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Wichtige Aspekte zur Pflege von Unternehmensdaten Sechs Tipps zur Vermeidung schlechter Datenqualität

Redakteur: Florian Karlstetter

Datenqualität spielt für den Erfolg eines Unternehmens eine entscheidende Rolle. Neben allgemeinen Kriterien wie Aktualität, Konsistenz, Korrektheit, Redundanzfreiheit, Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Unternehmensdaten empfiehlt Information Builders weitere konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Datenqualität.

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Sechs Tipps für eine bessere Datenqualität.
Sechs Tipps für eine bessere Datenqualität.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mangelnde Datenqualität kann für Unternehmen schwerwiegende Folgen nach sich ziehen: angefangen von verärgerten Kunden, über Umsatzeinbrüche bis hin zu falschen strategischen Entscheidungen, basierend auf unvollständigem oder schlichtweg falschem Datenmaterial.

Neben gängigen Qualitätskriterien wie Korrektheit, Vollständigkeit, Relevanz und Konsistenz gibt es noch eine Reihe weiterer Maßnahmen, die für eine durchgängig gute Qualität von Unternehmensdaten wichtig sind. Information Builders hat diese in sechs Punkten zusammengefasst.

So sollte zunächst eine gründliche Bestandsaufnahme stattfinden. Gefordert sind an dieser Stelle die Fachabteilungen, um Problemfälle in den verschiedenen Bereichen zu ermitteln. Exemplarisch nennt Information Builders Auftrags-, Finanz-, Kunden-, Material-, Produktions- und Rechnungsdaten.

Als zweiten Punkt nennen die Experten erste Bereinigungsarbeiten. So sollten im Datenbestand Abweichungen und Varianten von Einträgen ermittelt und beseitigt werden. In vielen Fällen empfiehlt sich hier auch ein Abgleich mit externen Datenquellen. Eine weitere, einfach zu beseitigende Ursache für Performanceprobleme und Verärgerung bei mehrfach angeschriebenen Kunden bilden Dubletten.

Stammdatenmanagement

Mit Hilfe von Master Data Management lassen sich umfangreiche Datenbestände konsolidieren und so einfacher handhaben. Wo immer möglich, sollten in „Golden Records“ generell gültige Datendefinitionen für Stammdaten festgelegt werden.

Der vierte Tipp befasst sich mit der Absicherung der technischen Fundamente. Gefordert ist hier die IT-Abteilung, die in Abstimmung mit den Fachabteilungen die technologische Grundlage gewährleisten muss. So gilt es beispielsweise eine passgenaue Integrationstechnologie aufzusetzen, um auf die unterschiedlichsten internen und externen, strukturiert und unstrukturiert vorliegenden Daten zugreifen zu können.

Systematisches Vorgehen

Eine dauerhaft hohe Datenqualität lässt sich nur durch ein systematisches Vorgehen erzielen. Dazu gehört auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen und der IT, die in Form eines Competence Centers umgesetzt werden kann. Im Idealfall sollte mit dieser Aufgabe ein dauerhaft etabliertes Team bestehend aus Mitarbeitern der IT und Fachabteilungen von der Geschäftsleitung mit dieser Aufgabe betraut werden. Dieses Team ist dann auch für die Beachtung der Datenqualität verantwortlich.

Als sechsten und letzten Tipp nennt Information Builders die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung. Demnach lässt sich die Einhaltung und Absicherung einer hohen Datenqualität nicht mit einem einmaligen Projekt erreichen. Vielmehr ist eine systematische Analyse und Überwachung der Datenintegration sowie eine permanente Überprüfung der Datenqualität im Sinne des konzipierten Stammdatenmanagements notwendig. Wo immer möglich, sollte eine automatische und kontinuierliche Überprüfung bereits bei der Dateneingabe (Syntax und Semantik) erfolgen.

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