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Schnelle Universal-Stecker Seagate präsentiert erstes USB-3.0-Gerät

Redakteur: Ulrike Ostler

Im November des vergangenen Jahres wurden die endgültigen Spezifikationen für USB-3.0 veröffentlicht. Auf der Elektronik-Messe CES 2009, die vergangene Woche stattfand, stellten nun Seagate und Chiphersteller Symware erste Geräte vor, die auf dem neuen Standard basieren.

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Äußerlich werden sich USB-3.0-Stecker vom Typ A nicht von 2.0-ern unterscheiden, Bild: pixelio/Simbamo
Äußerlich werden sich USB-3.0-Stecker vom Typ A nicht von 2.0-ern unterscheiden, Bild: pixelio/Simbamo
( Archiv: Vogel Business Media )

Verglichen mit dem USB-2.0-Standard, der maximal einen Datendurchsatz von rund 35 Megabyte pro Sekunde erlaubt, können beim USB-3.0-Standard rund 300 Megabyte pro Sekunde durchgeschleust werden. Bis zu 4,8 Gigabit pro Sekunde werden allerdings von der neuen USB Generation erwartet.

Das bedeutet, dass ein etwa 25 Gigabyte großer HD-Film in 70 Sekunden geladen werden kann, während beim USB-2.0-Interface 14 Minuten benötigt werden. Das zeigte jedenfalls ein Versuch auf der Windows Hardware Engineering Conference „WinHEC 2008“.

Die Spezifikationen hierfür wurden im November auf der „SuperSpeed USB Developer Conference“ in San Jose´, Kalifornien, veröffentlicht. Verantwortlich dafür war ein Industriekonsortium unter der Führung des Prozessorherstellers Intel.

Schnell nur mit wechselseitigem Einverständnis

Um die volle Datenrate erzielen zu können, muss sowohl das Empfangs- als auch das Sendegerät USB-3.0 unterstützen. Die neue Windows 7 Version soll USB 3.0 nicht von Hause aus in neuen Geschwindigkeiten bedienen können.

Allerdings wurde bei der Entwicklung auf Abwärtskompatibilität geachtet. So werden im Inneren der Typ-A-Steckverbinder zusätzliche Kontakte in hinteren, bisher ungenutzten Bereichen montiert. Die Stecker passen in die jetzigen Buchsen und die jetzigen 2.0-Anschlüsse in die neuen Buchsen. Die neuen Stecker müssen jedoch bis zum Anschlag in die Buchsen geschoben werden müssen, sonst werden sie wohl lediglich als 2.0-tauglich erkannt.

Auf der Consumer Electronics Show (CES 2009) nun, die vom 8. bis zum 11. Januar in Las Vegas stattfand, präsentierten Seagate und Chiphersteller Symware eine als „Free Agent“ bezeichnete externe Festplatte, die auf USB 3.0 basiert. Es habe sich um eine „praxisnahe Demonstration“ gehandelt, teilen die Hersteller mit.

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