen//Forever“.

Außerdem präsentierte Pure Storage einen neuen Nachhaltigkeitsbericht. Demzufolge sind weit über 90 Prozent aller Pure-Systeme auch nach sechs Jahren noch voll unterstützt und im Kundeneinsatz. Bei Storage ist der Verschleiß zwar generell nicht ganz so groß wie bei den gern alle drei Jahre ausgewechselten Servern. Doch der hohe Prozentsatz so lange genutzter Systeme ist trotzdem bemerkenswert.

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