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FreeAgent DockStar wird das Internet umkrempeln Seagate überrascht mit „Digital Content Sharing Hub“

Redakteur: Rainer Graefen

Es kostet wahrscheinlich 99 Euro und es könnte die Welt der privaten Datentransmission verändern: Seagate FreeAgent DockStar.

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So unscheinbar wie spektakulär: Seagate FreeAgent DockStar
So unscheinbar wie spektakulär: Seagate FreeAgent DockStar
( Archiv: Vogel Business Media )

Vorführeffekt: Im ersten Anlauf endete es wie bei vielen Produktpräsentationen, die mehr zeigen wollen als nur dutzendweise Slides. Jon van Bronkhorst, Executive Director bei Seagate, scheiterte beim Login. Eine kleine Indifferenz zwischen deutschem WLAN und amerikanischem Notebook verhinderte – besser gesagt behinderte – die Vorstellung.

Herr van Bronkhorst, verantwortlich für das Product Marketing Seagate Consumer Solutions, dürfte innerlich schwer geflucht haben. Schließlich war er gerade dabei, zwei Dutzend Fachjournalisten von seinem Produkt zu überzeugen.

Home, sweet home

Der Vorführeffekt hatte aber sein Gutes. Ein zweites Notebook von einem deutschen Kollegen stellte problemlos die gewünschte Verbindung zu seinem FreeAgent DockStar her.

Und dann ging im übertragenen Sinn die Post ab. Wir schauten uns seine Fotos und Filme an und hörten seine Musik. Digital Content Sharing in seiner wirklich einfachst anwendbaren Form. Und sein Besitzer bestimmt über Zugriffsrechte, wer darauf zugreifen darf. Lesend, Read only. Eine Erlaubnis, die nach 30 Tagen verfällt. So entstehen schon mal keine Karteileichen.

Meine Inhalte gehören mir

Und wenn bestimmte Inhalte nicht mehr dem eigenen Wohlfühlfaktor entsprechen, wird die Festplatte, respektive der Ordner, nicht länger „geshart“, sondern unzugreifbar gemacht. Und anders als bei Youtube stimmte die Filmqualität und auch die Fotos waren so scharf, wie es die Auflösung des Projektors zuließ. Zum Abschluss der Vorführung hörten wir uns noch ein wenig Pop-Musik an.

Der Zugriff erfolgte übrigens nicht auf seinen Rechner, sondern nur auf Teile seiner mehreren Terabyte großen Festplattensammlung in Form von externen Festplatten und Seagates Black-Armor-Home-NAS-System.

Facebook sollte sich Sorgen machen

An diesem Punkt könnte man sich größere Sorgen um so manches hochgelobte soziale Netzwerk-Portal machen: Warum Facebook, Youtube, Xing und die ganzen anderen Portale mit seinen Inhalten füllen, wenn es mir doch darum geht, dass meine Familie, meine Freunde und ich selbst, fern von zu Hause weilend, Erlebtes miteinander teilen können?

Seagate ist es mit dem Free Agent DockStar gelungen, in einem hochgradig unspektakulären Device das eigene Datenleben trotz Internet wieder zu reprivatisieren. Große Bandbreiten sind dazu nicht notwendig. In diesem Fall lag die Upload-Rate bei 384 Kilobit, der Download irgendwo zwischen 1 und 16 Megabit.

Dass dieses Gerät auch für das Home Office oder die Offline-Datensicherung gute Dienste leisten wird, ist sicher. Und wer mal ein „dickes“ Attachment über die Leitung schicken will, kann das mit dem DockStar auch erledigen.

Ach so, die technischen Daten, die mich eigentlich gar nicht interessiert haben: Gigabit-Ethernet, Docking-Port für eine externe Festplatte und mehrere USB-Schnittstellen. Die Details werden wir nachreichen, sobald Seagate uns ein Testexemplar zur Verfügung gestellt hat. Das Gerät ist ab nächster Woche verfügbar.

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