2,5-Zoll-Laufwerk mit einer Bauhöhe von fünf Millimetern Singapur entwickelt extrem flache Hybrid-Disk

Redakteur: Nico Litzel

Das an der staatlichen singapurischen Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) angesiedelte Data Storage Institute hat das „A-Drive“ entwickelt, ein 2,5-Zoll-Hybridlaufwerk, das bei einer Höhe von nur fünf Millimetern ein Terabyte konventioneller Speicherkapazität mit 32 Gigabyte SSD-Speicher kombiniert.

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Das A-Drive bietet bei einer Bauhöhe von Millimetern ein Terabyte Speicherkapazität. Damit ist das Hybridlaufwerk für den Einsatz in Ultrabooks und Tablet PCs prädestiiniert.
Das A-Drive bietet bei einer Bauhöhe von Millimetern ein Terabyte Speicherkapazität. Damit ist das Hybridlaufwerk für den Einsatz in Ultrabooks und Tablet PCs prädestiiniert.
(Bild: © alphaspirit - Fotolia.com)

A-Drive, das dünnste Hybridlaufwerk der Welt, kommt aus Singapur. Das vom Data Storage Institute (DSI) entwickelte A-Drive biete die Vorteile von SSDs, sei aber wesentlich günstiger als die reinen Halbleiterspeicher, so das Institut. Mögliche Einsatzgebiete des neuen Laufwerks seien neben Tablets und Ultrabooks, deren Laufzeit sich um bis zu 30 Prozent erhöhen soll, auch künftige kompakte und energieeffiziente Rechenzentren.

„Heute ist unsere seit Jahren bestehende Vision, eine fünf Millimeter dünne Hybridfestplatte im 2,5-Zoll-Format zu entwickeln, die mehr Speicherkapazität bietet und weniger Strom verbraucht – und das zu niedrigeren Kosten für die Hersteller – Realität geworden“, sagte Dr. Pantelis Alexopoulos, Leiter des DSI, bei der Vorstellung des Laufwerks. „Wir haben es geschafft, zahlreiche Innovationen und fortschrittliche Technik in einem dünneren, billigeren und schnelleren Design unterzubringen und wir rechnen damit, dass sich das auf Endverbraucher und Unternehmen erheblich auswirken wird.“

Der Spindelmotor ist der Knackpunkt

Aktuell verfügbare Laufwerke weisen eine Bauhöhe von mindestens sieben Millimetern auf. Eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung eines noch knapp 30 Prozent dünneren Laufwerkes, bei dem man weder bei der Leistung noch bei der Stabilität Abstriche machen wollte, sei das Design des Spindelmotors gewesen, so die Forscher vom DSI. Für eine weitere Miniaturisierung haben die Ingenieure einen eigenen Axialfeldmotor entwickelt, der weicher, ruhiger und effizienter laufe und den Stromverbrauch um bis zu 70 Prozent verringere.

Das Motorendesign wurde zum Patent angemeldet, zusammen mit 30 weiteren Konstruktionen für das A-Drive. Bei der Entwicklung hat das DSI mit zahlreichen Partnern aus der Industrie zusammengearbeitet, darunter Seiko Instruments, Miyoshi und Unisteel. Wann und von wem das A-Drive in Serie produziert werden wird, steht derzeit noch nicht fest.

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