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DRAM-Kartell Samsung akzeptiert saftige Strafe

Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Bernd Schöne, Dipl. Phys. Bernd Schöne

Durch illegale Absprachen gelang es führenden Speicherchip-Herstellern – darunter Elpida, Hynix, Infineon und Samsung – zwischen 1998 und 2002, die Preise für DRAM-Riegel künstlich hoch zu halten.

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Vor drei Jahren einigte sich das US-Justizministerium mit den genannten Unternehmen auf eine Strafzahlung von 730 Millionen Dollar (584 Millionen Euro). Jetzt zog auch der Staat New York nach.

Wie der zuständige Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo mitteilte, liegt die Strafsumme in diesem Fall bei 90 Millionen Dollar (72 Millionen Euro), die wie schon der zuvor gezahlte Betrag den Opfern des Betrugs zugute kommen sollen. Staat und öffentliche Einrichtungen werden etwa zehn Millionen Dollar erhalten, der Rest landet bei den (Privat-)Anwendern, sofern diese nachweisen können, dass sie im fraglichen Zeitraum Artikel mit Speicherchips von Samsung gekauft haben.

Weitere Klagen

Diese Bestimmung erstreckt sich nicht etwa nur auf PCs und Notebooks, sondern auch auf Geräte der Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, zum Beispiel Videorecorder, Digitalkameras oder GPS-Systeme.

Mit der Einigung, der ein Bundesgericht in San Francisco zunächst noch zustimmen muss, werden sowohl von New York und 40 anderen Bundesstaaten angestrengte Verfahren als auch so genannte Sammelklagen abgeschlossen, die Verbraucheranwälte eingereicht hatten. Verfahren gegen die restlichen Kartellbeteiligten – darunter neben Samsung und den bereits genannten Firmen noch Micron, Mosel-Vitelic, Nanya und NEC – sind weiterhin anhängig.

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(ID:2002287)