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Public-Cloud-Lock-in vermeiden, Datensouveränität bewahren Scality und HPE stellen Private Cloud bereit

Von Michael Matzer

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Storage in der Public Cloud ist nicht für alle User eine Option. Um die Datensouveränität zu bewahren, müssen vertrauliche Daten On-Premises rechtskonform gespeichert werden. Eine Private Cloud lässt sich mit HPE GreenLake realisieren, während Scality hochverfügbaren Speicher beiträgt.

Cloud ja, aber nicht öffentlich: Für Kunden mit sensiblen Daten bieten HPE und Scality eine Private-Cloud-Lösung an.
Cloud ja, aber nicht öffentlich: Für Kunden mit sensiblen Daten bieten HPE und Scality eine Private-Cloud-Lösung an.
(Bild: DC Studio - stock.adobe.com)

Um die steigende Datenflut zu bewältigen, greifen Storage-Nutzer zunehmend zur Public Cloud. Dort hat AWS mit S3 den Löwenanteil, aber auch Azure ist eine zunehmend beliebte Option. Falls ein Nutzer jedoch hochsensible, vertrauliche Daten etwa von Patienten oder Verbrechern zu verwalten hat, müssen sie On-Premises abgelegt werden. Der Nutzer braucht sowohl Datenhoheit als auch die Möglichkeit, auf eine andere Plattform zu migrieren. Diese Ziele sollen mit der Skalierbarkeit des Speichers und kostengünstigem Betrieb der Lösung vereinbar sein.

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Diese Wahlmöglichkeiten will der Storage-Spezialist Scality zusammen mit HPE GreenLake anbieten. Scality S3 Object Storage wird von HPE GreenLake Cloud Services On-Premises bereitgestellt. „Es ermöglicht Kunden, Cloud-Services On-Prem zu beschleunigen, die Datenhoheit zu behalten sowie einfach und kosteneffektiv zu skalieren“, fasst Oliver Storzum, Regional Director DACH bei Scality, zusammen.

„Der verwaltete S3-Service ermöglicht Kunden die Storage-Skalierung – selbst im Kontext raschen Wachstums sowie Lieferkettenproblemen.“ Mit HPE GreenLake können laut Storzum alle geschäftskritischen Workloads von Scality als Service bereitgestellt und verwaltet werden. „Mit HPE GreenLake können Unternehmenskunden monatlich bezahlte Services für Backup, Disaster Recovery, Big Data, medizinische Bildgebung und vieles mehr erwerben.“

Anwendungsfälle

Zu den datenzentrierte Anwendungsfällen gehören Kunden in Cloud-Services, Telekommunikation, im Bank-, Gesundheits- und Polizeiwesen sowie bei Verteidigungsbehörden. Die kanadische Polizeibehörde in Edmonton wandte sich beispielsweise an Scality mit dem Ziel, sensible Daten über HPE GreenLake Services zu verwalten. „Die gesammelten digitalen Beweise wie etwa Body-Cam-Videos werden vor Ort verwaltet, mit einem zukünftigen Wachstumsplan für die Replikation an drei Standorten für verteilte Backups“, berichtet Storzum. „Die Scality/HPE-Lösung ermöglicht es diesem IT-Team, die Daten On-Prem zu halten und gleichzeitig ein Pay-as-you-go-Modell zu nutzen, das so einfach zu betreiben ist wie eine Public Cloud.“ Dieser Ansatz soll den Stress aus der Infrastrukturverwaltung nehmen.

Gesundheitswesen

Etwa 30 Prozent des weltweiten Datenvolumens werden im Gesundheitswesen generiert – und bis 2025 wird die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Gesundheitsdaten 36 Prozent erreichen. „Diese Entwicklung ist schneller als vergleichsweise in den Bereichen Fertigung, Finanzdienstleistungen sowie in der Medien- und Unterhaltungsindustrie“, warnt Storzum.

Organisationen des Gesundheitswesens verfügen zudem über äußerst sensible Daten, die eine ganze Reihe an Datenschutz- und Sicherheitsbedenken mit sich bringen. HIPAA-Konformität und DSGVO-Compliance sind Voraussetzung. „Aus diesem Grund hat sich der Cloud-Service-Provider (CSP) Claro in Südamerika entschieden, Scality/GreenLake zu implementieren, um seinem Kunden, einer nationalen Gesundheitsbehörde, Cloud-Storage-Services anbieten zu können“, weiß Storzum.

