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Intel SSD 660p und D5-P4320 QLC-3D-NAND: Mehr Platz auf Intel-SSDs

Autor: Klaus Länger

Intel bringt als erster Hersteller SSDs auf den Markt, die QLC-NAND-Flash verwenden, also vier Bit pro Zelle speichern. Den Anfang machen die „M.2-SSD 660p“ und die 7,68-Terabyte-Datacenter-SSD „D5-P4320“. Die Technologie soll aber schon bald SSDs mit wesentlich höherer Kapazität ermöglichen.

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Intel bringt zwei QLC-SSDs auf den Markt: Die M.2-SSD 660p für Desktop-PCs oder Notebooks und die D5-P4320 im 2,5-Zoll-Formfaktor für Storage-Systeme.
Intel bringt zwei QLC-SSDs auf den Markt: Die M.2-SSD 660p für Desktop-PCs oder Notebooks und die D5-P4320 im 2,5-Zoll-Formfaktor für Storage-Systeme.
(Bild: Intel)

Wenn es nicht um eine möglichst hohe Performance geht, sondern die Kapazität einer SSD im Vordergrund steht, nutzt Intel weiterhin NAND-Flash für SSDs statt der eigenen „Optane“-Technologie. Mit der Consumer-SSD 660p und der Datacenter-SSD D5-P4320 bringt Intel nun sogar die ersten Serien-SSDs mit QLC-3D-NAND auf den Markt. Der Hersteller nutzt dabei 3D-NAND mit 64 Layern, speichert aber vier Bit pro Zelle. Beide SSDs nutzen PCI-Express mit NVMe als Schnittstelle.

Für Consumer: SSD 660p

Für PCs und Notebooks mit M.2-PCIe-Schnittstelle ist die SSD 660p bestimmt. Intel bietet die M.2-2280-Karte mit drei verschiedenen Kapazitäten an: 512 GB, ein TB oder zwei TB. Auch die größte Variante ist nur einseitig bestückt: Auf der M.2-Karte sitzen dann vier NAND-Flash-Chips, ein 256-MB-DDR3-SDRAM-Chip und der Controller.

Die Karte nutzt vier PCIe-3.0-Lanes für die Kommunikation mit dem Mainboard sowie NVMe 1.3 als Software-Interface. Da bei QLC die Geschwindigkeit gegenüber TLC niedriger ist, setzt Intel einen Teil des NAND-Flash als SLC-Cache bei Schreiben von Daten ein. Die Größe des SLC-Cache ist dynamisch und sinkt bei wachsendem Füllstand der SSD. Durch den Cache soll die SSD beim sequenziellen Schreiben und Lesen jeweils bis zu 1.800 Megabit pro Sekunde (MB/s) erreichen.

Für wahlfreie Zugriffe gibt der Hersteller jeweils maximal 220.000 IOPS ab. Für das Endurance Rating, also die Lebensdauer der SSD, nennt Intel einen Wert von 200 TBW, deutich weniger als bei gängigen TLC-SSDs. Einen Preis für den deutschen Markt gibt es noch nicht. Aber die SSD 660p ist als Nachfolgerin der TLC-SSD 600p auch im Low-End-NVMe-Segment angesiedelt.

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Für das Datacenter: D5-P4320

Für das Speichern großer Datenmengen ist die zweite QLC-SSD von Intel bestimmt. Die D5-P4320 ist eine 2,5-Zoll-SSD mit U.2-Schnittstelle und 7,68 TB Speicherplatz. Die sind mit TLC-3D-NAND zwar auch ohne Probleme möglich, aber Modelle mit 16 und 32 TB Speicherplatz sollen noch dieses Jahr folgen. Auch QLC-SSDs im „Ruler”-Formfaktor mit diesen Kapazitäten sind vorgesehen. Da Intel bei der D5-P4320 auf einen SLC-Cache verzichtet, erreicht die SSD laut ihrer Spezifikationen zwar beim sequenziellen Lesen bis zu 3.200 MB/s, fällt aber beim Schreiben auf maximal 1.000 MB/s ab.

Die IOPS für Random-Zugriffe liegen analog bei bis zu 472.000 beim Lesen und nur 36.000 beim Schreiben. Für die Endurance gibt Intel 0,2 Drive Writes per Day (DWPD) bei zufälligen Zugriffen und 0,9 DWPD bei sequentiellem Schreiben an. Beides keine besonders hohen Werte. Daher eignet sich die D5-P4320 eher für leseintensive Anwendungen. Zur Steigerung der Performance bei schreib-intensiven Applikationen propagiert Intel daher die Kombination mit einer Optane-SSD.

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