Praxis: Cloudian stellt Objektspeicher für Satellitendaten

Satellite Application Catapult mustert NAS aus

| Redakteur: Tina Billo

Beständig wachsende Datenmengen machten bei Satellite Application Catapulte den Wechsel auf ein neues Speichersystem erforderlich. Object Storage machte das Rennen.
Beständig wachsende Datenmengen machten bei Satellite Application Catapulte den Wechsel auf ein neues Speichersystem erforderlich. Object Storage machte das Rennen. (Bild: Satellite Application Catapulte)

Satelliten kommen heute für ein breites Spektrum an Aufgaben zum Einsatz. Neben der Erd- und Weltraumbeobachtung stellen sie unter anderem die Basis für Wetter-, Kommunikations- und Navigationsdienste. Dabei fallen jede Menge Daten an, die gespeichert, ausgewertet und archiviert werden müssen. So auch bei Satellite Application Catapult, deren klassisches NAS-System mit der steigenden Informationsflut nicht mehr Schritt halten konnte.

Satellite Application Catapult ist ein britisches Hightech-Unternehmen, das seit 2013 Innovationen und Technologien aus moderner Weltraumtechnik entwickelt. Außerdem koordiniert das Unternehmen im Auftrag der ESA, der European Space Agency, die Arbeit des Technology Transfer Networks.

Interdisziplinäre Teams arbeiten gemeinsam speziell an Ideen und Lösungen, die um Daten aus der Satellitentechnologie nutzbar zu. Als Nebenprodukt dieser Forschung ist das Satellite Application Catapult mit sehr großen Datenmengen konfrontiert. Pro Jahr fallen rund 10 Petabyte an Daten an, die seit Beginn der Tätigkeiten auf einem traditionellen NAS gespeichert wurden.

NAS-System bot nicht mehr ausreichend Speicherkapazität

Robert Fletcher, Head of Infrastructure bei Satellite Application Catapult, schildert das Problem folgendermaßen: "Genauso wie bei normalen Anwendungen wachsen die Datenmengen auch bei Satelliten exponentiell. Vor allem aufgrund höherer Auflösungen, beispielsweise bei Bildern, hat sich die Datenrate bei einigen Anwendungen verdoppelt. Zu Beginn unserer Tätigkeit speicherten wir 5 Petabyte an Daten pro Jahr, jetzt sind es schon 10 Petabyte. Es war also schon frühzeitig abzusehen, dass unser eigentlich großzügig ausgestattetes NAS sehr bald aus allen Nähten platzen würde."

Platzbedarf sollte optimiert werden

Dabei waren laut Fletcher nicht nur die Kosten und die Skalierung des Systems ein Problem, sondern auch die physikalische Größe des Speichers innerhalb des Rechenzentrums: "Nach regelmäßigen Skalierungsrunden belegte der Speicher bereits 60 Höheneinheiten in unserem räumlich begrenzten Rechenzentrum. Wir hatten Probleme mit dem Speicher auf allen Ebenen: Verwaltung, Platzbedarf, Strom- und Kühlungsaufwand sowie die Anschaffungskosten liefen allesamt aus dem Ruder. Wir waren deshalb auf der Suche nach einer Speicherlösung, die unseren extremen Anforderungen gewachsen ist."

Objektspeicher samt NAS-Controller bringt die Lösung

Fündig wurde das Forschungsunternehmen bei dem auf Object Storage spezialisierten Anbieter Cloudian. Gegenüber traditionellen Storage-Systemen bieten Objektspeicher verschiedene Vorteile, beispielsweise lassen sie sich aufgrund dessen, dass ihnen keine hierarchische Struktur zugrunde liegt, einfacher skalieren und verwalten.

Cloudians Lösung HyperStore bot außerdem eine sehr breite Kompatibilität mit allen unstrukturierten Datentypen, die sich aus den zahlreichen Satellitenanwendungen anfallen. Für Satellite Application Catapult bot Cloudian damit eine kostengünstige Möglichkeit, mehrere verschiedene Speicher in einem einzigen sehr dichten Speicher zu konsolidieren.

Schnell installiert, kompatibel und platzsparend

Satellite Application Catapult installierte ein Speichersystem von Cloudian, aufbauend auf einem Cluster mit vier Cloudian HyperStore Appliances, der Cloudian HyperStore Software und dem Cloudian HyperFile NAS Controller.

Robert Fletcher erklärt die Installation: "Das System war äußerst schnell aufgebaut und ließ sich einfach und nahtlos mit unseren dateibasierten Satellitenanwendungen sowohl auf Windows- als auch Unix-Basis verbinden. Durch den Wechsel reduzierte sich unser Platzbedarf für Storage auf einen Schlag von 60 auf nur 16 Höheneinheiten."

75 Prozent geringere Storagekosten erwartet

Durch den Wechsel von einem NAS-Speicher traditioneller Bauart hin zu modernem Object Storage ließen sich neben dem geringeren Platzbedarf eine Bandbreite an weiteren Vorteilen erzielen. Unter anderem lässt sich das neue System nahezu unbegrenzt skalieren. Hierfür müssen lediglich neue Nodes zum Speicherpool hinzugefügt werden. Infolgedessen lassen sich Kosteneinsparungen erzielen, denn in Summe kommt dies günstiger, als ein komplexes NAS-Systems anzuschaffen und zu verwalten.

Fletcher zieht ein positives Fazit: "Allein bei der Verwaltung sparen wir gut 40 Prozent an Kosten ein, was auf lange Sicht natürlich sehr wichtig für uns ist. Der Clou ist jedoch, dass der Stromverbrauch und Kühlungsbedarf aufgrund der kompakteren Bauform gesunken ist, und das trotz der zeitgleich höheren Speicherdichte. Die Ersparnis über die geschätzte Nutzungsdauer entspricht allein bei diesen Kostenfaktoren fast den Gesamtkosten für die neue Hardware. Alles in Allem schätzen wir, dass wir mit dem Wechsel künftig fast 75 Prozent der Kosten für Storage einsparen werden."

„Zu einem Drittel der Kosten für herkömmliche Dateispeicher wird uns Cloudian HyperFile dabei helfen, den Betrieb zu vereinfachen, indem Daten auf einer unbegrenzt skalierbaren, kostengünstigen Plattform konsolidiert werden, die vollständig mit unseren dateibasierten Anwendungen kompatibel ist.“

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