Veritas übernimmt Aptare

Querdenker fürs Ökosystem

| Autor / Redakteur: Matthias Breusch / Dr. Jürgen Ehneß

„Apto Veritatem“: kein Harry-Potter-Zauberspruch, sondern ein Ausblick auf die mögliche Wirkung der neuen Veritas-Erwerbung.
„Apto Veritatem“: kein Harry-Potter-Zauberspruch, sondern ein Ausblick auf die mögliche Wirkung der neuen Veritas-Erwerbung. (Bild: © @nt - stock.adobe.com)

Mit dem Kauf des kalifornischen Unternehmens Aptare schafft sich Veritas die Möglichkeit, Speicheranalysefunktionen („Aptare IT Analytics") in die eigenen Produkte zu integrieren, so etwa in das weit verbreitete Netbackup.

Je komplexer die Systeme werden, desto mehr sind Querdenker gefragt. Der globale Riese Veritas Technologies aus Santa Clara hat sich ein Juwel ins Portfolio geholt und die ebenfalls in Kalifornien ansässigen unabhängigen Cloud-Analysten Aptare für einen nicht näher genannten Preis aufgekauft.

Die Ausrichtung von Aptare steckte von Beginn an im lateinischen Ursprung des Firmennamens (Latein aptare = „anpassen“, „zurechtmachen“): Was nicht passt, wird passend gemacht. Das 1993 von Richard Clark gegründete Unternehmen, bis zu seiner Übernahme ausschließlich im Besitz der Mitarbeiter, ist auf das gezielte Management unterschiedlich gelagerter Cloud-Umgebungen und Software-gebundener Speichersysteme wie Openstack oder Veritas Netbackup spezialisiert und gilt als führender Anbieter ausbaufähiger IT-Analyse-Plattformen.

Mit der Erweiterung um Aptares Patente und praktizierte Lösungen möchte Veritas seinen Kunden – laut eigener Aussage 97 Prozent der weltweit 100 umsatzstärksten Unternehmen – die Tiefenanalyse „ihres kompletten technologischen Ökosystems“ mit punktgenau gebündelten Protokollen ermöglichen, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, die Sicherung und Wiederherstellung von Datenpaketen zu garantieren sowie die Schnittstellen mit Dienstleistern zu optimieren.

Dazu gehöre unmittelbare Einsicht „aus einer Hand“ in die gesamte Infrastruktur vom einzelnen Rechner bis in jegliche Multi-Cloud-Struktur hinein, aber auch die verbesserte Kooperation mit Entwicklern wie VMware oder ServiceNow und Cloud-Providern wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure.

Veritas (deren lateinischer Name, nebenbei bemerkt, „Wahrheit“ bedeutet) betonen, es bleibe vorerst offen, wann und in welcher Form die Aptare-Technologie integriert sein werde. In welchem Umfang die Neuerwerbung die Veritas-Mutter an die sich ändernden Anforderungen an ein modernes Backup anpasst, ist damit noch ungeklärt.

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