Suchen

Die Integration von Storage Networks in die IP-Infrastruktur des DataCenters Rechenzentrumsnetze auf dem Weg zur Private Cloud

Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Unternehmen neigen angesichts des ständig wachsenden wirtschaftlichen Drucks zur Weiterentwicklung ihrer DV-Landschaft in Richtung einer „Private Cloud“. Dazu ist es aber notwendig, dass die Komponenten „virtualisierte Server“, „virtualisierter Speicher“ und „Netzwerk“ optimal aufeinander abgestimmt werden.

Firmen zum Thema

Dr. Franz-Joachim Kauffels
Dr. Franz-Joachim Kauffels
( Archiv: Vogel Business Media )

Es ist keineswegs ausreichend, Komponenten wie Server, Speicher und Netz wie bisher voneinander isoliert zu betrachten. Nur das Zusammenspiel in allen Bereichen sorgfältig abgestimmter Komponenten kann hier zum Erfolg führen.

Die Server-Virtualisierung haben wir in den letzten Jahren sorgfältig behandelt und werden dies auch besonders unter dem Gesichtspunkt der gesteigerten Realzeitfähigkeit und der Lösung von Sicherheitsproblemen weiterhin tun. Das alles verbindende RZ-Netz als Systembus der virtualisierten Umgebung ist ohnehin eines unserer Kernthemen.

Der Speicher wurde bisher aber eher stiefmütterlich behandelt. Das lag auch daran, dass auf diesem Bereich lange Zeit keine wirklich sinnbildenden Verwerfungen stattgefunden haben. Einschlägige Hersteller haben ihre Speichersysteme in Ruhe weiterentwickelt und vor allem dem Verwaltungsaspekt wesentlichen Raum gegeben. Dennoch hat sich die durchschnittliche Leistung eines Speichersystems z.B. bezogen auch die Zugriffsgeschwindigkeit in den letzten 10 Jahren grade einmal verdoppelt, ist also weit hinter der Entwicklung bei Prozessoren geblieben. Die Anforderungen des Speichersystems an das Netz konnten dabei jederzeit durch die allgemeine Entwicklung der Netze abgefangen werden.

Diese Situation hat sich in den letzten Monaten dramatisch verändert.

Dramatische Veränderungen

Das Datenwachstum in den Unternehmen schreitet schneller voran als die Entwicklung der Prozessorleistung. Tatsächlich zählen neue Speicher-Technologien zu den wichtigsten Entwicklungen der gesamten IT. Die Gründe für den weiter wachsenden Bedarf sind vielfältig:

  • Mehr Rechenleistung gestattet die Verarbeitung von immer mehr Daten
  • Zunehmende Automatisierung (RFID) stellt immer mehr Daten bereit
  • Eine veränderte Risiko- und Rechtssituation erfordert mehr Detail-Daten für eine verbesserte Prognose-Sicherheit
  • Neue Formen der Vermarktung erzeugen neue Daten (Internet)
  • Verändertes Kundenverhalten schafft neue Daten zu Kunden-Bedürfnissen und Erwartungen
  • Virtualisierung und Konsolidierung von Servern zentralisiert Daten

Dies erfolgt parallel zu wesentlichen Änderungen in IT-Technologien und Architekturen, die neue Anforderungen an die Leistung und Qualität von Speichern erzeugen:

Virtualisierung geht immer mehr weg von der simplen Konsolidierung und hin zur Schaffung neuer Architekturen für Webanwendungen. Neue Virtualisierungsverfahren wie vMotion, High Availability und Desaster Recovery generieren erhebliche Anforderungen an die Speicher-Performance.

Traditionell wurde die Leistung von SAN-Systemen in Transaktionen pro Sekunde gemessen, mit den neuen Architekturen kommen erhebliche Anforderungen an Bandbreite hinzu. Mit der Desktop-Virtualisierung entsteht zudem ein weiterer erheblicher Mehrbedarf an Speicher.

weiter mit: Das Netzwerk mit Systembus-Charakter

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2049382)