Unkomprimierte 4K- und 6K-Streams

Qumulo-Software setzt auf Machine Learning

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Tina Billo

Die verbesserte Qumulo-Software soll für einen noch schnelleren Zugriff auf Daten sorgen.
Die verbesserte Qumulo-Software soll für einen noch schnelleren Zugriff auf Daten sorgen. (Bild: Qumulo)

Qumulo steigert die Leistung seiner Software mit dem jüngsten Update erneut. Unter anderem integrierte der Storage-Spezialist Machine-Learning-Funktionen, dank denen sich unkomprimierte 4K- und 6K-Videos schneller bearbeiten lassen sollen.

Das über alle Produktlinien hinweg und damit plattformübergreifend implementierte Software-Upgrade, beschleunigt die Leistung der Qumulo-Speichersysteme. Dies bietet Unternehmen aus Sicht des Herstellers den Vorteil, dass diese mit den bei Videotechnologien erzielten Verbesserungen Schritt halten können, ohne dass sie hierfür ihre Hardware aufrüsten müssen.

Höhere Leistung senkt Kosten

Als weiteren Pluspunkt führt der Anbieter an, dass sich Workloads in Folge der höheren Leistung wirtschaftlicher ausführen lassen. Dadurch würden die üblicherweise mit der Videobearbeitung und -distribution, aber auch der Erstellung von visuellen Effekten verbundenen Kosten sinken. Die Basis hierfür stellten unter anderem die nun eingebundenen Machine-Learning-Funktionen.

Ihre Integration ermögliche mit hybriden Speichersystemen arbeitenden Anwendern, schneller auf unkomprimierte 4K-Videos beziehungsweise beim Einsatz von All-Flash-Lösungen auf 6K-Material zuzugreifen.

Wechsel auf All-Flash und Ethernet

Herkömmliche Speichersysteme unterliegen häufig die Performance angehend bestimmten Einschränkungen. Die aktuelle Qumulo-Software in Verbindung mit den Systemen des Herstellers hebe diese auf, daher seien sie ideal für den Einsatz in Film- und Videoproduktionsfirmen mit hohen Leistungsansprüchen geeignet. Laut Hersteller stünden ihnen damit zentrale Lösungen zur Verfügung, deren Einsatz SANs, Client-Software, HBAs und Fibre-Channel-Switches nebst Verkabelung überflüssig mache.

Vielmehr könnten sie auf vollständig über Ethernet verbundenen All-Flash-Storage umstellen. Dies schaffe die Grundlage dafür, dass mehrere Redakteure gleichzeitig an einem Projekt arbeiten könnten und verringere dadurch die bis zu dessen Fertigstellung erforderliche Zeit.

Zwei Produktfamilien

Qumulo bietet eine Reihe leistungsfähiger und skalierbarer Storage-Appliances an. Hierzu zählt die NVMe-basierte P-Serie, die unter anderem 6K-Playback ermöglicht. Ein einzelner Cluster aus vier Nodes mit 92 Terabyte Kapazität schafft einen Datendurchsatz von bis zu 18 Gigabyte und 200.00 IOPS pro Sekunde. Dies ermöglicht 90 Gigabyte pro Sekunde pro Rack in einem einzelnen einheitlichen Namespace mit sofort verfügbaren Speicherkontingenten und Ordner-Snapshots. Mit der QC-Serie hat Qumulo auch eine Hybrid-Plattform für die unkomprimierte 4K-Wiedergabe im Programm.

Neue Features

Das hauseigene Qumulo File Fabric (QF2) nutzt Pre-Fetch-Fähigkeiten auf Basis von Machine Learning. Dabei werden Dateien, auf die Anwender als nächstes „am wahrscheinlichsten“ zugreifen, in eine Warteschlange eingereiht.

Zudem erkennt die Software Nutzer- und arbeitsspezifisches Verhalten. Darauf basierend verteilt die Anwendung Workloads dynamisch, Ergebnis ist eine maximale Cache-Nutzung.

Weitere Funktionen sind proaktives Caching von Dateiblöcken, auf die höchstwahrscheinlich wiederholt zugegriffen wird, sowie native Replikation in die Public Cloud.

Verfügbarkeit

Kunden, die QC104-, QC208- und QC260-Systeme von Qumulo betreiben, und über ein gültiges Software-Abonnement verfügen, profitieren ab sofort von den Leistungsverbesserungen, ohne dass ihnen Zusatzkosten entstehen. Dadurch ließe sich nun pro Node einen unkomprimierter 4K-Stream bereitstellen und eine bis zu zehnfach höhere Performance bei frame-basierten Workloads erreicht.

Interessenten können kostenlose Testversionen der Qumulo- Software abrufen.

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