Kampf um langfristiges Wachstum

Qualcomm entlässt Mitarbeiter

| Autor / Redakteur: Julia Schmidt / Rainer Graefen

Qualcomm beginnt mit einem großangelegten Personalabbau, nachdem den Investoren im Januar Einsparungen von einer Milliarde Dollar versprochen wurde.
Qualcomm beginnt mit einem großangelegten Personalabbau, nachdem den Investoren im Januar Einsparungen von einer Milliarde Dollar versprochen wurde. (Bild: dpa Bildfunk)

Wie Bloomberg im April berichtete hat Qualcomm damit begonnen, etwa 1.500 Arbeitsplätze in Kalifornien abzubauen. Die Maßnahme ist Teil eines breiteren Personalabbaus. Es geht um das Versprechen an Investoren, die jährlichen Kosten um eine Milliarde US-Dollar zu reduzieren.

Es geht um Verpflichtungen gegenüber Investoren, die im Januar 2018 zugesagt wurden. Dazu zählen neben einem anhaltendes Wachstum im Kerngeschäft des Konzerns, Zuwächse aus der NXP-Übernahme, die Lösung aktueller Lizenzstreitigkeiten aber auch ein Kostenreduzierungsprogramm, das Einsparungen von 1 Milliarde US-Dollar vorsieht.

Der Umsatz ist seit 2015 kontinuierlich gesunken und wird vermutlich im Geschäftsjahr 2018 um weitere 3 Prozent zurückgehen. Die Maßnahmen waren Teil der Strategie, die Aktionäre zu beruhigen, um die Übernahme durch Broadcom zu verhindern.

Die Entlassungen in Kalifornien stellen den Hauptteil der Kürzungen dar, obwohl ebenfalls einige Positionen an anderen Orten gestrichen werden, berichtet ein Insider. Weltweit beschäftigt Qualcomm rund 34.000 Mitarbeiter. Laut Bloomberg bestätigte Qualcomm die Reduzierung der Vollzeit- und Zeitarbeitskräfte per E-Mail. Konkrete Standorte oder Zahlen wurden nicht weiter genannt.

„Wir haben zunächst eine Reduzierung der Personalkosten evaluiert, kamen aber zu dem Schluss, dass ein Personalabbau notwendig ist, um langfristiges Wachstum und Erfolg zu gewährleisten, was letztlich allen unseren Stakeholdern zugute kommt“, sagte Qualcomm in der Erklärung. Das Unternehmen sagte, es werde den Betroffenen Abfindungen anbieten.

Die Übernahme durch Broadcom wurde zwar letztendlich durch das Veto des Präsidenten Donald Trump gestoppt, aber Qualcomm muss dennoch die Versprechen an die Investoren einhalten. Es ist nicht das erste Mal, dass Qualcomm Arbeitsplätze streicht. Bereits im Jahr 2015 setzte der Chip-Riese auf Druck eines Investors eine Umstrukturierung durch, die zu Tausenden von Entlassungen führte.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal Elektronik Praxis übernommen.

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