Online-Umfrage zum Schwerpunkt Software Defined Storage - André Braun, Hans Schramm - Teil 4

SDS geht den Speichersystem-Dinosauriern an den Kragen

| Redakteur: Rainer Graefen

André M. Braun, Germany Sales Director Storage und Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise, Dell
André M. Braun, Germany Sales Director Storage und Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise, Dell (Foto: Dell)

Bei Dell soll die Funktionalität des Speichersystem-Controllers in den externen Software-Layer wandern. Die Zweiteilung der "Intelligenz" auf Software- und Hardware wird als Fehlentwicklung betrachtet. Welche Konsequenzen das haben wird, erklären André Braun und Hans Schramm.

Storage-Insider: Was ist Software Defined Storage?

André Braun: Auch wenn alle Storagesysteme mit Software betrieben werden, nutzen viele noch spezialisierte Hardware, um die Leistung zu optimieren. Dell spricht immer dann von Software Defined Storage, wenn wir mit Standard-Hardware arbeiten und Software dazu dient, eine höhere Leistung oder mehr Flexibilität zu erzielen. Dell ist hier Vorreiter in der Industrie. Unsere High-End-Storagesysteme sind von der Architektur her reine Software-Defined-Storage-Systeme. Wir trennen konsequent die Hard- von der Software, so dass der Anwender die Software auch komplett unabhängig von der Hardware nutzen kann.

Aber Software-Steuerung gilt doch als nicht besonders leistungsfähig?

Hans Schramm: Die Praxis belegt das Gegenteil. Dell-Compellent-Systeme sind stark softwarebasiert und arbeiten durch den Einsatz von unterschiedlichen Flash-Technologien in Verbindung mit herkömmlichen HD-Laufwerken hocheffizient und kostensparend. Ohne den Einsatz von Software zur Leistungssteigerung wäre das gar nicht möglich.

Was ist notwendig, damit Software Defined Storage über mehrere, unterschiedliche Speichersysteme hinweg funktionieren kann?

André M. Braun: Aus unserer Sicht geht es nicht darum, dass Software Defined Storage unabhängig von Speichersystemen funktionieren muss, sondern vielmehr darum, dass Software Defined Storage die klassischen Speichersystem-Dinosaurier ersetzt. Hier ist gerade ein Paradigmenwechsel im Gange. Die Funktionalität kompletter Storagesysteme ist im Software-Layer abgebildet, und die Trennung von Hardware und Software sorgt für mehr Flexibilität.

Wird es Software Defined Storage auch für Enterprise-Speichersysteme wie die von EMC, Hitachi, IBM oder Oracle geben?

Hans Schramm: Auch hier kommt wieder die Grundsatzdiskussion zum Tragen: Wo steckt die Intelligenz, die heute ein modernes Storagesystem benötigt? Ist sie in einzelne Systeme eingebettet oder als übergreifende Funktionalität vorhanden? Auf jeden Fall benötigen wir die Intelligenz nur ein Mal. Ganz wichtig: Software Defined Storage ist keine Ergänzung oder ein Management-Layer für traditionelle Systeme. Wir reden hier nicht über ein Feature, das alte Systeme "veredelt". Wir reden über eine Option, diese Systeme zu ersetzen.

Was unterscheidet Software Defined Storage von einem heterogenen Storage-Pool?

André M. Braun: Die Grenzen sind hier fließend. Software Defined Storage kann in Form eines heterogenen Storage-Pools auftreten oder aber auch in sonstigen homogenen Varianten. Wir reden hier von einer Designarchitektur und einem Betriebsmodell. Es geht nicht um einzelne Features, sondern um die Trennung von Hardware und Software, um eine höhere Flexibilität und Leistung zu erzielen.

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