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Microns QLC-SSDs verdrängen HDDs Revolution im Rechenzentrum

| Autor / Redakteur: Matthias Breusch / Dr. Jürgen Ehneß

Das klassische HD-Laufwerk ist unter Druck: Zwei Jahre nach Einführung der 5210 ION SSD mit QLC-Technologie zieht Micron Zwischenbilanz: Die Entwicklung sei auf breiter Front an der Umwandlung von Rechenzentren beteiligt. Nun kommen neue Kapazitäten hinzu.

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Micron 5210 ION: SSDs erobern weiter die Rechenzentren.
Micron 5210 ION: SSDs erobern weiter die Rechenzentren.
(Bild: Micron)

Micron Technology gehört seit seiner Gründung Ende der 1970er nicht nur zu den Entwicklungspionieren der Branche, sondern dank etlicher Verschmelzungen mit zugekauften Firmen auch zu den wirtschaftlich erfolgreichsten IT-Unternehmen weltweit.

Mit ihrer 5210 ION Enterprise SATA SSD hat die Firma aus Boise in Idaho im Wettbewerb um die Bestückung von Rechenzentren ungebrochen die Nase vorn. Die hochgradig verdichtende Quad-Level-Cell-Technologie von einem Terabit pro Chip, mit der sich die Arbeitslasten auf Allzweckservern signifikant reduzieren lassen, sei „der Hauptgrund für die Umstellung von herkömmlichen Festplattenlaufwerken auf QLC-SSDs“.

Laut SNIA-Standards liefert die 5210, wie Micron betont, „175 Mal schnellere zufällige Lesevorgänge, 30 Mal schnellere zufällige Schreibvorgänge, den doppelten sequentiellen Durchsatz und eine drei Mal bessere Energieeffizienz als die größten 10K-RPM-Festplatten“.

Zahlreiche Hersteller haben die Micron 5210 zertifiziert und übernommen. Nicht zuletzt auch dank des Umstands, dass sie zu Stückpreisen erhältlich sei, „die mit denen von 10K-Enterprise-Festplatten vergleichbar sind“.

Seit neuestem ist sie auch eine Komponente im Lösungsportfolio von Lenovo ThinkSystems. Darüber hinaus wurde sie für VMware vSAN zertifiziert. Vor allem in der Produktion von 960-GB-Einheiten, die besonders nachgefragt worden sei, um HDDs bis 1,2 TB zu ersetzen, habe man nachgelegt. Diese seien mittlerweile allgemein verfügbar.

Für zahlreiche Workloads sind auf der Micron-Seite aktuell über 20 Whitepaper einzusehen. Eine kleine Auswahl:

Business Intelligence in SQL-Datenbanken lasse sich in weniger als einer Stunde abrufen – statt in acht Stunden auf Festplatten. In NoSQL-Datenbanken ließen sich siebenmal mehr Operationen pro Sekunde erzielen, beim Sortieren in Hadoop könne man zwei Stunden einsparen, TeraGen laufe 40 Prozent schneller, und Maschinelles Lernen funktioniere laut Messungen von Colfax Research mit der Micron 5210 achtmal schneller als auf einem HD-Laufwerk.

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