Leiser Marktstart

Samsung 850 EVO mit 4 Terabyte Kapazität verfügbar

| Autor / Redakteur: Martin Hensel, Rainer Graefen / Rainer Graefen

Samsungs 850-EVO-SSDs sind nun auch mit 4 Terabyte Kapazität verfügbar.
Samsungs 850-EVO-SSDs sind nun auch mit 4 Terabyte Kapazität verfügbar. (Bild: Samsung)

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Samsung eine 4-Terabyte-Variante seiner SSDs der 850-EVO-Reihe angekündigt. Nun sind die ersten Exemplare klammheimlich im deutschen Handel aufgetaucht.

Der Preis für das speicherplatzstarke Flash-Laufwerk ist allerdings saftig: Die aktuellen Angebote liegen zwischen 1.300 und 1.500 Euro. Zudem sind die SSDs bei den meisten Händlern noch nicht ab Lager verfügbar.

Samsung hat die 850-EVO-Reihe für den Desktop-Einsatz und das tägliche Arbeiten mit hoher Leistung konzipiert. Die Laufwerke erreichen sequentielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 540 Megabyte pro Sekunde. Im Schreibmodus sind maximal 520 Megabyte pro Sekunde möglich. Die zufällige Schreibleistung liegt bei bis zu 90.000 IOPS. Anschluss findet die 2,5-Zoll-SSD über die übliche SATA-III-Schnittstelle (6 GBit/s).

Viel Platz dank 3D-NAND

Die hohe Speicherkapazität realisiert der Hersteller durch den Einsatz von 3D-V-NAND-Flashspeicher. Dabei handelt es sich um zylindrische, mehrlagige Strukturen, die neben hoher Speicherdichte auch mehr Schreibzyklen über einen längeren Zeitraum sowie geringeren Energieverbrauch ermöglichen.

Für den Unternehmenseinsatz sind Hardwareverschlüsselung nach AES 256 Bit sowie Unterstützung der Standards Microsoft eDrive und TCG/Opal 2.0 an Bord. Zudem sorgt die „Dynamic Thermal Guard“-Funktion dafür, dass die SSD stets im optimalen Temperaturbereich arbeitet. Samsung gibt die MTBF mit 1,5 Millionen Stunden an und gewährt fünf Jahre Garantie auf das Laufwerk.

Enterprise-SSDs reizen das Controlling

Multipliziert man die 375 Euro pro TByte der EVO 850 mit 15, dann kommt man in die mindestens zu erwartenden preislichen Größenordnungen von Samsungs 15,36 TByte SSD mit der Bezeichnung PM1633a. So um die 6000 Euro für ein Speichermedium, erinnern an die guten alten Zeiten, wo die 5 MByte IBM-Festplatte noch für 1000 Mark gehandelt wurde.

Nichtsdestotrotz kündigte HPE jetzt an seinem 3Par-Sepichersystem die halbe und die volle Kapazität unterstützen zu wollen. Interessant wird sein, welches Unternehmen diesen beschleunigten Massenspeicher einsetzen wird.

Interessant ist allerdings auch die erreichbare Packungsdichte pro Rack. Geht man davon aus, dass zehn 2,5-Zoll-SSDs in ein 1U Enclosure passen, dann liessen sich bei 42 Höheneinheiten 420 Drives mit 15,36 TByte unterbringen und erreichen eine undeduplizierte und unkomprimierte Speicherkapazität von knapp 6,5 Petabyte (PByte).

Bei HPE geht man davon aus, dass die Gesamtkapazität pro Rack 12 PByte erreicht. Diese Speicheransammlung repräsentiert dann einen Wert von wahrscheinlich 2,5 Millionen Euro. Wer die Geschichte der Festplatte verfolgt, der kennt allerdings auf den sogenannten Toploader. Auf 4 Höheneinheiten lassen sich 60 Festplatten von oben in das System einstecken.

Da 2,5-Zoll SSDs nur 100 Millimeter hoch sind, reichen 3 Höheneinheiten für wahrscheinlich 120 und mehr SSDs aus - diese sind mit 6,8 Millimeter nur ein Drittel so hoch und auch mit 70 Millimeter nur halb so breit. Kapazitäten von mindestens 25 PByte pro Rack und wahrscheinlich mehr wären damit machbar.

Die Bezahlbarkeit steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn man keinen Platz hat und der Stromversorger den Hahn zudreht, sieht das alles schon ganz anders aus.

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