SEP geht in die Cloud

Sesam schützt vor Locky

| Autor / Redakteur: Jakob Jung / Rainer Graefen

SEP präsentierte seine Neuheiten auf dem Summit am schönen Tegernsee.
SEP präsentierte seine Neuheiten auf dem Summit am schönen Tegernsee. (SEP/ Jakob Jung)

Der deutsche Backup-Anbieter SEP erweitert seine Hybrid Backup Lösung Sesam in der Version 4.4.3 mit einem verbesserten Cloud Angebot. Neu ist die Unterstützung für Red Hat Virtualisierung sowie IBM Power und LinuxOne.

Erst Ende Dezember 2015 hat der Backup-Anbieter SEP aus Weyarn bei München die Version 4.4.2 seiner Lösung Sesam vorgestellt. Jetzt steht bereits die Version 4.4.3 in den Startlöchern, die aktuell als Beta verfügbar ist und auf der CeBIT offiziell vorgestellt werden soll.

Auf dem Partner Summit 2016 in Tegernsee am 22. Und 23. Februar gab der bayerische Software-Hersteller erste Einblicke in die neue Technologie. Die besondere Stärke von Sesam lag schon immer in der Unterstützung von zahlreichen Drittanbietern und hier wird weiter ausgebaut.

Support ausgeweitet

SEP stellt in Version 4.4.3 als weltweit erster Hersteller ein API-basiertes Backup Modul zur Sicherung von Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) vor. Dies bestätigt Hubert Schweinesbein, Manager EMEA Partner Enablement Team, Red Hat: "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit von SEP und Red Hat."

Die Integration von SEP Sesam ist auch in Atlassian JIRA möglich und diese erlaubt neben einem einfachen Backup auch das Klonen von JIRA Umgebungen. Es gibt volle Unterstützung von IBM Power und IBM LinuxONE, die auf IBM Mainframe basiert.

SEP Sesam kann auf den IBM Plattformen als hochperformanter Backup-Server oder als Backup-Client mit den Betriebssystemen Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 7 und SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 12 betrieben werden.

Ebenfalls neu ist ein Scheduler mit Feiertagskalender, der Backups für bestimmte Termine ansetzen oder aussetzen kann sowie eine Web-Benutzeroberfläche mit Dashboard und Anwenderauthentifizierung.

Effiziente Deduplizierung mit Tachometer und Kompressionsrate

Aber auch die bereits erschienene Version 4.4.2 hat wichtige Neuerungen gebracht. Dazu gehört die Si3-Deduplizierung und –Replikation sowie die Wiederherstellung einzelner Elemente per Drag and Drop aus Microsoft Exchange und SharePoint gelegt.

SEP Sesam Si3, das nun neben Linux auch für Windows Backup-Server und Remote Device Server (RDS) zur Verfügung steht, spart bis zu 90 Prozent des Backup-Speicherbedarfs ein, was speziell auf die bandbreitensparende Datensicherung in verteilten Umgebungen abzielt.

Ein Tachometer, um die Deduplikation-Ratio zu testen, sorgt für 60 Prozent Beschleunigung nach dem ersten Backup und ergibt eine Abschätzung, wie gut die Daten deduplizierbar sind. Für den Tape-Bereich neu ist eine LTO-Hardware-Verschlüsselung.

Neu ist die Windows Disaster Recovery mit maschinenunabhängigen Restore und VMware Restore für Single File Restore. "Die Schnittstelle von VMware hatte im letzten Jahr Probleme, das betraf alle Hersteller", gesteht Christian Ruoff, Business Development Manager bei SEP, zu. Sesam habe in der Version 4.4.2 eine effiziente Deduplikation mit vier Patenten und variabler Blocklänge und Replikation erreicht. "Backup und Wiederherstellung von Daten über unterschiedlichste Plattformen hinweg, bedürfen einer intelligenten Lösung, damit die Administration und die Wiederherstellung im Desasterfall so einfach und schnell wie möglich sind", sagt Georg Moosreiner, Vorstand der SEP. "Zudem nehmen die Datenmengen rasant zu. Diese lassen sich mit unserer neu vorgestellten Version 4.4.2 durch intelligente Deduplizierung um bis zu 90 Prozent reduzieren."

Sesam kommt als BaaS

Ein neues Lizenzmodell für Managed Service Provider (MSP) soll Sesam als Lösung für Backup as a Service (BaaS) verankern. Erste Erfahrung mit Sesam Backup as a Service hat bereits Christian Reichert, Geschäftsführer des Mainzer Systemhauses sc synergy gesammelt: "Wir haben den ersten Kunden für Sesam BaaS im August 2015 gewonnen. Aktuell haben wir 13 Kunden und das ohne Marketing." Als Vorzüge von SEP nennt Reichert das einfache Management mit Sesam, die Agenten für verschiedene Betriebssysteme, die Deduplikationsfunktionen und die klare Roadmap einer Software made in Germany. sc synergy hat einen Sesam Server im eigenen Rechenzentrum in Wiesbaden aufgebaut. Jeder Kunde erhält dort einen eigenen Datastore.

André Hirschberg, Senior Partner Sales Manager, SEP, bekräftigt: "Backup as a Service mit Sesam wird von Kunden und Partnern angefragt. Seit zwei Jahren tut sich etwas im Markt. Die Zeit scheint reif und die IT Abteilungen öffnen sich für Services von außen. Vertrauen ist wichtig, Die Kunden schätzen lokale Dienstleister und flexible Verträge. Unser MSP-Programm erfordert keine Investition. 63 Prozent der Kunden wollen damit Kosten senken. Backup ist langweilig, komplex und wird gerne ausgelagert. Wir bieten Flexibilität mit breiter Plattformabdeckung durch Sesam."

Ralf Bogner, Senior Pre-Sales Engineer, SEP, ergänzt: "Die Cloud Infrastruktur scheint anfänglich kompliziert, ist aber einfach umzusetzen. Der Partner kann dem Kunden sagen, was er braucht. Wir haben einen modularen Baukasten, der auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden kann, Die MSP shared Infrastruktur dient als rundum-sorglos Paket und kann Datentrennung gewährleisten.

Der Kunden will sich nicht mit Tape-Lagerung beschäftigen. Unser neues Dashboard kann dem Kunden Berichte direkt anbieten. Wir sprechen davon, Daten zu schützen. Der neue Trojaner Locky verschlüsselt auch Backup-Daten und wirft dadurch völlig neue Probleme auf. Mit Sesam und Tape-Sicherung konnte diese Problemstellung gelöst werden."

Sesam in der Praxis

Andreas Roscher, Geschäftsführer der Arosoft network, schilderte den Einsatz vom SEP Sesam als "Secure Managed Service" im Hochsicherheitsumfeld am Beispiel einer Bank: "Wir managen alles verschlüsselt. Wir und Sesam unterstützen alle Systeme per imageless recovery in einer open Management Architektur. Die Client Software von Sesam passt in Windows PE (Preinstallation Environment), das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Dadurch ist das Booten vom Netzwerk möglich. Der secure Management Service erlaubt es, Clients und Jobs hinzuzufügen. SEP hat ein exzellentes Command Line Interface, das die Programmierung erleichtert."

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