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Widersprüchliche Benchmarks für Fibre Channel Host Bus Adapter Schlagabtausch zwischen QLogic und Emulex

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

QLogic und Emulex streiten sich in der Frage, wer die besseren Fibre Channel Host Bus Adapter baut. Auftragsstudien beim Dienstleister Demartek schaffen aber nur bedingt Klarheit.

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Streiten sich in Benchmarks um die Performance-Krone bei 16 Gb Fibre Channel HBAs: Emulex und QLogic.
Streiten sich in Benchmarks um die Performance-Krone bei 16 Gb Fibre Channel HBAs: Emulex und QLogic.
(Bild: Demartek)

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Im jetzigen Fall dürften sich die Analysten im Testlabor von Demartek freuen – der Anbieter hat in Folge zwei Auftragsgutachten über die HBAs der Kontrahenten Emulex und QLogic veröffentlicht.

Die von QLogic beauftragte "Industry 8Gb / 16 Gb Fibre Channel HBA Evaluation" soll die Qualitäten der QLogic 2600 Series FC HBA herausstellen. Für jeden Port einzeln ausgeführte Komponenten machen die Lösung demnach besonders robust und skalierbar.

Laut Testurteil schnitten die 16Gb-Fibre-Channel-HBAs von QLogic bei Bandbreite und Datenbank-Arbeitslasten besser ab als die Konkurrenz von Emulex.

Emulex reagierte mit einem eigenen Auftragsgutachten unter dem Titel "Emulex LPe16000B 16 Gb Fibre Channel HBA Feature Comparison", das ebenfalls von Demartek betreut wurde und derzeit verfügbare Hardware untersuche.

Darin wird etwa die Effizienz des QLogic QLE2672 angezweifelt, der im Gegensatz zu zunächst veröffentlichten Darstellungen doch eine aktive Kühlung besitze. Im direkten Vergleich mit dem Emulex LPe16002B verbrauche das System zudem deutlich mehr Leistung. Beispiel: Mit zwei aktiven Ports liefere der Emulex LPe16002B 16.500 IOPS pro Watt, der QLogic QLE2672 schaffe dagegen nur 2.807 IOPS pro Watt.

Ausgewertet wurde außerdem, was die HBAs generell leisten und wie stark die Adapter die Server-CPU belasten. Das Endergebnis fällt diesmal zugunsten von Emulex aus. Die Firma liefere zuverlässige und HBAs mit höchster CPU- und Energieeffizienz.

QLogic will das so nicht stehen lassen und legt nach. Bei dem von Emulex beauftragten Test seien Treiber und Firmware für die Emulex-Adapter verwendet worden, die sich bislang noch im Vorveröffentlichungsstadium befänden.

Zudem mache sich der Test ein "bekanntes isoliertes Konfigurationsproblem[s] zu Nutze". Dieses will QLogic seit Januar behoben haben.

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