Das zweijährige Hindernislaufen scheint überwunden Service Providing, Information Security und Openstack bewegen Symantec

Autor / Redakteur: Wilfried Platten / Rainer Graefen

Stefan Henke, Country Manager von Symantec Deutschland, ist rund ein Jahr im Amt und musste in dieser Zeit einige Hindernisse aus dem Weg räumen. Nach dem internen Aufräumen kommt jetzt der nächste Schritt.

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Stefan Henke, Country Manager Symantec Deutschland
Stefan Henke, Country Manager Symantec Deutschland
(Bild: Symantec)

Storage-Insider: Symantec hat zwei bittere Jahre hinter sich. Doch jetzt scheint wieder Aufbruchstimmung zu herrschen. Was tut sich denn konkret?

Henke: Das letzte Jahr stand unter dem Motto: "Kosten sparen und Prozesse effizienter machen". Jetzt geht es im nächsten Schritt um die Themen Innovationen und Wachstum.

Wir haben also intern erst einmal die Organisation neu aufgestellt, um dann auf den Wachstumspfad einschwenken zu können. In dieser Phase sind wir gerade. Ganz wichtig ist dabei die Tatsache, dass Deutschland ein Kernmarkt für Symantec weltweit ist.

Wie sieht denn die inhaltliche Orientierung von Symantec aus? Welche Themen stehen im Vordergrund?

Henke: Information Management und Information Security belegen auf der Agenda die obersten Plätze. Wir hatten kürzlich einen sogenannten Cyber-Dialog mit den IT-Verantwortlichen des bayerischen Staatsministeriums, und die CIOs haben uns bestätigt, dass dies genau die Themen sind, die sie aktuell umtreiben. Sie haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Informationen immer verfügbar und jederzeit sicher sind.

Symantec galt und gilt, nicht zuletzt wegen der vielen Zukäufe, als Gemischtwarenladen. Wofür steht die Firma denn aktuell von der Angebotsseite her?

Henke: In der Breite heißt das, dass wir sowohl Produkte für private Anwender als auch Lösungen für Unternehmen und Behörden im Portfolio haben. Es geht immer um die Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten, bis hin zu komplexen Anforderungen wie Hochverfügbarkeit oder Compliance-Konformität.

Dazu kommen als relativ neue Zielgruppe die Service Provider. Auch diese müssen ja ihre Cloud-Angebote sicher und hochverfügbar halten. Nicht zuletzt deshalb bieten wir alle unsere Produkte sowohl on-premise, in der Cloud als auch hybrid an. Welche Variante gewählt wird, das hängt von den verschiedenen Datenklassen ab, die die Unternehmen entweder intern oder extern halten wollen.

Von der Tiefe her sind die meisten Lösungen skalierbar über verschiedene Anforderungsstufen hinweg. Andere sind speziell für bestimmte Ziegruppen entwickelt, wie etwa Backup Exec für den Mittelstand oder Netbackup für die Sicherung von Tausenden virtueller Maschinen und Petabytes an Daten im Konzernumfeld.

Wenn wir über Produkte wie das Speicher-Management-System Storage Foundation reden, sind wir bei dem Thema Virtualisierung und dann zwangsläufig auch beim Thema Software-Defined-Anything...

Henke: ...wir arbeiten in den entsprechenden Standardisierungsgremien mit und unsere Produkte unterstützen diese Standards, wie etwa Openstack.

Wie hat sich denn Ihre Distributionslandschaft entwickelt?

Henke: Die hat sich geändert: Wir hatten ja einige spezialisierte VADs, wie etwa TIM für Storage. Hier darf jetzt jeder alles verkaufen. Und zwar nicht, weil wir das unbedingt so wollten, aber es war der Wunsch dieser Distributoren. Und die reagieren wiederum auf die Wünsche ihrer Kunden, die alles aus einer Hand haben wollen.

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