Datenvirtualisierung verkürzt Softwareentwicklungs- und Testzeiten

Rosetta Stone stellt mit Hilfe von Actifio auf DevOps um

| Autor / Redakteur: Tina Billo / Rainer Graefen

Der Anbieter von Lernsprachprogrammen Rosetta Stone setzt auf die Virtualisierung von Daten, um die Softwareentwicklung für das wachsende Download-Geschäft auf DevOps-Füße zu stellen.
Der Anbieter von Lernsprachprogrammen Rosetta Stone setzt auf die Virtualisierung von Daten, um die Softwareentwicklung für das wachsende Download-Geschäft auf DevOps-Füße zu stellen. (Bild: Actifio/Rosetta Stone)

Softwareschmieden wie Rosetta Stone sind bei der Entwicklung und dem Test ihrer Produkte darauf angewiesen, dass sie schnell auf vollständige und aktuelle Datensätze zugreifen können. Datenvirtualisierungstechnologien leisten hierbei Unterstützung. Aus diesem Grund entschied sich der Anbieter von Lernsprachprogrammen für die Einführung der Copy-Data-Virtualisierungsplattform von Actifio.

Beim Klonen und Sichern von Datenbanken für Test- und Entwicklungszwecke erstellte das IT-Team von Rosetta Stone bislang stets mehrfache Kopien der gleichen Daten und Datenbankeinträge. Neben der hierfür erforderlichen Rechenleistung kostete deren Speicherung unnötig Kapazität. Ganz zu schweigen von dem daraus resultierenden Verwaltungsaufwand. Zusammengenommen trieb das die IT-Kosten unverhältnismäßig in die Höhe.

Erschwerend kam hinzu, dass Datenoperationen wie Refresh und Rollback oft mehrere Tage beanspruchten und dass Entwicklerteam dadurch intolerable Wartezeiten in Kauf nehmen musste. Das Erstellen von Backups für die Wiederherstellung im Notfall ist beim Testen neuer Software jedoch unverzichtbar. Im Fall von Rosetta Stone ging es hierbei um seinen Download-Shop: "Die Daten am Back-End mussten für Entwicklungs- und Testzwecke schnell verfügbar sein", erläutert Mark Moseley, Vice President of Information Technology bei Rosetta Stone.

Kostentreiber Datenkopien

Nicht nur Softwareentwickler wie Rosetta Stone sind von dem Problem vieler überflüssiger Daten betroffen, sondern jedes Unternehmen. IDC schätzt, dass Firmen im Schnitt bis zu 375 Datenkopien einschließlich Backups von Sicherungen und mehreren Dateiversionen vorhalten und es sich demnach bei 60 Prozent der in Rechenzentren gespeicherten Daten um Duplikate handelt. Diese zu verwalten soll gemäß der Analysten weltweit an die 44 Milliarden US-Dollar pro Jahr kosten.

Der Einsatz der Copy-Data-Virtualisierungslösung befreit Rosetta Stone von diesem Dilemma. Durch ihren Einsatz konnte das Unternehmen die Zahl an redundanten Anwendungsdaten reduzieren und einen schnelleren Zugriff auf virtuelle Datenkopien für die Entwicklung gewährleisten. Die von der Software gebotenen zuverlässigen Speicherungs- und Wiederherstellungsmechanismen stellten einen weiteren Pluspunkt dar.

Kosteneinsparungen dank "goldener" Masterkopie

Wenn Programmierer eine Qualitätssicherungsumgebung einrichten, dauert es mit Actifio nur einige Minuten, um einen Snapshot von einer der Datenbanken zu erstellen. Hierfür wird eine einzige physische "goldene" Masterkopie der Produktionsdaten angelegt, in die alle darauffolgenden Änderungen inkrementell einfließen. Von dieser ausgehend lässt sich eine beliebige Menge an virtuellen Datenkopien für alle Anwendungsfälle unmittelbar zur Verfügung stellen. Das wiederum ermöglicht den Programmierern, rasch auf große Datenmengen zuzugreifen und diese wiederherzustellen.

Die jetzt bei Rosetta Stone eingesetzte Lösung räumt mit doppelten Datenkopien auf, daher rechnet das IT-Team mit rückläufigen Backup-Kosten. Schließlich müssen nicht mehr wie in der Vergangenheit immer wieder neue Festplatten zu den Storage-Arrays hinzufügt werden, um weitere Kapazität zu schaffen.

Bislang lassen sich die erzielbaren Einsparungen zwar noch nicht quantifizieren. Doch der Gartner-Analyst Pushan Rinnen schätzt in einer am 12. Juli 2016 veröffentlichten Studie, dass von einer goldenen Masterkopie stammende virtuelle Datenduplikate zwischen 80 und 90 Prozent weniger Speichervolumen beanspruchen.

Umsetzung von DevOps

Dass sich die rund um Backup- und Recovery-Prozesse neu hinzugewonnene Flexibilität finanziell für Rosetta Stone auszahlt, ist sicherlich ein gewichtiger Punkt. Als noch entscheidender wird jedoch angesehen, dass dies den Wechsel auf DevOps unterstützt und damit den Weg zu einer agileren Softwareentwicklung ebnet.

"Die Möglichkeit solche Test/Dev-Umgebungen einzurichten, zählte zu unseren Top-Prioritäten. So kann unser Entwicklungsteam schnell handeln und alles ausführlich testen, bevor es in die Produktion geht", erläutert Mosley. Die Virtualisierung von Datenkopien und das dadurch einfachere Datenhandling - angefangen von einem unkomplizierteren Datenmanagement bis hin zu einem beschleunigten Datenzugriff - kommt dem von Rosetta Stone verfolgten DevOps-Ansatz somit optimal entgegen.

Datentransfer in die Cloud

Agilität auf dem Front-End erfordert Agilität auf dem Back-End. Aus diesem Grund entschied sich Rosetta Stone dafür, seine Rechenzentren umzugestalten. Unter anderem betreibt der Lernsoftwareanbieter nunmehr virtuelle Maschinen (VMs) in einem Rechenzentrum sowie einige seiner VMs in Amazon Web Services (AWS).

Künftig ist zudem vorgesehen, mehr Rechenkapazität aus der Cloud zu nutzen. Der Actifio-Technologie fällt dabei eine tragende Rolle zu, da sich mit ihrem Einsatz bei Sicherungen zwischen den Colocation-Systemen und der Cloud hin und her wechseln lässt. Diese Flexibilität hilft Rosetta Stone dabei, seine Disaster-Recovery-Strategie solider zu gestalten sowie Belastungsspitzen abzufedern und stellt damit einen strategisch wichtigen Baustein in seiner Cloud-Planung dar.

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