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Veeam Data Protection Trends Report 2020 Schutz und Nutzung von Daten müssen zusammenwachsen

| Autor / Redakteur: Thomas Sandner* / Dr. Jürgen Ehneß

Der aktuelle Data Protection Trends Report 2020 von Veeam zeigt, dass mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen ihre Business-Anwendungen nicht in der gewünschten Zeit wiederherstellen können. Viele Geschäftsmodelle funktionieren jedoch nur dann, wenn die IT eine hohe Datenverfügbarkeit gewährleisten kann. Unternehmensentscheider und CIOs müssen jetzt darauf reagieren und Lücken beim Datenmanagement schließen.

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Ein modernes Datenmanagement setzt eine flexible Verfügbarkeit von Backup-Daten voraus.
Ein modernes Datenmanagement setzt eine flexible Verfügbarkeit von Backup-Daten voraus.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Daten werden immer relevanter, Infrastrukturen immer komplexer

Mehr als 1.500 Unternehmen weltweit gaben im Rahmen des „Veeam Data Protection Trends Report 2020“ Einblicke in ihre Strategien zum Datenmanagement. Das Ergebnis ist eindeutig: Die befragten Manager sind sich der gestiegenen Relevanz von Daten bewusst. Gleichzeitig verfügen nur wenige Organisationen über die notwendigen Strukturen, um die Datenmengen im Rahmen der digitalen Transformation effektiv zu managen. Ein Grund hierfür ist die häufig vorherrschende heterogene IT-Landschaft: Aktuell arbeiten die befragten Unternehmen zu jeweils rund einem Drittel mit einer Mischung aus physischen Servern, virtuellen Maschinen und Cloud-gehosteten virtuellen Maschinen. Dieser Mix erschwert es den IT-Mitarbeitern, schnell und kosteneffizient auf Unterbrechungen der Datenverfügbarkeit zu reagieren.

Mangel an Fachkräften

In den kommenden zwölf Monaten wollen sich die befragten Unternehmen daher auf vier zentrale Aspekte konzentrieren: Ausfallzeiten verringern, den Datenschutz verbessern, Lücken bei der Datenverfügbarkeit schließen und sich besser gegen Cyberangriffe wappnen. Diese Aufgaben zu erledigen, ist jedoch leichter gesagt als getan. Das zeigt ein Blick auf die Umfrageergebnisse aus der DACH-Region: Knapp die Hälfte der Befragten gaben an, dass unternehmensintern das notwendige Fachpersonal fehlt, um bestehende Defizite beim Datenmanagement zu beheben.

Ein Ausfall bedeutet durchschnittlich rund 60.000 Euro Schaden – pro Stunde

Wer als Entscheidungsträger die Herausforderungen beim Datenmanagement nicht rasch löst, muss mit Systemausfällen oder Datenverlusten rechnen. Für Unternehmen würde dies einen Reputationsschaden und Umsatzverlust bedeuten. So hat die Umfrage gezeigt, dass 95 Prozent aller Befragten bereits IT-Ausfälle erlebt haben, die im Durchschnitt jeweils etwa 117 Minuten andauerten. Weiterhin berichten die IT-Experten, dass einer von zehn Servern innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens einen unerwarteten Ausfall verzeichnete.

Diese Ausfälle haben zweifelsfrei negative Effekte auf die Geschäftsentwicklung. Wie die Studie zeigt, haben 51 Prozent der Daten in globalen Unternehmen eine hohe Relevanz. Fällt eine Applikation mit hoher Business-Priorität für eine Stunde aus, kann dies zu Kosten von umgerechnet rund 60.000 Euro führen. Diese Aussagen zeigen nachdrücklich, wie wichtig Datenmanagement und Backup geworden sind.

Zeit für Wiederherstellung nicht ausreichend

Obwohl dem Management die hohe Relevanz von Business-Daten klar ist und sich die Kosten für IT-Ausfälle klar beziffern lassen, scheinen längst nicht alle Unternehmen ihre Daten vollständig zu sichern. 14 Prozent der globalen Unternehmensdaten werden noch gar nicht repliziert. In diesem Zusammenhang hat die Umfrage ein weiteres Problem aufgezeigt: So erhalten die Backup-Verantwortlichen häufig kein klares Feedback von den verwendeten IT-Systemen, ob ein Backup erfolgreich war oder ob die Service-Level-Agreements (SLAs) eingehalten wurden.

Darüber hinaus gaben die Entscheider an, dass ihre Unternehmen noch grundlegende Lücken beim Management der Dateninfrastruktur aufweisen: In der DACH-Region berichten mehr als zwei Drittel der Organisationen von einer „Verfügbarkeitslücke“. Bei diesen Unternehmen ist die IT nicht in der Lage, in der gewünschten Zeit Daten und Applikationen wiederherzustellen. Technische und organisatorische Mängel können also in diesen Fällen jederzeit dazu führen, dass Unternehmen aufgrund dessen Ausfallzeiten erleiden.

Zukunftsfähiges Datenmanagement realisieren

Zur Lösung der hier beschriebenen Anforderungen zum Thema Datenverfügbarkeit setzen immer mehr Unternehmen auf die Cloud. So setzen hier 54 Prozent der Befragten weltweit einen Cloud-Service für Disaster Recovery (DR) ein. 50 Prozent verschieben Workloads von On-Premises-Anwendungen in die Cloud, und 48 Prozent verlagern diese Workloads zwischen Clouds, beispielsweise um die Verfügbarkeit abzusichern.

Die Hälfte der globalen Unternehmen ist sich zudem bewusst, dass die Cloud eine zentrale Rolle in der Datenschutzstrategie spielt und in Zukunft noch wichtiger werden wird. Für eine wirksame Datenschutzstrategie sollte eine Organisation daher eine umfassende Strategie erarbeiten sowie adäquate Lösungen implementieren, die das Management aller Daten und Applikationen in jeder IT-Umgebung – das heißt innerhalb Cloud-, virtuellen physischen und hybriden Strukturen – unterstützt.

Durch das Speichern von Backup-Daten in der Cloud eröffnet sich für Unternehmen die Flexibilität, diese Daten für weitere interessante Szenarien jederzeit vorhalten zu können.

Der Mehrwert von Backup-Daten

Eine den Unternehmensbedürfnissen angepasste Datensicherungsstrategie ermöglicht es, Daten für die unterschiedlichsten Anwendungsszenarien flexibel verfügbar zu halten. So verwenden bereits über 50 Prozent der Unternehmen die Backup-Daten für Zwecke, wie beispielsweise für Data Mining, für forensische Analysen zur Prävention von Cyberangriffen oder für externe Audits durch Wirtschaftsprüfer.

Thomas Sandner, Director Technical Sales CEMEA bei Veeam Software.
Thomas Sandner, Director Technical Sales CEMEA bei Veeam Software.
(Bild: Alexey Testov)

So wachsen der Schutz und die Nutzung von Daten zusammen, wodurch sich auch der Return on Investment (ROI) von Lösungen für das Cloud-Datenmanagement deutlich verbessert.

*Der Autor: Thomas Sandner, Director Technical Sales CEMEA bei Veeam Software

Ergänzendes zum Thema
Veeam Data Protection Trends Report 2020

Veeam beauftragte Anfang 2020 ein unabhängiges Marktforschungsunternehmen damit, eine Online-Umfrage unter 1.550 zufällig ausgewählten Führungskräften und IT-Entscheidern in rund 20 Ländern weltweit durchzuführen. Die Fragen behandelten die Herausforderungen und Ziele beim Datenmanagement, und zwar unabhängig von den eingesetzten Lieferanten und Herstellern.

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