Interview mit Henrik Hansen, QLogic

Serverbasiertes Caching in virtualisierten und Cluster-Umgebungen

| Redakteur: Nico Litzel

Henrik Hansen, Director Marketing QLogic
Henrik Hansen, Director Marketing QLogic (Bild: QLogic)

Henrik Hansen, Director Marketing QLogic, sprach mit Storage-Insider.de über die Beschleunigung der Applikationen mit FabricCache.

Flash-basiertes Caching ist ein bewahrtes Verfahren zur Beschleunigung der Anwendungsleistung und durch die Installation servergebundener Caches in eine Speicher-Fabric einfach umsetzbar. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Komplexität der Infrastruktur nimmt ab, die Betriebskosten sinken und das Antwortverhalten I/O-intensiver Geschäftsanwendungen verbessert sich. Eine Ausnahme stellen Multi-Server-Umgebungen dar, in denen virtualisierte oder geclusterte Applikationen zum Einsatz kommen. Henrik Hansen, Director Marketing QLogic, erläutert, wie FabricCache dieses Problem löst.

Storage-Insider.de: Unterstützen Flash-basierte Caching-Lösungen virtualisierte und Cluster-Umgebungen?

Hansen: Zwischen Festplatten und RAM klaffte in punkto Geschwindigkeit, Kapazität und Preis eine Lücke, die Flash-Speicher schließen. Flash-basierte Caching-Lösungen beschleunigen die Leistung von Geschäftsanwendungen, allerdings ist Flash als primärer Speicher nach wie vor teuer. Ein wirtschaftlicher Ansatz ist, Flash als Cache zu nutzen, um anspruchsvollen Workloads eine höhere Leistung bereitzustellen.

Durch die Installation von Cache in Storage-Arrays oder Caching-Appliances im Netzwerk lassen sich Performance-Steigerungen erzielen. Doch die Last auf dem SAN nimmt zu, es können Kapazitätsengpässe auftreten. In virtualisierten Umgebungen mit einer hohen VM-Dichte pro Server Flash-Speicher zu integrieren löst das Problem. Dank der Nähe zu den VMs muss der Datenverkehr nicht länger das SAN passieren und das Speichergerät nicht mehr die Verarbeitung übernehmen. Serverbasierte Lösungen arbeiten somit schneller und entlasten das SAN.

Ebenso sollte Flash in Speicher-Arrays oder im Netzwerk zum Einsatz kommen, da die Hit-Rate bei keinem Cache 100 Prozent beträgt. Sind angeforderte Daten nicht verfügbar (Cache Miss) wird die Anfrage an das SAN geleitet. Ergänzende serverseitige Lösungen beschleunigen die Leistung von Server-VMs und geclusterten Anwendungen deutlich.

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