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Festplatten sollen intelligent(er) werden Seagate Kinetic, das Ende des Storage-Servers?

Redakteur: Wilfried Platten

Die Kinetic-Open-Storage-Plattform von Seagate will die komplette Storage Server-Ebene überflüssig machen. Bislang ist sie aber nur angekündigt.

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Intelligenzbestie im Anflug: der Produktionsstart der Kinetic-HDDs steht noch nicht fest.
Intelligenzbestie im Anflug: der Produktionsstart der Kinetic-HDDs steht noch nicht fest.
(Bild: Seagate)

Ist das Ende des Storage-Servers gekommen? Seagate sagt ja und ruft mit der Open-Storage-Plattform Kinetic nicht weniger als eine Revolution aus! Nachdem Server und Storage bislang physisch und logisch immer enger zusammengewachsen sind, soll Kinetic die komplette Ebene des Storage-Servers einsparen.

Intelligente Platten

Der Trick: Kinetic verlagert das Management von HDD-Speichermedien auf das Laufwerk selbst, macht dadurch die bisherigen File-Systeme überflüssig und optimiert so potenziell die Performance auf Festplatten- und Rack-Ebene – so die Theorie. Die Kinetic-Festplatten besitzen dazu einen zusätzlichen Prozessor samt Arbeitsspeicher zur Verwaltung der Objekte. Über die Firmware werden die neuen Funktionen und Features ermöglicht. Jede Kinetic-Festplatte erhält eine eigene IP-Adresse und kann über die Kinetic-API von Anwendungen direkt angesprochen werden. Der klassische Bottleneck des Storage-Servers soll damit der Vergangenheit angehören.

Offenes Timing

Die Kinetic-Plattform wurde im Jahr 2013 vorgestellt. Systempartner wie AOL, Digital Sense und Hewlett-Packard haben die Entwicklung der offenen API maßgeblich unterstützt. Gerüchte aus den USA besagen, dass erste Chargen des neuen Festplatten-Typs noch in diesem Monat produziert werden sollen. Wann sie aber in Deutschland verfügbar sein werden, und zu welchem Preis, das war offiziell noch nicht zu erfahren.

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