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Dell sieht Dominanz proprietärer Lösungen SDN sorgt nicht zwingend für offene Architekturen

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Eigentlich bietet Software-Defined Networking (SDN) gute Voraussetzungen auch für offene Speicherarchitekturen. Dennoch wird SDN laut Dell in letzter Zeit vermehrt zur Verbreitung geschlossener Systeme genutzt.

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Alexander Thiele, Director Networking von Dell in Frankfurt.
Alexander Thiele, Director Networking von Dell in Frankfurt.
(Dell)

Networking ist der Dinosaurier des Rechenzentrums: Starr, wenig anpassungsfähig und von den proprietären Technologien großer Anbieter dominiert. Wenig Innovationen und überhöhte Preise sind die Folge. Dabei könnten Virtualisierungstechniken wie SDN für offene Architekturen sorgen.

„Daran haben die betreffenden Anbieter natürlich wenig Interesse“, betont Alexander Thiele, Director Networking von Dell in Frankfurt. Die präsentierten SDN-Lösungen seien genauso proprietär wie ihre Vorgänger. Geschlossene Systeme werden lediglich mit applikationsabhängigen Funktionen („Application Aware“) erweitert. „Unternehmen können solche Systeme nach wie vor nicht herstellerübergreifend kombinieren“, erläutert Thiele.

Proprietär statt flexibel

Eine unabhängige und flexible offene Vernetzung werde auf diese Weise nicht erreicht. Stattdessen diene SDN vor allem dazu, den Vendor-Lock-in und proprietären Status Quo zu erhalten. Thiele betont, dass es die zentrale Aufgabe von Anbietern offener Vernetzung sei, die Schwellenangst beim Einsatz solcher Technologien zu überwinden.

Das Niveau an Unterstützung und Sicherheit, das Anwender vom Einsatz proprietärer Lösungen her gewohnt sind, müsse mit der Flexibilität von Open Networking verbunden werden. „Dabei ist die Entwicklung eines offenen Eco-Systems vertrauenswürdiger Anbieter von Open-Networking-Lösungen besonders wichtig.

SDN bietet uns zwar gute technische Voraussetzungen für die Ablösung proprietärer Systeme, aber die jüngste Entwicklung zeigt auch, dass das nicht reicht. Mit Technik allein werden wir der Dinosaurier nicht Herr werden“, erläutert Thiele.

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