Vogel IT-Akademie: Storage Technology Conference 2014

SDS macht Speicherarchitekturen flexibler, effizienter und günstiger

| Redakteur: Wilfried Platten

Robert Thurnhofer, Marketing Manager Central Europe bei DataCore.
Robert Thurnhofer, Marketing Manager Central Europe bei DataCore. (Bild: DataCore)

Software Defined Storage ist in der Praxis angekommen. Das Thema hat viele Facetten, die bei der Optimierung von Speicherinfrastrukturen greifen – am besten, man erlebt sie live!

Storage-Insider.de: Ist Software Defined Storage noch im Stadium eines faszinierenden theoretischen Konzepts oder ist es bereits in der Praxis angekommen?

Thurnhofer: Software Defined Storage ist ein Trendthema, das von Speicheranbietern vorangetrieben wird, die in erster Linie Hardware verkaufen. Dort ist aber noch vieles Theorie. DataCore Software verfolgt diesen Ansatz seit 15 Jahren und hat heute rund 10.000 Kundeninstallationen. Die SDS-Schlüsseltechnologie ist die Speichervirtualisierung, die die Intelligenz von der Hard-ware löst und auf einer unabhängigen Software-Ebene freisetzt. Speicherinfrastrukturen werden flexibler, effizienter und kostengünstiger. Mit unserer SANsymphony-V können Unternehmen dynamisch auf neue Geschäftsanforderungen reagieren und diese speicherseitig umsetzen. In der Praxis erfüllt eine SDS-Software folgende vier Aufgaben: Erstens die Virtualisierung der gesamten Speicherinfrastruktur und Zentralisierung der Verwaltung. Zweitens die Kommunikation zwischen Speicherressourcen unabhängig von Hersteller und Modell. Drittens die Entkoppelung von Hard- und Software, das heißt neue Features ohne Hardware-Austausch sowie viertens die Datenmigration und den Hardware-Austausch im laufenden Betrieb.

Was sind in der Praxis die drei wichtigsten Vorteile von Software Defined Storage gegenüber herkömmlichen Architekturen?

Thurnhofer: SDS kann auf herkömmlichen Speicherarchitekturen aufsetzen. Daher ist SDS nicht an eine spezifische Architektur gebunden, vielmehr geht es um die Strategie, die Intelligenz und Funktionalität einer Speicherarchitektur jenseits der Hardware anzusiedeln und auf eine übergeordnete Software-Ebene zu heben. Das ist Software Defined Storage. Daraus ergeben sich drei elementare Vorteile: höhere Kosteneffizienz und Investitionssicherheit, mehr Flexibilität im Speichermanagement und Herstellerunabhängigkeit. Technologisch ergeben sich diverse Vorteile, die akut eventuell unterschiedliche Relevanz haben, aber bei einer Veränderung der Anforderungen ohne Architekturänderung integriert werden können: flexibles Auto-Tiering für diverse Storage-Klassen, Hochverfügbarkeit mit Autofailover über heterogene Hardware hinweg, Performance-Steigerung mit Caching und SSD/Flash, oder etwa Disaster Recovery, Replikation und Continuous Data Protection über die zentrale Speichermanagement-Plattform.

Für welche Einsatzszenarien ist Software Defined Storage besonders sinnvoll?

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Person
 
Storage Technology Conference 2014 – die Termine im Überblick

Thurnhofer: Austausch- oder Datenmigrationsprojekte sind typische Szenarien, bei denen wir ins Spiel kommen. Unsere Technologie liegt derzeit in der neunten Produktgeneration vor und wird kontinuierlich auf Basis der Praxiserfahrung und -anforderung weiterentwickelt. Grundsätzlich bietet die Schlüsseltechnologie Speichervirtualisierung eine zentrale, Hardware-Generationen umfassende Plattform, um ein effizientes Speichermanagement für Hochverfügbarkeit, höchste Performance und Disaster-Recovery-Szenarien bereitzustellen.

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