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Umfrage: Acht Antworten von Dell zu Cloud Storage Schnellere Netzwerke werden die Transportkosten der Daten verbilligen

Redakteur: Rainer Graefen

Storage-Insider befragte Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise bei Dell Deutschland, zu den Herausforderungen des Speicherns in der „Wolke“.

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Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise bei Dell
Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise bei Dell
( Archiv: Vogel Business Media )

Weitere Umfrage-Ergebnisse finden Sie hier: Umfrage 2010 zu Cloud Storage

1. In der IT-Welt wird aktuell viel über Cloud (-Storage) geredet. Was bedeutet eigentlich Cloud? Warum reden wir an dieser Stelle nicht mehr übers Internet?

Schramm: Eine interessante Frage, womöglich einfach nur, weil schon sehr viele das Internet kennen, aber nicht die Storage-Cloud. Der Begriff klingt doch viel neuer und aufregender.

Andererseits ist es aber auch nicht spezifisch genug, in diesem Fall von Internet zu sprechen, da eine Storage-Cloud für den Benutzer eine wesentlich konkretere Bedeutung haben kann.

2. Die Storage-Industrie macht einen Unterschied zwischen Private Cloud und Public Cloud. Warum ist der Zwischenschritt der „privaten Wolke“ notwendig?

Schramm: Ich glaube europäische - wie auch deutsche - Kunden sind kritischer im Hinblick auf den Umgang mit ihren Daten. Sie wollen genau wissen, wo sie liegen, wobei das in einem Storage-Array, ob modern oder klassisch, ja auch nicht ganz so transparent ist.

Zudem wollen sie wissen, wer auf die Daten zugreifen kann beziehungsweise wer den Zugriff regelt. Wenn man das, wie in einer privaten Cloud, ausschließlich „selbst“ entscheiden kann, gibt einem das womöglich ein besseres Gefühl – im Vergleich zu einer Auslagerung der Daten an einen Anbieter, der die Verwaltung übernimmt. Alle möglichen und notwendigen Sicherheits-maßnahmen müssen natürlich auch in der „Private Cloud“ getroffen werden.

3. In welcher Cloud-Sphäre ist ihr Unternehmen mit welchen Angeboten aktiv?

Schramm: Dell bietet mit seinen drei großen Storage-Plattformen PowerVault, Dell/EMC und EqualLogic unterschiedliche Möglichkeiten, eine private wie auch öffentliche Cloud aufzubauen.

4. Welchen Fragen werden Ihnen von ihren Kunden zur Cloud-Angeboten gestellt?

Schramm: Zum einen betreffen die Fragen das Thema Sicherheit, das heißt Sicherheit in Bezug auf den Zugriff der Daten, aber auch im Hinblick auf den Schutz der Daten (Ausfallsicherheit).

Der zweite Fragenkomplex betrifft die Kosten, das heißt, welche Kosten sind bei einer Daten-Auslagerung zu berücksichtigen.

5. Daten in der Cloud abzulegen wird heute schon vielerorts praktiziert. Gilt das auch für den Zugriff auf Daten und Datenbanken?

Schramm: Hier gilt das Gleiche wie bei Frage 2. Es gibt Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und der jeweiligen Kundenmentalität.

6. Könnten die Kosten für den Transportweg und eventuell auch die Anforderung an die Quality of Services der Verbindung dieser Aussage nicht einen Strich durch die Rechnung machen?

Schramm: Schauen wir auf die Netzwerk-Technologien, so wird sich hier in der Zukunft vieles zum „Schnelleren“ verändern. Das wird auch zu einer Kostensenkung und einem weiteren Ausbau der Angebote führen.

7. Der sichere Zugriff auf die eigenen Daten in der Cloud scheint lösbar zu sein. Gilt dies auch, wenn der Service von mehreren Plattform-Betreibern geliefert wird?

Schramm: Das hängt vom Anbieter der Cloud ab und ist mit Sicherheit ein Thema, das in den Vorbereitungen genau analysiert werden muss.

8. Daten löschen fällt bekanntlich jedermann sehr schwer. Sehen Sie das als zu-künftig größeres Problem virtuelle Maschinen zu löschen?

Schramm: Im Grunde genommen nein, denn das ist erstens eine Frage des Systemmanagements, das zur Anwendung kommt, das heißt, wie kann ich meine Infrastruktur „sehen“ und bewerten, also den Überblick behalten.

Und zweitens stellt sich hier immer auch die Frage der Konsequenz bei der Umsetzung, denn das „Sehen“ ist das eine, es auch zu tun, das andere. Abhilfe für diese Problematik versprechen künftige Automatismen.

Dell wird im dritten und vierten Quartal mit der VIS-Architektur (Virtual Integrated System) und Produkten wie AIM (Advanced Infrastructure Manager) diese Themen aufgreifen.

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