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Dateisystem für Flash-Speicher und Metriken zur Messung von Leistung und Lebensdauer Sandisk beschleunigt Solid State Disks und setzt sich für Vergleichsparameter ein

| Redakteur: Nico Litzel

Ab 2009 wird Sandisk in Flash-Produkten „ExtremeFFS“ einsetzen. Das speziell für Solid State Drives entwickelte Dateisystem soll die Random-Schreibgeschwindigkeit um bis zum 100-Fachen erhöhen. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit „vRPM“ und „LDE“ zwei neue Metriken vorgestellt, mit denen Anwender die Leistung und die Lebensdauer von Flash-Speichern besser einschätzen können.

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Sandisk führt mit „vRPM” und „LDE” zwei Größen ein, mit denen Anwender Leistung und Lebensdauer von Solid State Disks besser vergleichen können.
Sandisk führt mit „vRPM” und „LDE” zwei Größen ein, mit denen Anwender Leistung und Lebensdauer von Solid State Disks besser vergleichen können.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ab 2009 kommt in Sandisks Flash-Speichern das Dateiverwaltungssystem ExtremeFFS zum Einsatz, das die Random-Schreibleistung optimiert. ExtremeFFS verwendet einen sogenannten kachelbasierenden Algorithmus, bei dem es keine feste Verknüpfung zwischen physikalischer und logischer Speicherstelle gibt. Wird ein Datensektor geschrieben, so legt die SSD diesen am effizientesten Ort ab. Dadurch verbessert sich laut Sandisk die Random-Schreibleistung um bis zum 100-Fachen. Darüber hinaus soll sich die Lebensdauer der Flash-Speicher erhöhen.

ExtremeFFS weist eine vollkommen blockierungsfreie Architektur auf, in der alle NAND-Channels unabhängig voneinander agieren können. Dadurch können einige lesen, während andere schreiben oder den Speicher bereinigen, so das Unternehmen.

Ein weiteres Element des ExtremeFFS-Dateisystems ist die „nutzungsabhängige Content-Lokalisierung“. Dabei „lernt“ das Dateisystem im Laufe der Zeit die Nutzungsmuster des Anwenders und kann Daten besser lokalisieren, wodurch Leistung und Lebensdauer des Speichers maximiert werden.

Messmethoden für Leistung und Lebensdauer

Die Leistung von Festplatten wird in Revolutions per Minute (RPM), also in Umdrehungen pro Minute gemessen. Um herkömmliche Festplatten besser in Relation zu Solid State Drives setzen zu können, wird Sandisk mit „virtualRPM“ (kurz vRPM) eine neue Größe einführen. Dadurch sollen Verbraucher in PC genutzte Flash-Speicher sowohl mit Festplatten als auch mit verschiedenen Flash-Produkten einfacher untereinander vergleichen können.

Rich Heye, Senior Vice President und General Manager SSD bei Sandisk, erläutert vRPM: „vRPM gibt Antwort auf die Frage: Wie schnell müssten Sie eine virtuelle HDD drehen, um das Leistungsniveau einer SSD im PC zu erreichen?“ Heye geht davon aus, dass die Nettoleistung von SSDs im kommenden Jahr im Vergleich zur aktuellen SSD-Generation viermal und im Vergleich zu den neuesten 2,5-Zoll-Festplatten sechsmal schneller sein wird.

Joseph Unsworth, Forschungsdirektor bei Gartner, zu vRPM: „Es hat eine wahre Schwemme an SSD-Produkten unterschiedlicher Qualität gegeben, die bei Verbrauchern und Unternehmen zu unnötigem Rummel und Verwirrung geführt haben. Die Unterstützung einer gemeinsamen Metrik durch die Branche, die das Wertversprechen einer SSD auf Augenhöhe mit einer HDD vermittelt, wird angesichts der Preisrückgänge für die Aufklärung und die daraus resultierende Annahme durch den Endnutzer maßgeblich sein.“

Long-Term Data Endurance

Flash-Speicher bieten nur eine begrenzte Zahl an Schreibzyklen. Sandisk wird künftig die Lebensdauer der Flash-Speicher für PCs mit „Long-Term Data Endurance“ (LDE) auszeichnen. LDE gibt die Gesamtmenge an Schreibvorgängen an, die während der Lebensdauer einer SSD möglich sind. Heye: „Wir bestärken andere darin, unserem Beispiel zu folgen. Große PC-OEMs und Konkurrenten im SSD-Markt haben den Erstvorschlag von Sandisk untersucht und dazu Stellung genommen.“ Darüber hinaus habe sein Unternehmen einen Antrag und ein Whitepaper bei der JEDEC eingereicht, einer Organisation zur Standardisierung von Solid State Drives.

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