Flächendichte, Geschwindigkeit und Kostenstruktur

SLC oder eMLC – welcher Zellentyp ist der richtige für mich?

| Autor / Redakteur: Hermann Strass / Nico Litzel

eMLC

Die Bezeichnung eMLC (enterprise MLC) wird für besonders getestete MLC-Bausteine vergeben. Durch eine zusätzliche Fehlerkorrektur wird die Zuverlässigkeit weiter erhöht. Dadurch kann ein eMLC-System etwa um den Faktor sechs zuverlässiger sein als ein MLC-System.

Triple Level Cell (TLC)

Die derzeit schon verfügbaren Flash-Speicher auf der Basis von TLC-Technik sind wegen ihrer extrem geringen Zuverlässigkeit nur für Wegwerf-Speicher (USB-Sticks) im Privateinsatz geeignet. TLC-Speicher verlangen acht unterscheidbare Spannungspegel zur Speicherung von drei Bit in einer Flash-Zelle.

Lebensdauer der Flash-Zellen

Die mögliche Anzahl von Lösch-/Schreibzyklen für die unterschiedlichen Flash-Zellen werden üblicherweise so geschätzt:

  • SLC: 100.000 Lösch-/Schreibzyklen
  • eMLC: 30.000 Lösch-/Schreibzyklen
  • MLC: 5.000 Lösch-/Schreibzyklen
  • TLC: 1.000 Lösch-/Schreibzyklen

In der Grafik „Reale Haltbarkeit ist Device-abhängig“ in der Bildergalerie ist eine Beispielrechnung von IBM dargestellt. Obwohl mit der MLC-Konfiguration langsamer und weniger gegenüber der eMLC-Konfiguration geschrieben wurde, ist die Haltbarkeit des Speichersystems fast um den Faktor zehn niedriger und liegt damit deutlich unter der üblichen Lebensdauer eines Speichersystems.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass SLC-Systeme auch nach ihrer geplanten Lebensdauer (Anzahl Schreib-/Löschzyklen) noch längere Zeit mit nur geringfügig höherer Fehlerrate arbeiten. Bei MLC-Systemen nimmt die Fehlerrate kurz vor oder nach der errechneten Lebensdauer erheblich zu.

Fazit

Bei höchsten Anforderungen an Zuverlässigkeit und Lebensdauer kann auf SLC-Technik nicht verzichtet werden. Anhand der Durchschnittswerte muss der Anwender für seine Einsatzbedingungen ausrechnen, welche Technik für ihn optimal ist.

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