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STEC im Fadenkreuz des Festplattenherstellers Nummer eins Seagate verklagt SSD-Hersteller wegen Patentrechtsverletzungen

| Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Seagate Technology verklagt den Hersteller von Solid State Disks STEC wegen Patentrechtsverletzungen. Der Festplattenhersteller sieht von ihm entwickelte Techniken zur Fehlerkorrektur und Schnittstellen illegal genutzt. STEC produziert Flash-Laufwerke für diverse OEM-Kunden wie beispielsweise EMC.

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Seagate erhebt Patentklage gegen den Solid-State-Hersteller STEC.
Seagate erhebt Patentklage gegen den Solid-State-Hersteller STEC.
( Archiv: Vogel Business Media )

Festplattenhersteller Seagate verklagt den Flash-Spezialisten STEC auf Schadenersatz und Produktionsstopp seiner SSD-Laufwerke. Das „Wall Street Journal” hat in seinem Bericht über die Patentrechtklage keine Summe für den Schadensersatz beziffert. STEC weist die Klage als haltlos zurück.

In der Klageerhebung vor dem nordkalifornischen Bezirksgericht wird von Seagate dargelegt, dass STEC mit seinen Solid State Disks vier Patente aus den Jahren 2002 und 2006 von Maxtor und Seagate verletzt. Die Forderung wird von Experten als Auftakt einer Klagewelle angesehen, die Seagate im vorigen Monat angekündigt hatte.

Hintergrund ist der prognostizierte Anstieg der Marktanteile von Festspeichern. Flash hat rotierende Datenträger längst aus tragbaren Geräten wie MP3-Playern und Kameras verdrängt. Jetzt erwarten Analysten auch bei Servern und Notebooks einen stetigen Wandel des Marktes hin zu Solid-State-Disk-Speicher.

Die wachsenden Marktanteile von SSDs sind den Herstellern konventioneller Festplatten ein Dorn im Auge. Da auch Seagate eigene Pläne für SSD-Lösungen hat, versucht der Marktführer mit den Patentrechtsklagen, Konkurrenten im Zaum zu halten, vermutet das amerikanische Wirtschaftsblatt.

(ID:2012196)