Als nationale Gesundheitsbehörde musste der Kunde unstrukturierte Daten wie etwa Primärbilder, CT-Scans sowie andere medizinische Bilder speichern. Die Flexibilität und das „Pay-as-you-go“-Modell von HPE GreenLake entsprachen den Anforderungen des Kunden. Roberto Zambrano, der Produkt- und Presales Manager von Claro, erläutert: „Wir haben eine Verringerung der Kosten für die Speicherinfrastruktur um 30 Prozent erzielt, indem wir mit Scality und HPE GreenLake modernisierten. Den größten Vorteil haben wir an unsere Kunden im Gesundheitswesen weitergegeben, die jetzt sensible Patientendaten wie etwa CT-Scans drei bis fünf Mal schneller abrufen können als zuvor. Gesetzliche Vorschriften erfordern es, dass unsere größten Healthcare-Kunden Patienteninformationen lokal und souverän vorhalten. Mithilfe von Scality und HPE GreenLake können wir diesen Vorschriften entsprechen, während wir zugleich Daten vor Bedrohungen wie etwa größeren Ausfällen durch die Speicherung in einem Weltklasse-Rechenzentrum schützen.“

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Wally MacDermid, Vice President für strategische Partnerschaften bei Scality, kennt die Herausforderung: „Unsere Kunden sehen ein Kapazitätswachstum von bis zu 25 Prozent. Es ist eine gewaltige Herausforderung, solche Kapazitätsanforderungen zu erzielen, denn die Kunden müssen die Lieferkettenbrüche und -verzögerungen kompensieren, während sie den Belangen der Compliance und der Datensicherheit Rechnung tragen.“

Ende der Egress-Kosten

Ein nicht unerheblicher Vorteil, den so mancher Cloud-Nutzer erst spät entdeckt, besteht darin, dass keine Gebühren für den Datenzugriff oder Datenabfluss anfallen. „Diese oft unerwarteten und exorbitanten Egress-Gebühren gehören zu den größten versteckten Kostenverursachern in der Cloud“, mahnt Storzum. „Für Kunden, die Wert auf Flexibilität legen und die Bindung an einen Cloud-Anbieter vermeiden wollen, ist diese erhebliche Ersparnis äußerst attraktiv – vor allem, wenn ihnen klar wird, wie hoch diese Gebühren tatsächlich sind.“

Egress- und Übertragungskosten lassen sich zwar mit geschickter Konfiguration dämpfen, aber um dies herauszufinden, muss der Nutzer erst einmal die Feinheiten der Preisleisten der einzelnen Anbieter kennenlernen, sie analysieren und dann auf seine individuelle Konfiguration übertragen, um sie zu implementieren. Diese Mühe sollen sich Kunden mit dem Scality/HPE-Paket ersparen können.

Kostengünstiger Betrieb

„Mit Scality und GreenLake erhalten Unternehmenskunden grenzenlos skalierbaren, hochverfügbaren, äußerst langlebigen – 14 Neunen hinterm Komma; Amazon hat nur 11 Neunen nach der 99,x – sowie kostengünstigen Speicher für alle ihre Anwendungen“, gibt Storzum zu bedenken.

Ein einziges Scality-System kann Hunderte von Anwendungen gleichzeitig unterstützen, genau wie die Public Cloud, was die Speicherung erschwinglicher macht und einfacher in der Verwaltung: weniger Systeme, weniger Mitarbeiter, weniger Silos. „Unter dem Strich heißt das: stressfreie und vertrauenswürdige Dienste ohne die Risiken der Datenspeicherung in der Cloud“, resümiert der Region Manager. Gary Wong von der Edmonton Police sagt: „Scality und HPE ermöglichen es uns, eine Cloud-ähnliche Nutzerfahrung zu genießen, während sie unsere Daten On-Premises schützen.“

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AWS S3 erlaubt durch das Leistungsmerkmal „Object Lock“, das in zwei Modi nutzbar ist, einen effektiven Schutz vor Ransomware, weil es Dateien unveränderlich macht. Storzum kann also zu Recht von einem „unbreakable Cloud-Speicher“ sprechen, der durch Scality mit HPE GreenLake Cloud Services für das lokale Rechenzentrum verfügbar wird.

Datensicherheit, Datenschutz, Flexibilität, Skalierbarkeit, Datenhoheit – das sind Vorteile, die gerade auch kleine und mittelgroße Unternehmen (KMUs) benötigen. Durch hohe Automation lassen sich die Verwaltungsaufgaben minimieren und wertvolle Ressourcen freisetzen. Das Pay-as-you-go-Modell erlaubt es, den optimal angepassten Betrieb dieses Modells zu realisieren.

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